Weniger ist mehr.

[Da mir die Lust aufs Schreiben momentan ein bisschen abhandengekommen ist, wärme ich noch mal eine Konserve auf. Anlass ist eine Mail, in der ich gefragt wurde, wie ich denn mit dieser Social-Media-Informationsflut umgehen würde. Eine Frage, die mich auch oft umtreibt, denn mal ehrlich: Es ist schon ein Vollzeitjob, sich all die Blogposts und Youtube-Clips reinzuziehen, von den sonstigen Social-Media-Aktivitäten möchte ich gar nicht erst reden. Und genau deswegen hatte ich damals diesen Post geschrieben. Der gilt nach wie vor. So, wie er hier steht. Und gespaltene Persönlichkeit, die ich sein kann, habe ich ihn selbstverständlich aus Bloggerinnen- u. Leserinnensicht geschrieben.]
#kann Spuren von Ironie enthalten
#voraussichtliche Lesedauer: 3 Stunden

 

Heute schon die Social-Media-Kanäle gefüttert?

Heute schon Inhalte geteilt? Oder eure eigenen Posts auf den relevanten Social-Media-Kanälen (FB, Google+ & Twitter) beworben? Und anschließend auch gleich die restlichen Social-Media-Babys gefüttert? Also Instagram, Snapchat, die Pinterest-Wand neu bestückt und mal schnell einen Clip bei Youtube hochgeladen? Nein? Dann, und es tut mir sehr leid, euch das sagen zu müssen, werdet ihr nie wirklich erfolgreich werden. Bekannt schon gar nicht. Denn wer heute nicht voll auf der Social-Media-Welle mitschwimmt, ist ganz schnell von vorgestern. Dann seid ihr Menschen wie ich. Das ist hart, ich weiß. Wollen wir erst eine Runde gemeinsam weinen? Gut. Und nun lasst uns mal über den heiligen Social-Media-Gral, Erfolg beim Bloggen und das Teilen von Inhalten reden, weil das für mich irgendwie alles zusammengehört. Erklärend möchte ich aber vorwegschicken, dass ich jemand bin, der Bücher wie „Networking für Networking-Hasser“ gelesen hat und grundsätzlich nicht alles toll findet, nur weil es alle machen oder weil man das eben so macht und weil es neu ist.

DER HEILIGE SOCIAL-MEDIA-GRAL

Ich blogge und nutze Instagram – mehr oder weniger regelmäßig. Mit meinen Blogtexten möchte ich durchaus eine gewisse Leserschaft erreichen (später mehr dazu), was ja logisch ist, denn sonst würde ich die Texte eben in der Schublade belassen. Das setzt dann wohl auch einen gewissen Willen zum Erfolg (auch hierzu später mehr) voraus. Wer sich heute allerdings einen Namen machen möchte,  muss Social-Media-affin sein und alle Kanäle nutzen. Die User „erwarten“ das, heißt es, außerdem lockt es neue User an und natürlich muss man ja auch zeigen, dass man Social-Media-mäßig „auf der Höhe ist“. Ich bin recht selten die hellste Kerze auf der Torte und darum frage ich euch, ob mir das bitte mal jemand erklären kann? Und zwar so, dass ich’s verstehe? Ich nähere mich der Sache mal aus Lesersicht an, da ich nicht nur Bloggerin, sondern auch Leserin [Leserin, you know? Kommt von lesen. Also laut Duden: etwas Geschriebenes, einen Text mit den Augen und dem Verstand erfassen] bin:

 

  • Ich lese gerne – darum lese ich auch Blogs. Ich liebe Bücher, Blogs u. gelegentlich auch Zeitschriften – manches für den geschriebenen Inhalt und manches (Zeitschriften/Blogs) für die Mischung aus Text und Bild. Lesen ist dabei wörtlich zu nehmen, denn weder konsumiere ich Texte mal eben nebenbei noch scanne ich sie, um irgendwelche Infos rauszuziehen. Ich lese und lasse mich darauf ein.
  • Ich lese Blogs, die mich thematisch interessieren/inspirieren und/oder Blogs, bei denen mir die Person hinter dem Blog sehr sympathisch ist. Idealerweise passt alles zusammen.
  • Sollte diese sympathische Person nun auch auf Instagram sein, dann folge ich ihr möglicherweise, weil ich auch ein Faible für Bilder habe und Instagram darüber hinaus eine tolle Möglichkeit der leichten Kontaktaufnahme bietet und der Ton dort sehr nett ist. Ganz im Gegensatz zu FB, wo  gerne mal rumgebratzt wird.
Damit ist meine Aufnahmefähigkeit aber auch schon ausgereizt, weil ich nicht nur einem Blog folge, sondern mehreren, und auch noch ein Leben neben der virtuellen Welt habe. Skandal, ich weiß. Mal angenommen, all die Blogger aus meiner Blogroll – und dazu die aus meinem Feedreader!!! – wären alle bei Instagram, Pinterest, Snapchat, FB, Twitter [und… äh… was vergessen? Wahrscheinlich…] und denen sollte ich auf allen Kanälen folgen?! Ja um Himmels willen, warum denn?! Werde ich dafür bezahlt? Dann mach ich das, das artet nämlich in Arbeit aus. Wie beim Möbelschweden: Kauf dein Zeug, scanne es ein und baue es dann anhand interessanter Anleitungen selbst auf. Super Service, Hut ab. Aber ernsthaft:

