Glitzer, glitzer, trallala…

#kann Spuren von Ironie enthalten

Mit all der Konsequenz, die ein inkonsequenter Mensch besitzt, habe ich vor einiger Zeit den Frauenzeitschriften abgeschworen [Übersetzung: Es gab ein paar Rückfälle, über die ich hier aber nicht weiter reden möchte]. Seither lese ich meine Bücherregale leer – ein hoffnungsloses Unterfangen, da ich aus Angst, über Nacht zu verblöden, ja ständig für Nachschub sorge – und schränke parallel dazu meinen Social-Media-Konsum erheblich ein. Das ist nötig, denn sobald ich meine zwischen die Buchdeckel gepresste Welt verlasse, bekomme ich die Krise.

Offenbar schlägt die Welt, die wir uns selbst geschaffen haben, mittlerweile vielen von uns massiv aufs Gemüt und das ist natürlich ein gefundenes Fressen für diese kleinen Chakka-Schleudern, die uns mit Lebensweisheiten to go erfreuen und uns für umme erklären, wie der Hase läuft obwohl er doch eigentlich hoppelt. Vermute, dass fleißige Heinzelmännchen über Nacht sämtliche Lebenshilferatgeber eingescannt und neu zusammengewürfelt haben, so dass nun fröhlich mehr oder weniger verhackstückte Weisheiten durchs Netz poltern, um in diversen Onlinemagazinen und sozialen Netzwerken wieder aufzuploppen.

Ich mag einige dieser Motivations- und Sinnsprüchlein durchaus wäre bei meinem Instagramauftritt ja auch absurd, anderes zu behaupten und ein Zitat von Diane von Fürstenberg strahlt mich seit geraumer Zeit jedes Mal an, wenn ich den Laptop hochfahre. Nämlich: „I never knew what I wanted to do, but I always knew the kind of woman I wanted to be.“ Spricht mich sehr an – ich wusste bisher ja nur, welche Art von Frau ich nicht werden wollte! Idiotischer Anfängerfehler, wirklich saublöde. Kein Wunder, dass mich Sheryl Sandberg (Lean in) und Sophia Amoruso (#Girlboss) vom Bücherregal herab ein bisschen mitleidig anschauen.

Da ich also im Rahmen meiner Möglichkeiten durchaus bemüht bin, die Art von Frau zu werden, die ich sein kann möchte, bin ich hinsichtlich motivationslastiger Sprüchlein und Texte überdurchschnittlich tolerant. Irgendwann isses aber auch mal gut. Nämlich dann, wenn ich – sobald ich „das Netz“ aufsuche – von einer Flut von infantilen Banalitäten überschwemmt werde, die ein Vorschüler nicht besser hätte formulieren können. Das nervt mich – vor allem dort, wo es nichts zu suchen hat. Es nervt mich sogar so sehr, dass ich mich neulich schwer aufschieberitisgebeutelt dort rumtrieb, wo niveauvolle Unterhaltung vong der Wahrscheinlichkeit her jetzt eher nicht zu finden ist, man aber wenigstens auch  nicht mit Motivationssprüchlein malträtiert wird.

Nichts gegen entsprechend gelagerte Onlinemagazine oder Blogs, die ich selbst sehr gerne aufsuche, wenn ich mal wieder einen motivierende Tritt in den Allerwertesten brauche. Wenn allerdings ein Onlinemagazin, das sich selbst als Lifestyle-Business-Plattform für Frauen bezeichnet, auf diesen „Pippi Langstrumpf reloaded“-Zug aufspringt und es im „Verlass die Komfortzone“-Artikel heißt: „Streu überall Glitzer drüber“, dann frage ich mich schon, ob es da jemandem ins Hirn geglitzert hat. Man muss nicht mit mir reden, als wäre ich eine Siebenjährige – ich ertrage die Realität auch ohne Glitzer. Und wenn ich „Glitzer, glitzer, trallala“-Posts lesen möchte – was hin und wieder durchaus der Fall ist – dann surfe ich gleich meine Spezialisten an, die dieses Glitzerding so überzeugend vorleben, dass sogar ich mir eine Tonne Glitzer kaufen möchte und anschließend für mindestens 10 Minuten von meiner eigenen Großartigkeit überzeugt bin und mir auf Knien dafür danke, dass ich ich bin und nicht… na wer auch immer.

