Weniger ist mehr.

[Da mir die Lust aufs Schreiben momentan ein bisschen abhandengekommen ist, wärme ich noch mal eine Konserve auf. Anlass ist eine Mail, in der ich gefragt wurde, wie ich denn mit dieser Social-Media-Informationsflut umgehen würde. Eine Frage, die mich auch oft umtreibt, denn mal ehrlich: Es ist schon ein Vollzeitjob, sich all die Blogposts und Youtube-Clips reinzuziehen, von den sonstigen Social-Media-Aktivitäten möchte ich gar nicht erst reden. Und genau deswegen hatte ich damals diesen Post geschrieben. Der gilt nach wie vor. So, wie er hier steht. Und gespaltene Persönlichkeit, die ich sein kann, habe ich ihn selbstverständlich aus Bloggerinnen- u. Leserinnensicht geschrieben.]
#kann Spuren von Ironie enthalten
#voraussichtliche Lesedauer: 3 Stunden

 

Heute schon die Social-Media-Kanäle gefüttert?

Heute schon Inhalte geteilt? Oder eure eigenen Posts auf den relevanten Social-Media-Kanälen (FB, Google+ & Twitter) beworben? Und anschließend auch gleich die restlichen Social-Media-Babys gefüttert? Also Instagram, Snapchat, die Pinterest-Wand neu bestückt und mal schnell einen Clip bei Youtube hochgeladen? Nein? Dann, und es tut mir sehr leid, euch das sagen zu müssen, werdet ihr nie wirklich erfolgreich werden. Bekannt schon gar nicht. Denn wer heute nicht voll auf der Social-Media-Welle mitschwimmt, ist ganz schnell von vorgestern. Dann seid ihr Menschen wie ich. Das ist hart, ich weiß. Wollen wir erst eine Runde gemeinsam weinen? Gut. Und nun lasst uns mal über den heiligen Social-Media-Gral, Erfolg beim Bloggen und das Teilen von Inhalten reden, weil das für mich irgendwie alles zusammengehört. Erklärend möchte ich aber vorwegschicken, dass ich jemand bin, der Bücher wie „Networking für Networking-Hasser“ gelesen hat und grundsätzlich nicht alles toll findet, nur weil es alle machen oder weil man das eben so macht und weil es neu ist.

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Das Netz. Widerstand zwecklos.

Erinnert sich noch jemand an das Leben ohne Internet? Videothek statt Streaming-Dienst und Bücherei statt google? Damals befeuerten lediglich Zeitschriften mein „Haben will“-Zentrum. Hin und wieder fiel mir auch eine besonders interessante Verpackung auf und so landete – Verpackungsopfer, das ich nun mal bin – irgendwas in meinem Einkaufskorb, von dem ich vor einer Minute noch nicht einmal wusste, dass es das gibt. Geschweige denn, dass ich es haben will. Von brauchen möchte ich gar nicht reden. Und dann kam…

[*hier bitte dramatische Filmmusik einblenden, idealerweise „Spiel mir das Lied vom Tod“*]

Das Netz…

Das Netz… oh ja… das Netz. Es hat alles und es bekommt uns alle, Widerstand zwecklos. Es ist klebrig, gefährlich und es saugt uns das Hirn raus, da kannste nix machen. Nichtsdestotrotz kann ich mir ein Leben ohne das Internet ehrlich gesagt nicht mehr vorstellen – alleine die Möglichkeit, online mal fix in verschiedene Bücher reinlesen zu können, die der Buchladen nebenan erst ordern müsste und das macht er nicht, damit ich mal reinlesen kann ist großartig. Aber ein Leben mit dem Internet hat eben auch seine Tücken, denn mittlerweile kommt es mir ein bisschen so wie eine Mischung aus „Die Truman Show“ und „Die Joneses – Verraten und verkauft“ vor.

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Turn shit into gold.

#kann Spuren von Ironie enthalten

Manchmal sitze ich frühmorgens in meinem fair produzierten Negligé aus Bio-Baumwolle auf dem Balkon, nippe an meinem grünen Smoothie [alles eigene Ernte]. Und dann weine ich ein bisschen, weil ich ich bin . Ich weine natürlich aus Dankbarkeit.  Also meistens.

Okay. Das war ein bisschen gelogen. Ich trinke Kaffee von Ald… Feinkost Albrecht und meine Augen tränen tatsächlich hin und wieder. Weil irgendwas durch die Luft schwirrt oder ich völlig vermatscht bin. Und manchmal, aber das bleibt bitte unter uns, bin ich überhaupt nicht gut drauf, sondern hadere mit mir und der Welt. Irgendwas hat mir die Petersilie verhagelt und das ist nicht akzeptabel. Dank einschlägiger Lektüre in Form von Büchern, Blogs oder lustigen Motivationssprüchlein auf Instagram –die ich derzeit selbst fleißig unters Instagramvolk bringe, um mir selbst eine Gehirnwäsche zu verpassen – weiß ich nämlich, dass eigentlich alles total easy und das Leben eine große Party ist. Immer. Schlechte Tage sind nicht akzeptabel. Punkt.