 

  • Ich muss nicht über jeden Gedankenfurz informiert werden – auch nicht, wenn er nur 140 Zeichen beträgt und nicht mal dann,  wenn es sich um einen Furz von… äh… dem Sandmännchen persönlich handelt.
  • Der Nutzen von Social-Media-Accounts, die nur dazu dienen, die eigenen Posts zu promoten, erschließt sich mir nicht und ich boykottiere das. Wenn mir ein Account keinen Mehrwert bietet, bin ich weg. Oder gar nicht erst da. Und wer hat schon so viel zu erzählen, dass es für hochwertige Blogeinträge und Social-Media-Futter mit Mehrwert reicht? Sehr, sehr wenige. Oder sogar noch weniger.
  • Für dieses Youtube-Ding bin ich zu alt. Das Anschauen von Videoclips kostet Zeit – die ich nicht habe oder mir nicht nehmen will. Über die Machart sage ich jetzt nichts, weil man nicht im Glashaus sitzen und mit Steinen werfen sollte. Nur so viel: Ich schätze kurze und knappe Clips, in denen man ohne viel „Äh“ und „Bla“ auf den Punkt kommt.
  • Instagram und Snapchat: Über Snapchat kann ich nicht viel sagen, da ich nur mal kurz reingeschaut habe. Allerdings bin ich mit Instagram bereits völlig ausgelastet und auf eine weitere clip- u. bildlastige Plattform habe ich schlicht keine Lust. Und im Gegensatz zu all den Buuuh-diese-böse-Fake-Welt-Schreiern mag ich Instagram recht gerne, weil der Ton dort offen und herzlich ist. Niemand zwingt mich, diesen überoptimierten und durchchoreografierten Profi-Accounts zu folgen – also tue ich es nicht und schaue höchstens gelegentlich vorbei. Was ich dort – neben meiner alltäglichen Instagramrunde bei den „üblichen Verdächtigen“ aber auch sehe, sind fantastische Bilder aus den Bereichen Natur oder Architektur, die sich in jedem Magazin gut machen würden. Das muss man nicht mögen, aber mir persönlich gefällt es sehr. Es ist wie ein virtueller Galeriebesuch. Und mal ehrlich… wenn ich „das echte und ungeschönte Leben“ sehen will… warum sollte ich das online suchen? Vielleicht einfach mal wieder Smartphone, Laptop, Tablet & Co runterfahren und nach draußen gehen – und das, ohne sich gleich mit dem iPod von der Außenwelt abzuschotten? Da ist das echte Leben. Garantiert auch ohne Filter und Photoshop. 

 WIE BLOGGE ICH ERFOLGREICH?

Bei all dem Gedöns geht’s – so denke ich – letztendlich vor allem um den Erfolg und um Leser/Follower, denn ohne Feedback macht das alles wenig bis keinen Spaß. Also mir nicht, denn sonst müsste ich Texte und/oder Bilder nicht mit der Onlinewelt teilen, sondern würde sie für mich behalten. Selbstverständlich gibt es bestimmte Punkte, die dem Blogerfolg auf die Sprünge helfen. Und wer sich einmal mit der Materie beschäftigt hat und/oder entsprechende Blogs liest und/oder dann auch noch Newsletter erfolgreicher (?) Menschen abonniert hat, kann die Tipps bald aus dem Effeff runterbeten:

  • Schreiben, schreiben, schreiben. Und teilen: Regelmäßig hochwertigen und einzigartigen Content fürs Blog erstellen (selbstverständlich SEO-optimiert). Und die Posts in den relevanten sozialen Netzwerken teilen.
  • Netzwerken: Sich auf Pinterest, Instagram und Snapchat rumtreiben. Und natürlich auf FB und Google+. Und Youtube nutzen!
  • Gewinnspiele veranstalten – die selbstverständlich von den Teilnehmern auf allen Social-Media-Kanälen geteilt werden müssen, um die Gewinnchance zu erhöhen.
  • Ein eBook erstellen, das die Leser kostenlos runterladen können. Idealerweise mit dem Thema „Erfolgreich bloggen“ oder „Raus aus dem Hamsterrad – wie du online richtig Kohle verdienst“.
  • Ein „richtiges“ Buch schreiben, das die Leser kaufen können, um sich so den Ruf als „Spezialistin auf einem bestimmten Gebiet“ aufzubauen/zu festigen und für die eigene Dienstleistung (so es eine gibt) zu werben. Themen, die immer gehen: „Erfolgreich bloggen“ und „Auch du schaffst es – mach dir einen faulen Lenz mit passivem Einkommen“ oder „Tu das, was du liebst und wofür du brennst und du musst nie wieder arbeiten“.
  • Einen Newsletter anbieten. Um den Lesern regelmäßig (am besten mehrmals wöchentlich) zu erklären, wie sie erfolgreich bloggen können und/oder ein passives Einkommen und/oder Mindset erlangen, mit dem sie zu Millionären werden. Kleiner Tipp am Rande: Wenn das Ding NEWSletter heißt, dann solltet ihr den Lesern aber auch tatsächlich NEWs bieten. Und die Leser nicht via Link aufs Blog locken, um ihnen dann aufgewärmten Kram zu präsentieren, der vor einem Jahr verbloggt wurde. Das läuft dann nicht unter News, sondern verprellt Leser wie mich und funktioniert von mir aus höchstens einmal im Monat als „Best of“.
  • Hallo, hier bin ich: Auf den „richtigen Seiten“ kommentieren und überall eine Duftmarke in Form von witzigen, qualitativ hochwertigen und/oder tiefschürfenden Kommentaren hinterlassen. Anderswo kostenlos Gastartikel verfassen, um sich einen Namen zu machen. Oder „zugkräftige“ Lichtgestalten finden, die im eigenen Blog einen Gastartikel verfassen oder ein Interview geben. Denn logischerweise weisen sie hinterher in ihrem Blog darauf hin, das bringt Leser. Und an Linkpartys und Blogparaden teilnehmen oder selbst welche ins Leben rufen.
Und wisst ihr was? Einiges davon mache ich tatsächlich. Weil ich gerade Lust dazu habe und weil es mir ins Konzept passt. Aber all das nur durchziehen, um „erfolgreich zu bloggen“? Nein danke.

REDEN WIR MAL ÜBER ERFOLG BEIM BLOGGEN. WAS IST DAS ÜBERHAUPT?

Klare Antwort: darauf gibt’s keine einheitliche Antwort. Hängt wohl davon ab, ob und wie man den Erfolg bemessen möchte. An Lesern, Klicks, Werbekunden? Für mich bedeutet „Erfolg beim Bloggen“ u.a.:

  • Ich schreibe Texte, die meinen eigenen Ansprüchen genügen. Zumindest in der Theorie, in der Praxis sieht es manchmal anders aus.
  • Ich kann über das schreiben, was mich interessiert, mich bewegt, mir am Herzen liegt, mich zum Lachen/Nachdenken/Kopfschütteln bringt etc. – und das mit euch teilen. Empfinde ich als großes Privileg. Vor allem, wenn die Texte dann noch so ankommen, wie ich sie verstanden wissen wollte. Das ist der Hauptgewinn.
  • Natürlich möchte ich nicht nur für mich schreiben und ich freue mich über jeden neuen Leser, der hierher findet und sich sogar mal zu Wort meldet, anstatt nur still mitzulesen [Herzlich willkommen! Schön, dass ihr hier seid! ;)]. Aber ich habe keine Lust, bei jedem Text/jeder Aktion nur im Hinterkopf zu haben, wie ich neue Leser generieren kann, um „noch größer“ und „bekannter“ zu werden [obwohl ich mich logischerweise auch freue, wenn alle Jubeljahre mal jemand auf einen Affliate-Link klickt, alles andere wäre gelogen]. Ich sag’s mal so: Ich bin diejenige, die für die Balkonbepflanzung Samentütchen kauft und nur sehr selten vorgezüchtetes Grünzeug. Mit meinem Blog halte ich es ähnlich: Ich säe Texte und schau mal, was passiert. Wenn ihr mich dabei begleiten wollte, dann freut mich das sehr und ich bedanke mich für das Interesse. Was ganz natürlich und ohne Blog-Boosting daraus erwächst, wird sich zeigen.

ÜBER ZEIT, AUFMERKSAMKEIT UND WANN ICH ECHT BIESTIG WERDE …

In Zeiten, in denen einem auf allen Kanälen im Sekundentakt Informationen um die Ohren knallen, ist es eine Auszeichnung, wenn sich jemand die Zeit nimmt, um meinen Texten ungeteilte Aufmerksamkeit zu widmen und sich vielleicht sogar noch die Mühe macht, einen Kommentar zu hinterlassen. Ich schätze das sehr und ich bedanke mich auch hierfür!

Und wenn jemand wirklich so viel Output hat, dass er Blog und diverse Social-Media-Kanäle füttern kann und mir als Leserin auf all diesen Kanälen einen Mehrwert bietet (und das gibt es), dann ziehe ich meinen Hut und wünsche alles Glück der Welt. Der Erfolg ist sowas von verdient und es steckt verdammt viel Arbeit dahinter.

