Männer. Frauen. Giftfeder.

#kann Spuren von Ironie enthalten

[Liebe Suchmaschinennutzer,
egal welcher Suchbegriff euch hierher geleitet hat,
ihr werdet in diesem Post nicht das finden, wonach ihr sucht. Das verspreche ich euch.]

Es gibt Tage, da überfällt mich morgens beim Blick in Feed- u. Newsreader eine latente Übelkeit. Schlagzeilen aus der Hölle, die den Anschein erwecken, als kreisten die Gedanken der Leserinnen vorrangig um zwei Dinge: um den Bauch und um Männer.

Genauer gesagt: um den schlanken Frauenbauch speziell und um eine tolle Figur überhaupt. Und um das, was Männer an uns Frauen toll finden eine tolle Figur, vermutlich. Und wenn wir Frauen uns sehr viel Mühe geben, den Männern zu gefallen, gefällt ihnen das vermutlich auch. Das liest sich dann so …

Die ultimativen Tipps für einen Traumbody

  • Flacher Bauch – auf diese 4 Lebensmittel solltest du verzichten
  • Abnehmen – 10 Kilo in 2 Monaten
  • Bauch weg in 14 Tagen – die Zero Belly Diet
  • Flacher Bauch mit nur einer Übung
  • Flacher Bauch – so wirst du dein Bauchfett in 2 Wocn los
  • Die 24-Stunden-Diät, um gesund abzunehmen
  • Wenn du das beachtest, nimmst du übers Wochenende ab
  • Fatburner – so bekommst du in nur 4 Minuten deinen Traumkörper Photoshop?

Mannmannmann…

  • Auf diese Dinge stehen Männer bei dir besonders (laut Sternzeichen)
  • 5 Dinge, an denen du erkennst, dass ein Mann es ernst meint
  • Männer verraten 7 Dinge, die sie an Frauen extrem heiß finden
  • Wenn du das beim ersten Date bestellst, findet er dich sofort heißer
  • Blondes Haar? Topfigur? Auf diese Dinge steht jeder Mann
  • Darum ziehen sich Männer plötzlich zurück
  • 3 sichere Zeichen dafür, dass er nicht auf dich steht
  • Bin ich gut im Bett? 7 Zeichen, die dafür sprechen
  • Nachgefragt: Auf diese Dessous stehen Männer wirklich
  • Sexy Frauennamen – ist mein Name attraktiv?
  • Diese Jobs finden Männer sexy
  • Das ist die schönste Kombi des Spätsommers (und Männer lieben sie!)
  • Auf diese Frau stehen ALLE Männer weltweit!
  • Auf dieses Alter bei Frauen stehen Männer total – und zwar ein Leben lang

Ich möchte weinen. Wer verfasst denn so einen Mist inklusive der dazugehörigen Texte, die auch nicht besser sind?! Und wer will das lesen – zumindest einiges davon? Welche Frau kommt auf die Idee, sich zu fragen, ob ihr Name attraktiv ist? Und wenn nicht? Dann verfällt sie ab sofort in pseudgeheimnisvolles Schweigen, wenn man(n) sie nach ihrem Namen fragt? Sollte vielleicht erwähnen, dass ich keine Teenie-Heftchen abonniert hatte, sondern Frauenmagazine, die in ihren Modestrecken wirklich hochpreisiges Zeug unters Volk bringen, das sich definitiv nicht auf Taschengeldniveau bewegt. Herr, wirf irgendwas vom Himmel. Hirn vielleicht? Stolz? Rückgrat? Oder interessante Themen und gut geschriebene Texte für alle, deren Interessen nicht nur um flache Bäuche und Männer kreisen wobei ich Männer wirklich gerne mag und mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen kann.

Heißer Tipp am Rande: Da das Alter, auf das Männer total stehen – und zwar lebenslang, also auch dann, wenn sie 70 sind-  bei 20 – 25  liegt … nun ja … können wir uns den ganzen Zirkus sparen und uns lieber gleich um das kümmern, was uns wichtig ist und dazu gehören ganz sicher keine alten Männer, die auf Frauen stehen, die ihre Enkeltöchter sein könnten. Über diese Schlagzeilen aus der Hölle ließe sich trefflich ein wunderbarer, mit Ironie durchtränkter Text schreiben. Dumm nur: Ich kann den heute leider nicht schreiben. Morgen auch nicht. Vermutlich kann ich überhaupt nie wieder irgendwas schreiben außer Einkaufszettel, weil ich gerade parallel Max Goldt und Wladimir Kaminer lese danke, Annika und laut schluchzend meine Tastatur an die Wand gepfeffert und mein Akku-Ladekabel durchgebissen habe. Na gut: Und weil ich so was nicht schreiben will, denke ich. Denn was setzt so ein Giftbratzen-Text voraus? Dass ich derartiges Zeug konsumiere und das wirft Fragen auf. Etwa:

