Willkommen im Schneckenhaus

#kann Spuren von Ironie enthalten

„Everything will fall into place…“ – ein Sprichwort, das mich sehr anspricht und das in Indien gerne und oft verwendet wird, habe ich gelesen.

Ich neige ja gelegentlich dazu, mich selbst betreffend den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. Oder mitunter auch einfach nicht sehen zu wollen, weil ich mit dem, was ich da sehe, nichts anfangen kann oder will. Wenig hilfreich ist ein Mantra, das mich von klein auf begleitet. Es lautet: Reiß dich zusammen und stell dich nicht so an. Das bildest du dir nur ein. Ein wunderbares „Mantra“ und sehr dazu angetan, eine liebevolle und vertrauensvolle Beziehung zu sich selbst aufzubauen. Nun fiel mir vor einiger Zeit im Zuge anderweitiger Textrecherchen ein Buch über die „Hochsensibilität“ in die Hände, zu dem ich freiwillig nicht gegriffen hätte, weil mir das Thema suspekt ist. Natürlich habe ich einem Impuls folgend online schon mal einen Hochsensibilitätstest gemacht und ihn zig Mal wiederholt, weil mir das Ergebnis nicht gepasst hat. Resultat stets: Ein Hochsensibelchen erster Güte. Meine Reaktion darauf: Blödes Geschwätz, du musst dich einfach noch mehr zusammenreißen und härter werden du Weichei. Es ist alles nur eine Frage des Wollens. „Willkommen im Schneckenhaus“ weiterlesen

Eine Frage der Sichtweise?

[Aus gegebenem Anlass ein Post aus der Konserve – allerdings komplett überarbeitet und von *Mimimi* befreit. ]

Ich bin ja bekennende Leserin von Frauenzeitschriften Lebenshilferatgebern. Nun griff ich in einer seelisch eher instabilen Phase mal wieder zum New York Times Bestseller „Du bist der Hammer! Hör endlich auf an deiner Großartigkeit zu zweifeln, und beginn ein fantastisches Leben“. Ihr merkt, dass ich an diesem Titel einen Narren gefressen habe, da ich ihn ständig ausschreibe und das liegt daran, dass mir noch nie eine so dermaßen blöde Übersetzung unterkam. Jen Sincero schreibt:

„Wir gehen völlig in den Geschichten auf, die wir uns einreden. […] Wir klammern uns mit hängenden Köpfen an falschen Überzeugungen fest, als handle es sich um mit Scheiße gefüllte Rettungsboote.“

Drastisch formuliert, trifft es aber sehr gut. Und dann riet sie tatsächlich dazu, das eigene Leben doch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Weil man die Dinge immer anders betrachten kann, wenn man das möchte. Das war der Moment, in dem mir einfiel, warum ich bei derartigen Seelengroßwetterlagen sonst eher zu Harry Potter greife. Der ist netter und tritt einem nicht in den Allerwertesten und außerdem kann er zaubern.

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Gelesen: Love x Style x Life

[Vorneweg: Dieses Buch kam, sah und siegte. Ich bin also so objektiv, wie man es eben sein kann, wenn man irgendwas mag und ein recht begeisterungsfähiges Wesen ist. Also schaut bei Interesse bitte einfach mal selbst ins Buch und bildet euch euer eigenes Urteil, ehe ihr es kauft. Eigentlich logisch, oder? Finde ich auch. Und warum erwähne ich es trotzdem? Erkläre ich euch am Ende des Posts.]

Garance Doré war mir zwar ein Begriff, allerdings tangierte sie mich bisher nur peripher und da ich keine Fashion-Bloggerin bin, habe ich da nicht mal ein schlechtes Gewissen. Allerdings ist Madame Doré eben … tadaaa… Französin. Und was für ein frankophiles Stück ich bin, hatte ich gelegentlich schon mal erwähnt, glaube ich. Kam also an „Love x Style x Life“ nicht vorbei und das ist gut so.   „Gelesen: Love x Style x Life“ weiterlesen