Aber sonst? Man möge mir verzeihen, aber ich sehe keinen Sinn in dieser Überflutung aller Social-Media-Kanäle mit meiner Person, so wichtig bin ich nicht. Und ich sehe ebenso wenig Sinn darin, wenn andere das tun und mir damit meine Zeit und meine Aufmerksamkeit stehlen – oder es zumindest versuchen. Ich überlege sehr genau, wem ich meine Zeit und meine Aufmerksamkeit schenke. Und ob und wie viele Social-Media-Spielzeuge diese Person verwendet, ist für mich als Leserin echt irrelevant, denn ich bin, wie erwähnt, eine Leserin. Oder ich sag’s mal so: Selbst Herzensmenschen würde ich nicht auf allen Kanälen folgen. Dem Rest schon gar nicht – so gern ich euch mag. Aber ich bin halt auch nur eine Leserin und keine große/erfolgreiche(?) Bloggerin oder jemand, der anderen sagt, wie sie erfolgreich bloggen. Wahrscheinlich weiß ich einfach nicht, was wirklich gut für mich ist… 😉

So, ich habe fertig. Nun seid ihr dran. Wie geht ihr mit der Informationsflut um?
Fotocredits: pixabay/dh_creative

30 Kommentare zu „Weniger ist mehr.

  1. Ich kann dir hier in Vielem nur zustimmen. Ich schreibe vorwiegend auf meinem Blog und lese aufmerksam andere Blogs. Dann bewege ich mich noch auf facebook, allerdings vorwiegend im privaten Bereich, um mit Familienmitgliedern in Neuseeland und Tirol mal schnell Informationen auszutauschen. Zu Beginn habe ich viel auf fb kommentiert, jedoch schnell festgestellt, dass mehr als vier Sätze nicht erwünscht sind und kaum gelesen werden. Wichtige Themen sind selten so schnell abgehandelt, andere brauche ich nicht zu kommentieren. Also habe ich das beendet.

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    1. Mit FB verbindet mich eine „Hassliebe“, wollte ich gerade schreiben, aber nee, das beinhaltet ja auch „Liebe“ und somit passt das nicht und wirklich hassen tue ich es ja auch nicht. Ich hab’s mehrmals versucht – zuerst natürlich, um meine Blogposts zu verbreiten und ein bisschen zu netzwerken und nach wenigen Wochen hatte ich immer die Nase voll. Das ist einfach nicht meine Plattform. Also Account erst auf Eis gelegt und dann gelöscht. Und für eine Kundin, die am liebsten über FB kommunizierte, wieder einen neuen angelegt. Aber ich merke: Nee, es ist nicht meine Welt. Ich liebe und lese Blogs und wenn mir der Sinn nach Zweizweilern und hübschen Bildern steht, ist Instagram toll, aber das reicht mir dann auch. Stehe dieser Onlinewelt mittlerweile ein bisschen zwiegespalten gegenüber. Neben dem schönen Schein gaukelt sie einem halt auch eine Nähe und Verbundenheit vor, die so nicht existiert… oder nur in meinem Kopf. 😆

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  2. Hallo Anna,

    ja gute Frage, wie macht man das eigentlich? Ich habe auch schon öfter mal die Frage bekommen: wie schaffst Du das immer alle Posts zu lesen, YT Videos zu schauen und auch noch auf den diversen anderen Kanälen aktiv zu sein?
    Mich hat das zugegebenermaßen auch lange etwas unter Druck gesetzt, so irre! Irgendwann hab ich mir gesagt, ich muss einfach nicht auf allen Hochzeiten tanzen und bespiele daher selektiv nur die stärksten Känale. Und apropos selektiv: so mache ich es auch in meiner Rolle als „Leser“. Ich lese einfach nicht mehr alles – so wie Du am liebsten die Dinge, die für mich relevant und interessant sind, dort wo ich den Blogger mag und dort wo ich nicht immer die gleichen lieblos verfassten (Presse-)Texte finde. Das spart einfach enorm viel Zeit.

    Danke Dir fürs rauskramen, dieses Artikels – übrigens absolut legitim und toll, dass Du es nochmal postest!

    Viele liebe Grüße und einen schönen Start ins Wochenende,
    Sarah

    http://www.eattraincare.com (Duftmarke hinterlassen – check^^)

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    1. Ich ziehe ja wirklich den Hut vor denen, die da souverän auf allen Hochzeiten tanzen. Das ist eine Wahnsinnsleistung, mal abgesehen davon, dass du es auch abkönnen musst, so im Mittelpunkt zu stehen, weil du dich damit ziemlich angreifbar machst. Darum bleiben mir ja meine „Giftbratzen-Posts“ auch immer öfter im Hals stecken, Kritisieren und alles blöde finden ist leicht – aber es selbst richtig gut oder noch besser zu machen… das ist schwer. Und sonst müssen wir im „Flatrate/all you can eat“-Zeitalter wohl wieder lernen, gescheit auszuwählen. Weil man sich mit „all you can eat“ eben doch nur ne Magenverstimmung einfängt. 😉

      Schönes WE für dich!