  • Warum machst du das und abonnierst so einen Quark? [...äh… Recherche…]
  • Wo ist dein Hirn geblieben? [Im Social-Media-Nirvana verdampft… puff…]
  • Warum liest du nicht einfach nur die FAZ oder das Manager Magazin? [Tu ich doch! Hin und wieder…]
  • Lies doch einfach nur das, worüber du dich nicht aufregst! [Mist. Wie wahr, wie wahr.]

Treffer versenkt und ein Thema, das nicht nur mich immer mal wieder umtreibt. Auch Fran beschäftigte sich einst mit derartigen Texten – also mit dem kolumnenartigen Kram, den ich als Giftbratzen-Texte bezeichne. Oder mit Texten, die alles durch den Kakao ziehen oder es auf die Schippe nehmen. Kurz und gut: Mit Texten, die definitiv nicht dazu beitragen, dass einem der „goldene Schleimer“ verliehen wird oder der Spitzname „Germany’s next Blogseelchen“. Ich weiß nicht, ob euch das schon mal aufgefallen ist, aber ich schreibe derartige Texte [Marke: #kann Ironie enthalten] ja eigentlich recht gerne mal. Und warum? Weil ich es kann nicht anders kann. Was allerdings auch voraussetzt, dass ich etwas anderes offenbar nicht kann, nämlich: Mich schlicht und einfach nur auf die Dinge fokussieren, die den Widerspruchsgeist in mir nicht auf den Plan rufen. Also Texte lesen, die aus mir ein Glücksbärchi machen, bzw. derartige Tendenzen unterstützen. Henry David Thoreau sagte ja nicht umsonst:

„Es ist nicht wichtig, was du betrachtest, sondern was du siehst.“ 

Gerne zitiere ich auch Anaïs Nin:

„Wir sehen die Dinge nicht, wie sind sind, wir sehen sie, wie wir sind.“

Stimmt. So ist es. Da haben Schreiberlinge mit der giftigen Feder wohl eindeutig den falschen Blickwinkel und dass sie den haben, verrät einiges über sie. Wobei… gibt es da den richtigen Blickwinkel und wenn ja, wie sieht er aus? Vor allem hinsichtlich oben genannter Schlagzeilen…

Bin ich stolz darauf, dass ich immer mal wieder die Giftfeder raushole, weil ich nicht anders kann? Nein. Bin ich nicht und ich wollte sie auch wegschließen, aber was bleibt dann noch übrig? Ich kann weder besonders gut kochen noch backen. Ich habe es weder mit Handarbeiten noch mit Bastelkram und bin darüber hinaus Trägerin des schwarzen Daumens – die einzigen Pflanzen, die in  meiner Gegenwart überleben, sind Grünlilien und nur die. Darüber hinaus ist mein Geist noch lange nicht so gut erzogen, dass er immer nur das macht, was ich von ihm will. Kaum, dass ich ihn ein wenig von der Leine lasse und er unbeaufsichtigt rumtobt, spießt er die Widersprüchlichkeiten und die Absurditäten des Alltags auf – auch die meines Alltags –  und schon ist ein neuer Post entstanden, den ich ein bisschen zu schade für die Schublade finde…

… wobei das eines der dämlichsten Argumente überhaupt ist. Meine Posts sind zu schade für die Schublade, aber sonst schreibe ich nur für mich selbst. Natürlich… ähm… ist das eher Blödsinn, denn wenn ich einen Post zum Spielen nach draußen lasse, freue ich mich logischerweise, wenn er was bewirkt. Bringt er irgendwen zum Lachen oder zum Nachdenken? Hat er irgendwem kurzweilige 5 Minuten beschert oder einen neuen Blickwinkel? Kann ich aufgrund eurer Kommentare vielleicht sogar meine Sichtweise überdenken? Mir einfach kurz Luft machen und mir mal eben virtuell übers Köpfchen streicheln lassen und mir von irgendwem versichern lassen, dass alles gut wird und dass ich nicht die Luftnummer bin, für die ich mich manchmal halte? Oder irgendetwas mit euch teilen, was mir – warum auch immer – gerade wichtig ist? Das ginge eben nicht, hätte ich den Text nur in mein Tagebuch gekritzelt. Und sobald ich mir auf meinen Post irgendeine Reaktion erhoffe nun nicht den Wurf mit faulen Tomaten und ihn nicht mehr nur aus reinem Spaß an der Buchstabenschieberei verzapfe, schreibe ich ihn eben nicht mehr nur zum Selbstzweck- gemäß meiner Definition.  Immerhin stehe ich dazu, dass ich offenbar Sachen konsumiere, bzw. mit ihnen konfrontiert werde, die die Giftfeder in mir zum Glühen bringen und tue nicht so, als würde das alles an meiner ach so souveränen Fassade abprallen – was einem ja auf Dauer auch niemand abnimmt, wenn die Zeichen eine ganz andere Sprache sprechen.

