Glitzer, glitzer, trallala…

#kann Spuren von Ironie enthalten

Mit all der Konsequenz, die ein inkonsequenter Mensch besitzt, habe ich vor einiger Zeit den Frauenzeitschriften abgeschworen [Übersetzung: Es gab ein paar Rückfälle, über die ich hier aber nicht weiter reden möchte]. Seither lese ich meine Bücherregale leer – ein hoffnungsloses Unterfangen, da ich aus Angst, über Nacht zu verblöden, ja ständig für Nachschub sorge – und schränke parallel dazu meinen Social-Media-Konsum erheblich ein. Das ist nötig, denn sobald ich meine zwischen die Buchdeckel gepresste Welt verlasse, bekomme ich die Krise.

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Turn shit into gold.

#kann Spuren von Ironie enthalten

Manchmal sitze ich frühmorgens in meinem fair produzierten Negligé aus Bio-Baumwolle auf dem Balkon, nippe an meinem grünen Smoothie [alles eigene Ernte]. Und dann weine ich ein bisschen, weil ich ich bin . Ich weine natürlich aus Dankbarkeit.  Also meistens.

Okay. Das war ein bisschen gelogen. Ich trinke Kaffee von Ald… Feinkost Albrecht und meine Augen tränen tatsächlich hin und wieder. Weil irgendwas durch die Luft schwirrt oder ich völlig vermatscht bin. Und manchmal, aber das bleibt bitte unter uns, bin ich überhaupt nicht gut drauf, sondern hadere mit mir und der Welt. Irgendwas hat mir die Petersilie verhagelt und das ist nicht akzeptabel. Dank einschlägiger Lektüre in Form von Büchern, Blogs oder lustigen Motivationssprüchlein auf Instagram –die ich derzeit selbst fleißig unters Instagramvolk bringe, um mir selbst eine Gehirnwäsche zu verpassen – weiß ich nämlich, dass eigentlich alles total easy und das Leben eine große Party ist. Immer. Schlechte Tage sind nicht akzeptabel. Punkt.

Zum Glück bin ich, wie eben erwähnt, eine belesene Frau – magazintechnisch gesehen. Ich bin das happieste Herzstück ever, das so dermaßen im Flow ist, dass es … äh… sich gelegentlich nur über sich selbst wundern kann. Auch in meiner privaten Bibliothek [3x Ivar vom Möbelschweden, doppelreihig belegt, plus architektonisch gewagte Büchertürmchen im Wohnzimmer und Bücherrudelbildung in verschiedenen Ecken] finden sich literarische Motivations-Meisterwerke wie „Du bist der Hammer! Hör endlich auf, an deiner Grossartigkeit zu zweifeln, und beginn ein fantastisches Leben“ . Und so weiß ich selbstverständlich, was ich tun muss, um Stroh in Gold zu verwandeln – also einen bescheidenen Tag in einen guten zu drehen. Oder um es mal ganz plakativ mit den Worten von Familientherapeutin Virginia Satir auf den Punkt zu bringen: „Turn shit into gold“. Das geht ganz leicht und ich lasse euch daran teilhaben.

 

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