      (Oh Mann, die Duftmarke baut man doch nicht so plump ein, aber gut, funzt auch.^^)

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  3. Ich kann dir nur zustimmen, ich möchte meine Instagram-Follower allerdings eigentlich nicht auf meinen Blog mitnehmen, da meine Community hauptsächlich englischsprachig ist und die wenigen deutsch sprechenden Menschen aus meinem realen Leben sind… Allerdings ist es vermutlich die einzige Möglichkeit, meine Reichweite zu vergrößern was mich ein wenig traurig macht. Eigentlich sollte doch der gute Kontent ausschlaggebend sein, oder nicht?

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    1. Ich hoffe ja auch immer noch, dass der Content ausschlaggebend ist, allerdings ist das wahrscheinlich ein bisschen blauäugig. Ich sehe es ja auf Instagram: Wenn du nicht regelmäßig postest, bist du sofort weg vom Fenster. Und nun ziehe ich da auch nicht „dauerherzend“ durch die Gegend, was dazu führt, dass mir bestimmte Instagrammer gar nicht mehr angezeigt werden, bis ich mich irgendwann wundere, warum ich von XYZ so lange nichts gelesen habe… und dann schaue ich direkt vorbei und bekomme mit, was ich mittlerweile „verpasst“ habe (wenn man da von verpassen reden kann -bei mir verpasst man ja nix. 😆 )

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  4. Da ich weder bei FB noch instagram oder sonstigen Kanälen registriert bin (bis jetzt zumindest – wobei mich instagram schon reizen würde, wo ich doch so gerne Bildchen gucke und ab und an auch selbst knipse), kann ich relativ gelassen mit der Informationsflut umgehen. Mein einziges Blog-Abo ist des weibswort 😉 – ansonsten lese ich noch auf einer Handvoll anderer Blogs mit – je nach Lust und Laune.
    Liebe Grüße! 🙂

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    1. Ich bin gerade 10 cm gewachsen. 😉 Und sonst handhabe ich das mittlerweile auch wie du: Ich habe eine Liste meiner liebsten Blogs, die hin und wieder erweitert/überarbeitet wird und gut is. Auch auf die Gefahr hin, dass mir wichtige Infos durch die Lappen gehen. Ich vertraue einfach darauf, dass die für mich wirklich wichtigen Sachen schon zu mir durchdringen werden.

      Lieben Gruß zurück und wir sehen uns auf Instagram. *g*

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  5. Social-Media ein freiwilliger Zwang!? Ich glaube ich bin für den Rummel zu alt, oder nicht berühmt genug, Ich bin sehr neugierig und lese viel, das was andere so von sich geben…schreibe auch selbst „mein Krebstagebuch“ , wer es lesen mag , der liest mit. (freiwillig!! FB ist Kommunikation mit Menschen die ich schon gefühlte 100 Jahre kenne, kann aber anstrengend sein. Alles mal ausmachen und raus in die Natur …die bessere Alternative!

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    1. Zwang, vielleicht aber auch eine Sucht und natürlich die Angst, irgendwas zu verpassen. Oder selbst in Vergessenheit zu geraten. „Das Netz“ vergisst ja einerseits wenig (ich habe via waybackmachine „steinalte“ Texte von mir aus längst gelöschten Blogs gefunden) und andererseits bist du schnell weg vom Fenster, wenn du nicht regelmäßig nachlegst. Aber wenn du nicht wirklich professionell bloggst, sehe ich (zumindest für mich) echt keinen Sinn darin, meine Posts über alle Kanäle zu streuen. So wichtig bin ich nicht und wenn mein Blog morgen absäuft, dann gibt es vielleicht ne Handvoll Leser, die kurz traurig ist und dann wird die Lücke im Feedreader anderweitig geschlossen. Und deswegen bin ich da ganz bei dir: Alles ausschalten und raus in die Natur. Ein echtes in den Arm nehmen ist so viel besser als ein virtueller Drücker. 😉

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    1. Da triffste ja gerade den Nagel auf den Kopf. Leserin mit eigenem Blog… stimmt. Das passt – also auch zu mir. Und Strategien… pfft… meine Strategie ist, dass ich keine habe. Intuition. Bauchgefühl. Aber geplantes Vorgehen? Nein. Verkackt.

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  6. Ich kenne ja noch die grauen Prä-Internet-Zeiten. Wenn ich damals gewusst hätte, wie einfach es eines Tages sein wird, eigene Texte zu verbreiten, vorbei an jeglichem Verlegerkram etc,, ich wäre aus lauter Vorfreude auf die Zukunft aus dem Fenster gesprungen. Eigentlich tue ich das immer noch.