Gut, das war viel Text, in dem ich letztendlich nichts anderes schreibe, als dass ich nicht so genau weiß, was ich schreiben will – vom Können möchte ich an dieser Stelle nicht reden, sonst sitzen wir morgen noch hier. ich hoffe inständig, dass ich da irgendwie meinen Weg finde, Zeit wird’s ja. Denn dieses Thema beschäftigt mich immer mal wieder und demzufolge handelt es sich hierbei auch um einen überarbeiteten Post aus der Konserve, der nach wie vor aktuell ist… ebenso wie die o.g. Schlagzeilen. Weiß gerade nicht, was ich trauriger finde. Was bleibt? Entweder schreibe ich Giftbratzen-Posts und es ist mir egal, was das über mich und meinen Blickwinkel aussagt. Oder aber ich erreiche endlich dieses Alter, in dem es uns angeblich immer besser gelingt, Widersprüche hinzunehmen, ohne sie kommentieren zu müssen. Alleine beim Gedanken daran kollabiere ich schon. Und dann gibt’s weichgespülte sowie von Weisheit und Toleranz durchdrungene Texte. Fragt sich nur, woher ich die Toleranz Weisheit nehmen soll…

Fotocredits: piabay/cromaconceptovisual

33 Kommentare zu „Männer. Frauen. Giftfeder.

  1. Danke, schöner Text. Es gäbe sicher noch viel dazu zu sagen, sage ich mal. Sehr gut gefällt mir auch Dein Satz mit dem (dazu) „möchte ich an dieser Stelle nicht reden, sonst sitzen wir morgen noch hier“ (Anna). Also dann, bis morgen, Anna. Oder halt einfach bis demnächst mal wieder, gell.

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    1. Da gäbe es in der Tat noch viel zu sagen, weil ich ja gerne vom Hölzchen aufs Stöckchen komme und mir dachte, dass bei dem Wetter eh keiner nach draußen geht, da könnt ihr auch elendslange Texte lesen. 😉

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  2. Moin Anna 🙂
    soll ich dir was sagen? Was liest du denn immer für Zeug 😛 könnt mir ja nie passieren (hust…ehem..)
    Spass beiseite, ich denk ja manchmal wir können gar nicht anders als alles mögliche zu Lesen, selbst bekloppte
    Werbetafeln lese ich auf der Starsse, ich will gar nicht weil Werbung immer (fast) blöd ist aber mein Gehirn
    springt sofort an und will den Stuss lesen. Das macht es bestimmt nur damit es sich dann mit sich selber
    duellieren kann, ob da nun Schund stand oder doch was tolles, das Ding braucht immer Beschäftigung.
    Schlimm wird es ja auch bei so Nachrichtenseiten unwillkürlich fang ich an den Schrott zu lesen, will nicht und muss
    doch dem inneren Zwang folgen es weiter zu lesen, nur um mich dann hinterher aufregen zu können, wie blöde und
    hirnrissig das doch ist, grad bei so Themen wie oben von dir beschrieben.
    Aber irgendwie ist es dann auch ganz amüsant sich über diese Texte oder Werrbebotschaften dann mit jemandem
    auszutauschen der sie genauso ätzend findet. Gerne zerpflücken Herr Aurelia und ich dann solche Dinger und fragen uns ob es wirklich Leute gibt die das glauben. Grad diese Fett weg und Bauch flach Dinge, oder die Traumfrau für den Mann, oder auch umgekehrt der Traummann für die Frau, auch diese gut im Bett Dinger, naja wer es halt glauben will und danach leben will, mir solls recht sein, hab ich wenigstens was zu lachen 😀