Zum Glück bin ich, wie eben erwähnt, eine belesene Frau – magazintechnisch gesehen. Ich bin das happieste Herzstück ever, das so dermaßen im Flow ist, dass es … äh… sich gelegentlich nur über sich selbst wundern kann. Auch in meiner privaten Bibliothek [3x Ivar vom Möbelschweden, doppelreihig belegt, plus architektonisch gewagte Büchertürmchen im Wohnzimmer und Bücherrudelbildung in verschiedenen Ecken] finden sich literarische Motivations-Meisterwerke wie „Du bist der Hammer! Hör endlich auf, an deiner Grossartigkeit zu zweifeln, und beginn ein fantastisches Leben“ . Und so weiß ich selbstverständlich, was ich tun muss, um Stroh in Gold zu verwandeln – also einen bescheidenen Tag in einen guten zu drehen. Oder um es mal ganz plakativ mit den Worten von Familientherapeutin Virginia Satir auf den Punkt zu bringen: „Turn shit into gold“. Das geht ganz leicht und ich lasse euch daran teilhaben.

 

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Instagram für Dummies

#kann Spuren von Ironie enthalten

Früher, also vor ca. einem Jahr, dachte ich, dass es kaum etwas Frustrierenderes geben könne, als via Blog oder Instagram diese High-Fashion-Frauen anzuschauen, die immer „das Richtige“ tragen und – das muss ich neidlos anerkennen – darin auch eine richtig tolle Figur machen. Dann landete ich bei den Design-Terroristas die sich dem Thema „Wohninspirationen“ verschrieben haben und musste erkennen, dass ich weitaus mehr Problemzonen habe als Kopf (innen), Bauch (außen) und Oberschenkel (auch außen).

Ich würde sogar sagen, dass meine Oberschenkel in akzeptablerem Zustand sind als die Küche oder das Bad. Ach was: die komplette Wohnung ist Schrott! (Ja, Wohnung. Kein Haus und kein Loft. Damit fängt’s doch schon mal an…) Nun kann ich verschiedene Körperpartien mit entsprechender Kleidung hübsch einpacken. Was mache ich aber mit der Wohnung?! Ein Couchüberwurf ist nicht das Äquivalent zur Chanel-Strickjacke und ich bin auch nicht Christo, der das als Kunst verkaufen kann. Was nun? Klare Sache: Ehe ich überhaupt noch irgendwen zu mir nach Hause einlade, wird mein potenzieller Gast folgende Fragen beantworten müssen:

1.Hast du jemals Wohnblogs/entsprechende Instagramfeeds konsumiert?

Ja[ ] Nein [ ]

2.Gaubst du, dass es in der Durchschnittswohnung so auszusehen hat, wie in Blogs/auf Instagram dargestellt?

Ja[ ] Nein[ ] Vielleicht[ ]

Lautet die Antwort nicht zweimal NEIN, lautet meine Antwort leider: „Gut. Wir treffen uns im Dönerladen umme Ecke.“ Vorher muss ich allerdings noch mal schnell schauen, was man derzeit so trägt, wenn man eine derartige Location aufsucht. Dönerläden sind ja bei den Fashionistas auf Instagram echt unterrepräsentiert. Sollten vielleicht mal ein paar PR-Samples raushauen, damit das besser läuft. Oder das Fleisch gegen Tofu austauschen und das Getränkerepertoire um grünen Tee und Smoothies erweitern, um eine neue Zielgruppe anzusprechen. „Instagram für Dummies“ weiterlesen

Erfolgreich bloggen – 11 Tipps

#kann Spuren von Ironie enthalten

Oder: Bloggen für Dummies. Bloggen um des Bloggens willen? Sehr ehrenwert, aber auch ein bisschen weltfremd. Wer bloggt, möchte gelesen werden. Nichts leichter als das, wenn die Texte lesenswert sind? Oh nein. Das ist zu einfach. Da habt ihr die Rechnung aber ohne die Mutter aller Suchmaschinen gemacht. Und ohne die Menschen, die ganz genau wissen, wie sich die Reichweite steigern, der Content optimieren und die Markenwirkung eines Blogs verbessern lässt. 

Einer von diesen klugen Menschen hat mir verraten, wie sich Blogposts optimieren lassen. Orientiert euch also an folgenden Hinweisen, wenn euer Blog durch die Decke gehen soll – aber wehe, ihr heult hinterher rum, weil das Bloggen vorher viel mehr Spaß gemacht hat und euch nun die Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Das Leben eines Erfolgsbloggers ist schließlich kein Ponyhof. „Erfolgreich bloggen – 11 Tipps“ weiterlesen