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    1. Wenn du deine Vorfreude anders zum Ausdruck bringen könntest, wäre ich als Leserin sehr glücklich. ^^ Wobei ich die Prä-Internet-Zeiten ja auch noch kenne… und ich rede mir ein, dass ich mich noch gar nicht so alt fühle… 😆

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  7. Es ist schon verrückt, wie sehr man sich verzetteln kann in die modernen sozialen Medien! Und wieviel Zeit dabei auf der Strecke bleibt. Aber ich halte es auch hier wie sonst bei vielem: Wenn ich was mache, dann möchte ich es „richtig“ machen. Will heissen: Ich widme mich lieber einer Sache intensiv, als 4en oder 5en und diesen aber nur halbherzig. Ich hatte mal einen kleinen Abstecher auf FB zu verzeichnen; dieses Konto hab ich aber schon sehr schnell wieder gelöscht. FB ist definitiv nicht meins! Zu schnell, zu wirr, zu aggressiv…..
    Den Druck, eine erfolgreiche Bloggerin zu werden, hab ich nie verspürt. Abgesehen davon, dass mir dafür das Zeug und die Nerven (und die Abgebrühtheit wohl auch) fehlen: Ich mag es einfach gar nicht, mich irgendwelchen (fremden) Ansprüchen zu fügen. Und die sind vorhanden, unbestritten. Also blogge ich einfach gemütlich vor mich hin, schreibe über alles, was mich irgendwie dazu verleitet. Das ist nicht in jedem Fall für alle interessant, aber das muss es auch nicht. Oft schreibe ich auch nur des Schreibens Willen. Und wenn diese Wortepuzzelei irgendjemanden anspricht: umso besser!
    Es gibt eigentlich nur noch wenige Blogs, die ich regelmässig lese und auf welchen ich immer mal wieder einen Kommentar hinterlasse. So bleibt das Bloggen für mich überschaubar und auch interessant. Denn wenn ich mitlese, dann möchte ich mir auch die Zeit für lange Texte (wie deinen hier ;oD) nehmen und nicht einfach nur schnell drüberhuschen. Die lasse ich dann gerne auch ein Weilchen sacken, um hinterher einen Kommentar zusammenzubröseln. Das ist übrigens der Grund, warum man von mir immer so spät erst was hört, *gg*!
    Zum Zwang werden sollen soziale Median auf keinen Fall. Der Spass daran muss für mich vorrangig bleiben. Und bis dato hab ich Spass- auch und vor allem weil es Blogger wie dich gibt! Ehrlich, authentisch (ich liiiebe dieses Wort und seine Bedeutung! ;oD) und ungekünstelt.
    Ich weiss nicht, wie lange ich selber noch bloggen werde; mitlesen werde ich bei manchen aber wohl so lange, wie Posts von ihnen aufploppen!
    Hab ein ganz und gar entspanntes WE, Hummelzherzensgrüsse!

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    1. Man kann sich überall verzetteln – nicht nur in den sozialen Medien.^^ Aber deine Einstellung, „die Sachen richtig zu machen“, gefällt mir – ich arbeite daran, das ebenso zu handhaben. Und ich werde zickig bis bösartig, wenn Menschen in meiner Gegenwart in einer Tour aufs Smartphone glotzen, aus Angst, da irgendwas zu verpassen. Das ist in Ordnung, wenn ich nicht interessant genug bin und man seine Zeit lieber anderweitig verbringen möchte, damit kann ich leben. Aber ich kann meine Zeit eben auch besser verbringen – zur Not mit mir selbst – und muss da nicht mit einem Smartphone um Aufmerksamkeit konkurrieren.

      Und diese Authentizität (auf der ich ja auch gerne mal rumgeritten bin)… was ist das schon und wann ist man denn authentisch? Bin ich authentisch, wenn ich auf der Yogamatte sitze…äh…schwitze? Wenn ich ungeschminkt in Schlumpfklamotten auf meinem Sitzsack rumlümmele? Wenn ich mich ins kleine Schwarze werfe? Wenn ich ein Pseudo-Problemchen (wie dieses) postfüllend auswalze? Oder wenn ich mir jammernd die Decke über den Kopf ziehe, weil die Welt blöd ist und ich am allerblödesten? Ich bin hier im Blog so authentisch, wie ich’s eben sein kann und sein möchte – ohne einen Seelenstriptease nach dem nächsten hinzulegen. Sehe keinen Sinn darin, mein Innenleben ohne Not ständig auf dem Silbertablett zu präsentieren und es mir völlig fremden Menschen unter die Nase zu halten – demzufolge gibt es also auch Seiten/Verhaltenszüge an mir, die ihr nicht kennt und von denen ihr nicht mal was ahnt… zumal ich mich ja selbst nicht völlig durchschaut habe. *g* Glaube allerdings ohnehin, dass ein Mensch viel mehr Facetten besitzt, als die, die er zeigt und dass wir jemanden nie „so wirklich kennen“. Niemand ist nur gut oder nur böse, nur mitfühlend oder nur rücksichtslos, nur sanftmütig und gefühlvoll oder nur ein gefühlskaltes Arschloch. Wir sind alle kleine Wundertüten und gelegentlich überraschen wir uns sogar selbst. Oder unsere Mitmenschen. Und gerade im Blog achten wir ja schon darauf, ein bestimmtes Bild von uns zu zeichnen, das aufgrund der (logischerweise) einseitigen Sichtweise und dem, was wir von uns zeigen wollen, nicht zwangsläufig dem entspricht, wie andere uns dann tatsächlich sehen. Aber ungekünstelt…ja, das passt. Den Schuh ziehe ich mir gerne an. 😉

      Herzlichen Gruß zurück, liebe Frau Hummel!