    Und weißt ja alles was einen zum lachen bringt ist gut und wenn es zum aufregen ist ist es auch nicht verkehrt bringt das Blut in Wallung und man weiß das man noch nicht so verkalkt ist in der Birne, daß man nicht mehr selber denken kann. Ist doch auch was oder?
    Danke dir für den schönen Sonntagsvormittagslesespass
    sende dir Stürmische Grüße von der Küste
    Aurelia

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    1. Jep, das stimmt. Ich schau halt überall hin und rum und zack… findet mich dieser Mist. So schnell kann ich gar nicht zur zur Seite schauen, wie ich denke, WTF? Ich lese aber auch Aufkleber auf Baustellenzäunen, Speisekarten beim Chinamann (sehr lesenswert, etwa: Glückliches Huhn, Betrunkenes Huhn, Ente auf dem Scheiterhaufen… 😂 ) und alles, was mir in die Quere kommt. Manchmal durchaus erheiternd, manchmal aber auch… na siehe oben. 😉

      Stimmt allerdings: Was einen zum Lachen bringt, ist gut. Wusste schon Marilyn Monroe: „If you can make a woman laugh, you can make her do anything.“ Recht hat sie.

      Schietwettergrüße zurück!

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      1. Ich seh schon wir lesen echt alles 😂
        Aufkleber auf Autos oder an Laternenpfählen les ich auch z. B. echt peinlich kann dieses Zwanghafte lesen aber auch werden wenn ich bei jemandem auf der Brust die Aufdrucke lese 😱 und die nicht schnell genug etziffern kann, dann kommen doch schon mal irritierte Blicke zurück wenns der Träger merkt das ich ihn anstarre, naja ich lächel dann einfach schnell freundlich das entschärft dann 😉

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  3. Seltenes männliches Exemplar, 51 J., outet sich: 20-25jährige … hübsch anzusehen. Verliebt jedoch in eine 54jährige. Da spielen andere Hormone endlich eine Rolle. Vermehrungszwang überwunden. Harmonie- und Glücksgefühle durch herumwuselnde Kinderchen … überwunden.
    Leistungszwang … naja, nicht wirklich überwunden. Jedoch Entschleunigung als Überlebens-Notwendigkeit angefangen zu umarmen.

    Liebe Giftfeder:
    *****Sterne! Von 5.
    Für 5 köstliche Leseminuten!

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    1. Verliebt in eine 54-Jährige… das kommt dabei raus, wenn man(n) zu wenig Frauenzeitschriften liest… 😆 Scherz beiseite: Kann das absolut nachvollziehen, wenn man/frau da gewisse Idealvorstellungen hat. Ich glaube aber auch, dass die Liebe da hinfällt, wo sie eben hinfällt. Wohl denen, die darauf reagieren können und nicht erst schauen, ob der Mensch vor ihnen alle Kriterien der imaginären Wunschpartner-Liste erfüllt. 😉

      Danke dir für die 5 Sterne! 😉

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  4. Tzzz Giftfeder, das wär mal ein Blogname für Dich 😉
    ich seh diesen Mist immer nur online, das blinkt geradezu neben unten oben irgendwo auf. Flacher Bauch in 5 Minuten, ja klar…. ich klick dann da schon mal nicht drauf. Ich hab mich auch gefragt wer da klickt. Diese 5 verbotenen Lebensmittel…. wen interessiert das? Ich sollte auch mal so einen Ratgeberpost schreiben … was Männer wollen…Füllt aber nicht mal die Überschrift. Da reicht: komm nackt, bring Essen mit.
    Das Leben könnte so einfach sein 🙂
    Du willst Dich sicher aufregen Anna, Du brauchst das. Das lockt ungeahnte Schreibfähigkeiten aus Dir raus.
    Mich hast Du super unterhalten, das kann ich Dir schon mal sagen. Und ich hab die Glamour noch nicht gelesen, die ich kostenlos von Lufthansa downloaden konnte. Werd ich gleich mal reinschauen, ist grad so friedlich hier.
    Schönen Sonntag, liebe Grüße TT

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      1. Nee, Tina. Ich bleibe jetzt das WeibsWort, nachdem ich schon Jahre um diesen Namen rumgeschlichen bin, ohne zu raffen, dass er wunderbar zu mir passt. 😉

        *Komm nackt, bring Essen mit“… danke für den kürzesten Männerflüsterinnen-Post ever. 😂😂😂

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  5. Anna!!! Nu hör aber mal uff! ;oD Ich denke, ich spreche im Namen aller, die hier lesen (und wenn es nicht so ist, dann ist mir das auch Wurscht!) wenn ich behaupte, DASS wir hier mitlesen, WEIL du einen so träfen Stil hast, die Dinge beim Namen zu nennen. WEIL du aus alltäglichem Kleinkram amüsanten Lesestoff klöppelst und WEIL du dabei deinem Stil treu bleibst und kein Fähnchen im Wind bist! Und wenn du mal ganz deutlich wirst und ab und zu den geneigten Leser in ein klitzekleines Sprühstösschen Giftbratzendunst einnebelst, dann tut das der Sache nur gut. Es gibt zu viele, die hochglanzpolierten Stuss zum Besten geben in der Hoffnung, jedem zu gefallen und ganz furchtbar viele Likes und Herzchen einzuheimsen. Und dabei als Persönlichkeit auf der Strecke bleiben. Da kann man doch nur noch laut gähnen und ermattet ins Sofapolster sinken……
    Ausserdem: Luftnummern find ich ganz besonders spannend; dass sind doch diese tollkühnen Menschen, die sich an ein Trapez hängen, sich durch die Luft schwingen und dabei die verrücktesten Kunststücke vollbringen, ne? ;oD
    Ist ja auch kein Wunder, wenn einem ab und zu die Krätze anfällt angesichts dieses bodenlosen Blödsinnes, der da bedenkenlos in allen möglichen Medien verbreitet wird. Manchmal frage ich mich schon, für wie doof man als Konsument gehalten und wie wenig Intellekt einem zugetraut wird. Aber hej: Zumindest sind diese „Inhalte“ immer gut, um einen Post daraus zu fummeln. Das gibt dem Ganzen ja beinahe schon wieder (s)eine Daseinsberechtigung, *ggg*!
    Hummelzherzensgrüsse!

    PS: Es kann und muss dir egal sein, was deine Posts über dich aussagen. Missverstanden werden kann man immer, egal, was man schreibt. Es gibt nämlich auch welche, die einem missverstehen wollen und nur auf Konfrontation aus sind. Alleine dieses Verhalten wäre dann schon wieder einen neuen Post wert, *ggg*!

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    1. Du sprichst im Namen aller, die hier lesen? Bisschen größenwahnsinnig, wa? 😆 (Gibst du mir davon bitte auch was ab? Danke.)

      Schön. Jetzt musste ich gerade laut lachen. Nein, ich bin definitiv kein Fähnchen im Wind. Ich bin ein Bulldozer. Oder Bud Spencer in „Sie nannten ihn Mücke“ [klick zum Trailer] – zumindest innerlich. Großartiger Film, übrigens. Einer meiner liebsten und da fällt mir ein, dass ich mir unbedingt ein „Bud Spencer“-Shirt kaufen wollte. An der Ostsee traf ich nämlich einen Mann, der genau so ein Shirt trug, wie ich es haben wollte und ich habe ihn angestarrt… den Mann in seinem Shirt… das mag er wohl missverstanden haben, denn tatsächlich ging es mir NUR um das Shirt… 😂

      @Was die Posts über mich aussagen: Ich schrieb es unlängst anderswo, dass ich in den Moment, in dem ich einen Post veröffentliche, keine Kontrolle mehr darüber habe, wie er von den Lesern aufgenommen wird. Und wenn man mich für eine blöde oder frustrierte Giftzicke halten möchte – dann nur zu. Ich kann damit leben, weil ich weiß, dass ich keine bin. Ich glaube, das Problem sind weniger die Leser, sondern viel mehr mein innerer Zensor. Ich gehe ja sehr viel härter mit mir selbst ins Gericht, als es der krtischste Leser tun kann. Das ist ein bisschen nervig und nimmt bisweilen selbstzerstörerische Züge an. Aber ich arbeite gerade intensiver dran. *g* Offenbar noch nicht wirklich erfolgreich – siehe Post. Und stimmt auch: Es wird so viel bodenloser Blödsinn verbreitet, dass ich mich immer öfter frage, wer jetzt spinnt. Die, die es verbreiten? Die, die das gerne konsumieren? Oder ich? Andererseits: Wen interessiert das? Vielleicht nehme ich mir mal die Freiheit, nicht alles verstehen zu müssen und nicht alles tolerieren zu wollen.