      (Sorry, ich bin ins Schwafeln geraten, du hättest die Authentizität nicht erwähnen sollen … 😆 )

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      1. Schwafel du ruhig, ich höre aufmerksam zu! 😉
        Ich hoffe, ich bin dir nicht zu arg auf die Zehen gelatscht mit meiner Aussage, dass ich dich authentisch finde! Ich weiss, dieses Wort wurde in letzter Zeit (vor allem auch in der Welt der Blogger) ziemlich inflationär verwendet; alles und jeder soll und muss authentisch daherkommen. Manchmal wird der Begriff sogar noch unter falschen Vorzeichen verwendet…..
        Aber eigentlich bestätigst du in deiner Antwort oben nur, dass du wirklich authentisch bist. Du vermittelst deine Werte und stehst dazu. Du erkennst, dass du nicht perfekt bist und weisst um deine Defizite; aber du bist auch bereit, daran zu arbeiten. Du setzt Prioritäten. Du akzeptierst die Meinung anderer und erwägst sogar, eigene zu hinterfragen, wenn es dir sinnvoll erscheint. Und du bist ehrlich und ungekünstelt.
        Das sind jetzt natürlich meine Empfindungen deiner Person gegenüber, und die generiere ich aus dem, was du hier von dir preisgibst, aus deiner Schreibweise und aus der Tatsache, dass ich dich als Person, deinen Humor und auch deine direkte Art einfach sehr gut leiden kann. Natürlich ist dieses Empfinden immer sehr individuell; aber ICH schreibe ja auch, dass ICH dich authentisch finde! 😉
        Dieses „demzufolge gibt es also auch Seiten/Verhaltenszüge an mir, von denen ihr nicht mal was ahnt…“ macht mir jetzt etwas Angst. Jekyll und Hyde?? *ggg*! Neee, ist doch klar: Die meisten von uns drehen hier nicht ihr Innerstes nach aussen (und die, die es andauernd tun, die sind mir nicht ganz geheuer!). Wir alle haben Angewohnheiten und Charakterzüge, auf die wir nicht unbedingt wahnsinnig stolz sind und die wir ganz bestimmt nicht an die grosse Glocke hängen wollen. Aber das ist menschlich und normal! Und mir sind Menschen mit Ecken und Kanten wirklich deutlich lieber als diese Nacktschnecken, auf deren Schleimspur man andauernd auszurutschen droht! Und Wundertüten find ich was ganz arg Spannendes!
        So. Hätten wir das also auch geklärt. Freunde?? 💋
        Hummelzherzensgrüsse!

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        1. 😂😂😂Aber du bist mir doch gar nicht auf die Füße gelatscht! (Schreibe ich jetzt mal via Smartphone und daher nur kurz, Rest kommt morgen. Vielleicht. 😉 )

          Aber ja: Freunde. Von ❤en gerne.

          P.S: Das wäre ja krass, wenn man mir damit auf die Füße treten würde, dass man mich authentisch nennt. Nee, nee. So durchgeknallt und wort-oder begriffspingelig bin ja nicht mal ich. 😆

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        2. So, nachdem ich deinen Kommentar jetzt noch mal aufmerksam gelesen habe… äh… stelle ich fest, dass ich gerne mehr Menschen um mich hätte, die mich in einem SO guten Licht sehen. 😂

          Jeder sollte Menschen um sich haben, die das Beste in einem sehen. Mehr kann und mag ich jetzt mal gar nicht schreiben. Aber ich freu mich sehr, dass ich Leser(innen) wie dich habe. ❤

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          1. Yep- so bin ich: Sehe immer das Gute im Menschen. Und ganz, ganz selten falle ich damit auf die Nase. Oder vielmehr: Das Leben lehrt mich, dass man nicht immer so unvoreingenommen an gewisse Menschen rangehen sollte. Ich glaube nicht- oder nein, vielmehr: ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Lektion bei dir nicht von Nöten sein wird! 😉 Drüüüück!!

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  8. Liebe Anna, das ist mir auch zu viel Rummel. Ich melde mich wo an, folge dann Gott und die Welt und am Ende ist das so viel Zeug, dass ich das gar nicht mehr anschauen kann, selbst wenn der Tag 48 Stunden hätte.
    Ich mag einfach Blogs. Da ist der Post nicht immer gleich weg und ich finde mich auch besser zurecht. 🙂
    Zumal mir die Post in meinem Blogger noch auf dem Silbertablett präsentiert werden. Was will ich mehr.
    Hab ein schönes Wochenende, liebe Grüße Tina

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    1. Ich habe das ja mal ne Zeitlang durchexerziert, als ich dachte, jetzt bloggst du mal voll erfolgsorientiert… nun ja… der Spaß war schneller weg, als ich alle Social-Media-Posts derer durchackern konnte, denen ich gefolgt bin. 😆 Ich glaube, tief in mir drin habe ich einfach einen kleinen Sockenschuss… also mehrere, eigentlich. Aber ich bin mittlerweile – neben meinem Balkoneichhörnchen – das planloseste Wesen, das hier durch die Gegend hüpft und es ist mir fremd, da irgendwelche Strategien zu verfolgen. Warum auch? Wie heißt es so schön: „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm von deinen Plänen.“ (Blaise Pascal) Das muss ich unterschreiben und von daher tue ich das, was ich in einem jedem Moment für richtig halte… so lange… bis ich dann anderes für richtig halte. 😉

      Liebe Grüße!