      Danke dir fürs Kopfwaschen! ❤

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  6. hihihihiii!
    ganz ehrlich? bei solchen schlagzeilen geht mir regelmässig das messer in der tasche auf – nur leider fehlt mir das talent damit einen coolen post zu schnitzen – so wie du das tust! 🙂
    im prinzip zeigen diese auswüchse ja nur wie´s um uns bestellt ist. ich meine, wenn einer so´n mist verfasst, damit die werbung drumherum ihm geld bringt – dann ist ja davon auszugehen, dass sowas tatsächlich von vielen gelesen wird! und wenn die weiber sich auf DEM niveau bewegen – dann gute nacht emanzipation. deswegen wird das also nix mit der gleichberechtigung – es interessiert die damen schlichtweg nicht – stattdessen starren sie auf ihren nabel und reissen sich sonstwas raus damit irgendein typ anbeisst. und verwechseln niveau mit nivea ;-P
    mach bitte weiter mit rumgiften – ich hör auch nicht auf gegen konsumerismus, turbokapitalismus und umweltzerstörung zu motzen……
    blogs, die uns erklären, wie man devot auf dem designer-laminat rumkniet, gibts schon genug!!!
    viva la revolution! 😀
    xxxxxx

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    1. Da fällt mir nur ein: Niveau ist keine Hautcreme… 😆 Und ich verstehe das ja irgendwie. Ich freue mich ja auch, wenn ich irgendwem gefalle (vor allem mir selbst), aber wenn du all die Kunsstückchen durchexerzieren musst und dann noch diesen und jenen optischen Ansprüchen genügen sollst etc. blabla, dann wird’s mir auch zu blöd und ich bin froh und dankbar, nicht mehr 18 zu sein (wobei es für die Jungs auch nicht leichter ist, denn auch denen wird suggeriert, wie „ein echter Kerl“ zu sein hat). Dazu kommt, dass ich Menschen, die so krampfhaft gefallen wollen und stets bemüht sind, alles richtig zu machen, stinklangweilig finde. Im Gegenzug können die mich meistens auch nicht leiden, also sind wir quitt. 😉

      Vielleicht muss ich dieses Giftfeder-Ding für mich umetikettieren. Ich spritze kein Gift, sondern trete für eine Sache ein, die mir wichtig ist: das Gebrauchen des eigenen Verstandes oder so… na ich überlege mal. 😉

      Herzliche Grüße!

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  7. Ich kann das so gut nachvollziehen. Meine Texte würden auch zu 90% Gift spritzen, würde ich mich nicht zügeln. Aber ich hadere nicht damit, und ich lasse es gern raus. Warum eigentlich nicht öfter? Mir ist es egal, ob ich als verbittert abgestempelt werde. Besser als Feel-good Autor zu sein! (Wo ist dieses grüne Kotz-Emoji wenn man es mal braucht?)
    Und das fänd ich auch bei dir toll: Lass die Giftfeder doch ruhig weiter machen! Dosiert, aber immer mal wieder. Wie meine Vor-kommentatorInnen es auch schon gesagt haben: Es gibt viel zu viele Lemminge, Mitläufer, Ja-sager. Warum nicht den Finger in der Wunde ein paar Mal genussvoll herum drehen?
    Feel-good Themen haben uns dahin gebracht, wo wir heute sind. Die Frauenzeitschriften (und die bekloppten typischen Männerzeitschriften ja auch) sind Gehirnwäsche pur, und mittlerweile verachte ich Leute, die sich in diesem Umfeld als JournalistIn bezeichnen. Schreib-Darsteller würde wohl besser passen, oder?
    Ehrlich, vieles da draußen IST so bekackt! Es liegt NICHT an dir, du hast jedes Recht der Welt Gift zu verspritzen. Bitte, unbedingt!
    Liebe Grüße!

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    1. Das ist gut, dass du nicht mit dir hadest, denn deine „Gift-Texte“ lese ich gerne (die anderen allerdings auch). 😉 Was die Frauenzeitschriften angeht: Es gibt da, allerdings stark abhängig von der Zeitschrift, hin und wieder durchaus gute Texte – aber leider zu wenig. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt da nicht mehr. Wobei die Onlineableger der Zeitschriften wirklich übel sind und erstaunlicherweise werden die Posts (z.B. auf FB) doch rege kommentiert. Deprimierend, das. Andererseits: Warum wundert mich das? Schau dir doch das Fernsehprogramm an. So beknackt, dass die Glotze aus bleibt. Viel Zeit, um mal darüber zu meditieren, warum ich immer mit meiner Giftfeder hadere. 😉

      Lieben Gruß!

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  8. Ich frag mich ja immer noch, warum dir nicht längst eine Zeitung angeboten hat, eine Kolumne zu schreiben. Denn wenn ich auch nicht jeden deiner Texte kommentiere, gehören sie dennoch nach wie vor eindeutig zu den wenigen Texten, die mich oft auch nach dem lesen noch beschäftigen, amüsieren oder begeistert in die Hände klatschen lassen, denn – ja! genau so ist das wahre Leben (ohne Glitzer und Trallafiti 😉 ) und das dreht sich nicht nur um ein paar cm mehr oder weniger Bauchumfang oder um das Alter, auf das Männer stehen. 🙂

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    1. Die bieten nicht an, denen musst du die Redaktionstür eintreten – vermute ich. *hüstel* Ich habe es noch nicht ausprobiert. Vielleicht sollte ich weniger gegen Frauenzeitschriften ätzen, das könnte hilfreich sein. 😆

      Und das freut mich gerade sehr, dass meine Texte nachhallen – wie auch immer.^^ Bisweilen finde ich es wirklich ernüchternd, wie viel wirklich guter Content (neben all dem Schrott), zum Teil mit wirklich tollen Bildern unterlegt, ins Netz entlassen wird und das wird mal eben in wenigen Minuten konsumiert und zack… auf zum nächsten Blog/Magazin. Bisschen frustrierend und ich muss gestehen, dass ich da anders ticke. Die Posts, die ich wirklich mag oder die irgendwas in mir zum Klingen bringen, speichere ich mir durchaus ab und lese sie mehrmals. Von daher freut es mich sehr, dass auch einige meiner Texte nachwirken. 😉

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  9. Liebe Anna, zeitlebens bin ich zu Tode gelangweilt von sogenannten Frauenzeitschriften. Sie beleidigen meine Intelligenz und nicht nur meine.
    Es geht nicht um Frauen, sondern um die herbeigeschriebene Unfähigkeit von Frauen, sich allein die Wimpern zu tuschen.
    Ich sehe absolut keinen Sinn darin, so eine Zeitschrift aufzuschlagen. Selbst beim Arzt, wenn es schlimmstenfalls nichts anderes gibt, lese ich lieber in meinen eigenen Handlinien – was am Ende denselben Erkenntnisgewinn ergibt, nämlich keinen. Aber wenigstens werde ich nicht mit Nichtigkeiten belästigt.
    Mein Rat: Sonntags die FAS, die Woche über eine einigermaßen vernünftige Tageszeitung und ansonsten gute Bücher. Kennst du Fay Weldon?

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    1. Kenne ich. Fay Weldon schreibt großartig, habe drei Bücher von ihr gelesen. Und fand mich anschließend immer in einem „schwarzen Loch“ wieder. Wir können offenbar nicht miteinander, die Frau Weldon und ich. Aber für den Hinweis auf Goldt und Kaminer bin ich dir wirklich dankbar! 😉

      Nachtrag: Deine Sicht auf Frauenzeitschriften… möglicherweise hast du da gerade treffend formuliert, was mich unterschwellig stört.

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  10. Punkt 1: Ich LIEBE Max Goldt – würde Max Goldt mir versprechen, jeden Tag einen Text für mich zu schreiben, würde ich mich sofort scheiden lassen!

    Punkt 2: Wer schreibt für solche Frauen Magazine? Ich hab’s mal gemacht 😉 Und ich kann dir verraten, ich habe dort sehr viele coole Frauen kennengelernt, so dass ich mich gewundert habe, warum nicht auch Frauenzeitschriften cooler sind. Warum? Weil das keiner lesen will. Wir hatten eine große Reihe zum Thema Alkoholismus bei Frauen und Ko-Abhängigkeit und was wurde geklickt? „Was ich Nagellackfarbe über sie aussagt“.
    Aber braucht es überhaupt ein cooles Frauenmagazin? Kann die coole Frau nciht lesen was sie will? Eine Frauenzeitschrift lebt vom Klischee, weil das Wort ansich ja schon Männer und Frauen kategorisiert.

    Punkt 3: Gift macht einfach mehr Spaß. Also weiter so 😉

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    1. Punkt 1: Herr Gold dürfte sich freuen, das zu lesen.