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  9. Liebe Anna
    Dieses ganze Social Media Gedönse ist mir ehrlich gesagt einfach zu viel Stress. Nenne mich alt oder altmodisch, aber wenn ich mir vorstelle, dass ich in jeder „SocialMediaBlase“ tätig bin und natürlich auch meine ganzen Follower jeden Tag besuchen und liken müsste -> wo bleibt dann um Himmels Willen mein Real-Life. Das ich zumindest, je älter ich werde, umso mehr zu schätzen weiß. Eine erfolgreiche Bloggerin zu sein ist in der heutigen schnelllebigen und teils auch sehr oberflächlichen Zeit mir persönlich zuviel Aufwand. So schnell, wie du die Stufen hinaufkletterst, genauso schnell bist du auch schon wieder im Nirvana verschwunden, solltest du nicht jeden Tag am Ball bleiben. Denn es kommen immer wieder neue Blogger mit neuen Nischenprodukten nach. Wie gesagt: Je älter ich werde und je länger ich blogge umso mehr schätze ich meine Offlinezeit und die paar Blogs, die ich wirklich gerne lese. Da ich ein unheimlich neugieriges Persönchen bin und noch lieber Bildchen gucke, werde ich momentan auch weiterhin auf Instagram mein Unwesen treiben.
    Naja, und zum Schluss sollte ich erwähnen, dass ich so manches Forum in dem ich schon Jahre tätig bin mit Freude verlassen habe, da ich eher der Mensch bin der seinen Senf zu den Themen dazu gibt, bevor es ihn zerreißt. Da ich dabei eher der Wahrheit zugetan bin, und so manches Mitglied dies nicht verträgt sollte man es nicht „bauchpinseln“, ist es besser für mich, ich verlasse diese „HeileHeileFrommeWelt-Foren“.
    Hach Anna, du triffst es wiedermal mit diesem Artikel auf den Punkt ❤
    In diesem Sinne verschwindet die kleine Österreicherin wieder im "Real Life".
    Lass es dir gut gehn
    Lg Nila

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    1. Alt oder altmodisch… hm… meinste? Vielleicht kennt man sich aber auch einfach gut genug, um zu wissen, was zu einem passt und was nicht. Idealerweise hat man sich das natürlich vorher kurz angeschaut/es ausprobiert. Dieses „Brauche ich nicht, vorher ging’s auch ohne“ oder „Das habe ich noch nie so gemacht“ meine ich damit natürlich nicht – das finde ich ätzend u.engstirnig. Aber verzweifelt auf jeden Zug aufspringen, nur weil er neu ist und „das alle so machen“, das ist… nun ja… verzweifelt?^^ Glaube, mittlerweile bleibt uns gar nichts anderes übrig, als uns immer wieder zu fragen, was gut für uns ist. Es ist zu viel. Von allem. Leider geht es nur in die Breite und kaum in die Tiefe. Du wirst von Zeug überrollt und kaum was berührt dich wirklich – zumindest geht es mir so. Es ist mir zu oberflächlich. Eben online noch BFF’s, kurz darauf klickst du weg. Menschen suchst du dir ebenso per App aus wie Bücher und Schuhe.

      @neue Nischenprodukte: Findest du? Ich weiß nicht, wann ich zum letzten Mal gedacht habe, wow, das ist wirklich neu, das begeistert mich. Ich habe eher das Gefühl, dass ziemlich viele Blender u. Schaumschläger unterwegs sind. Und das nervt mich am allermeisten, denn die rauben mir Zeit u. Aufmerksamkeit und sei es nur deswegen, weil ich mir wenigstens kurz anschauen muss/möchte, ob ich voreingenommen bin oder ob es doch wieder nur heiße Luft ist.

      Und @die Wahrheit sagen: Ich komme online ja zunehmend davon ab.^^ Das heißt nicht, dass ich lüge, ich behalte meine Wahrheit nur einfach für mich und fokussiere mich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner… oder ziehe mich komplett zurück. Ich bin ja lernresistent, aber im Lauf der Onlinejahre habe ich gelernt, dass viele Menschen doch eher in ihrer Meinung bestätigt werden wollen. Wenn du da mal die Möglichkeit einer anderen Sichtweise aufzeigst, gewinnst du keinen Blumenopf. Oder um es mit Mark Twain zu sagen: „Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen – vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir.“ 😆

      ❤ lichen Gruß und hab's schön im Real Life.

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