      Punkt 2: Ich auch mal. 😉 Aber „nur“ online als Freelancer für eine Agentur und später einige Zeit direkt für eine große Frauenzeitschrift. Da war an solche Texte, wie sie heute mittlerweile online zu finden sind, nicht zu denken. Es ging um Inhalte, nicht um Clickbaiting. Und dann kamen die ersten Listen mit den Keywords, aufgrund derer irgendjemand im Magazin aufschlug und die hatten nichts, aber auch gar nichts mit diesem Magazin oder der Zielgruppe zu tun. War aber egal. Ab sofort bekamen diese Keywords eigene Texte, in denen sie mit einer Quote von 3-5% aufzutauchen hatten. Das ging nicht lange gut und die Texte waren beschissen. Zum Glück stand mein Name nicht drüber. Wer braucht so ein cooles Frauenmagazin… gute Frage. Glaube, aus dem Grund fing ich an, Blogs zu lesen. 😉

      Punkt 3: Hm. Vielleicht etikettiere ich das um. Und nenne es nicht mehr „Gift“. Sondern… „Stellung beziehen“ oder „Meinungsäußerung“. Und setze evt. einen Warnhinweis drunter, etwa: Wer sich von diesem Post persönlich angesprochen/angegriffen fühlt, sollte sich fragen, warum das so ist. Denn beim Schreiben hatte ich in erster Linie mich selbst im Kopf – so egoistisch bin ich. 😆

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  11. Nur lesen, worüber ich mich nicht aufrege – ich kann das nicht. Ich lese kreuz und quer und überall. Und ich WILL mir das auch nicht verbieten – auch wenn der Blutdruck das eine oder andere Mal steigt. Der ist eh zu niedrig 😉

    Ich kann nicht raus aus meiner Haut, egal ob im Beruf oder auf dem Blog. Ich lese/höre und wenn ich gequirlte Kacke lese/höre, dann sage ich das laut. Das bringt ganz sicher nicht immer Applaus. Im „richtigen Leben“ bringt das den Ratsherren, der meine sofortige Entlassung fordert. Auf dem Blog bringt das Leser, die mich für völlig bescheuert halten, „weil man sowas nicht liest“. So what? Ich bin noch nicht entlassen und komischerweise wird die Blog-Giftbratze zwar nicht geliebt, aber scheinbar ungeheuer gern gelesen. Da ich mich selbst ziemlich gern hab, komme ich mit Liebesentzug von Lesern oder Nicht-mehr-Lesern ganz gut klar.

    Ich mag Menschen, die Stellung beziehen. Zeigt es doch, dass des Denkens mächtig sind. Es gibt viel zu viele Zeitschriften (aber auch Blogger) die Hirn gegen Cremetopf tauschen. Und wenn jemand ihre Fähigkeit zu denken so amüsant und lesenswert zu Papier/Tastatur bringt, dann freu ich mich 🙂

    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Ich kann ein bisschen anders. In begrenztem Rahmen. Ich meide bespielsweise zu 99% die Kommentarstränge verschiedener Sozialer Netzwerke und Onlinemedien, so lernefähig bin ich. Allerdings leide ich an einer schweren Form der „Verarsch mich nicht“-Allergie, die bereits bei einer homöopathischen Dosis des Allergens anschlägt und da kann ich durchaus recht biestig werden, wenn man mich in irgendeiner Art und Weise für blöd verkaufen möchte. Das ist allerdings meiner persönlichen Geschichte geschuldet und ganz ehrlich: daran möchte ich auch nichts ändern. Es hat mich verdammt viel Arbeit gekostet, so „klarsichtig“ zu werden, wie ich es jetzt bin und den Mut aufzubringen, die Dinge zu benennen – da werde ich den Teufel tun, mir jetzt wieder den Mund verbieten zu lassen. Dann gibt es eben Menschen, die mich nicht leiden können. Das ist nichts Neues. 😆 Ich nehme mir ja auch die Freiheit, jemanden nicht leiden zu können – wozu du übrigens nicht gehörst. *g*

      Und nachdem ich bin bisschen in mich gegangen bin, denke ich mir auch, dass es zum einen nicht möglich ist, ALLES zu meiden, was die Laune runterzieht – da bleibt ja dann echt nur ein Dasein als Eremit ohne W-Lan – und zum anderen ist es auch nicht sinnvoll. Wollte gerade lang und breit zu einem Kommentar ausholen, aber nö. Ich werde das in einem Post verwursten. Bin gerade in der richtigen Laune, das zu tun…

      [Oh Gott, wie werde ich dieses Kopfkino los? Tausche Hirn gegen Cremetopf… die Bloggerwelt als Comic… das könnte unterhaltsam werden. Wenn ich gut zeichnen könnte, wäre das ein spannendes Projekt und ich selbst wäre der Revolverheld: Klick. 😎 ]

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