Nicht minder inhaltsoriginell zeigte sich vor einiger Zeit das eigentlich ganz nette vernünftige Onlinemagazin, das gerne mal in Richtung „Flow“ und „Slow“ ätzt. Und auf dem mir dann ein Clip unterkam, den die Flow nicht schöner hätte fabrizieren können. Ihr möchtet euer Leben erträglicher gestalten und nicht mehr so gestresst sein? Nun, das geht so: Studiert den Sitz in der U-Bahn, zählt die Locken der Dame vor euch und drückt eure Lieben ganz fest … hach ja… und schwupps seid ihr wieder geerdet und entstresst. Und jetzt gönnen wir uns einen quietschbunten Lolli, schaukeln eine Runde oder bürsten uns gegenseitig die Haare und freuen uns darüber, dass sich Probleme so schnell lösen lassen. Yeah. Wat bin ich wieder garstig heute… das passiert mir immer, wenn ich mein Takka-Tukka-Land verlasse und all diese vom Leben desillusionierten Menschen sehe, die einfach nicht raffen, dass sie nur ein bisschen mehr Glitzer und Achtsamkeit brauchen…

Ich gehöre ja durchaus zu denen, deren Glas eher halb voll ist. Und ich bin überzeugt von dem, was Neurowissenschaftler immer wieder verlauten lassen, nämlich dass die Inhalte unserer Gedanken unsere Wahrnehmung verändern, woraus folgt, dass die, die ständig negativ gepolt sind, die Welt durch einen entsprechenden Filter wahrnehmen und über kurz oder lang zum motzenden Miesepeter werden, der das Glück nicht mal dann erkennt, wenn es ihm mit Anlauf ins Gesicht springt. Aber: Streu Glitzer drüber, spiel ein bisschen Pippi Langstrumpf und schon ist die Welt deine kleine Villa Kunterbunt? Na wenn das so einfach wäre, dann wäre die Welt voll mit gechillten DIY-Cracks, die malend, töpfernd oder Bäume umhäkelnd ihre Villa Kunterbunt gestalten und der Flow ein Interview geben.

Oder mit Badass-GirlsWomen und #Girlbossen, deren Hauptbeschäftigung es ist, den eigenen Erfolg social-media-tauglich in Szene zu setzen und uns Honks – irgendwann dann allerdings nicht mehr für lau – das Geheimnis zu verraten, welches auch uns zum Badass-Boss-Super-Chakka-Girl werden lässt. Ganz wichtig: Ignoriert zwecks persönlicher Strahlkraftoptimierung unbedingt die Nachrichten [alles Lüge, die Welt ist schön!], meidet Zeitungen [noch mehr Lügen! Es ist unfassbar!!!], besucht niemals Menschen in Pflegeheimen [so viel Elend, hoffentlich ist das nicht ansteckend oder hinterlässt Flecken auf der edlen Couture…] und – ganz wichtig! – geht um Himmels willen immer mit Scheuklappen durch die Stadt oder zieht am besten gleich in ein kleines Kaff [vielleicht auf eine Hallig?!], in dem niemand weiß, wie man Obdachlosigkeit, Armut oder ähnlich unschöne Dinge buchstabiert – dann habt ihr ziemlich gute Chancen, dass euch nichts und niemand runterzieht. Und wer nicht mitzieht, hat einfach nur nicht gecheckt, wie das Leben läuft – ihr hingegen hüpft leichtfüßig wie ein Eichhörnchen auf Speed durch eure fluffigen Tage und lacht alle Probleme einfach weg. Yeah. Party on! Noch’n Lolli?

Möglicherweise, aber das ist nur (m)eine Vermutung, verhält es sich mit diesem „Chakka“-Geseiere so ähnlich wie mit Pralinen. Ein paar davon sind lecker und wirken stimmungsaufhellend, alles andere führt zur üblen Magenverstimmung oder zum Seelenkater. Weil es zu kurz greift. Und ignoriert, dass sich das Leben manchmal einfach nicht darum schert, was wir wollen, auch wenn wir noch so sehr auf ringelsockentragende und bezopfte Sonnenkönigin machen, die doch scheinbar ein Anrecht darauf hat, vom Leben nur das Beste zu bekommen. Vielleicht ist es mal Zeit für eine facettenreichere Realität. Und zwar für eine, die uns nicht mit einer Schlagzeile à la „Wir sind unperfekt – na und?“ ködert und uns dann eine ungeschminkte Julia Roberts oder Megan Fox vor den Latz knallt. Und vielleicht ist es auch mal Zeit für die exzessive Verbreitung anderer Lebensweisheiten. Etwa „Realität ist das, was übrig bleibt, wenn der Glitzer ab ist.“ Oder: „Realität musst du nicht auf Instagram suchen – schau einfach mal in der Bahnhofsmission oder im Sozialkaufhaus vorbei.“ Und nein, all jene, die es dorthin verschlagen hat, müssen nicht nur ein bisschen mehr an ihrem Mindset arbeiten und überall Glitzer draufstreuen …

Ich bin ja sehr dafür, nicht pessimistisch den Kopf hängen zu lassen. Aber dieses Glitzergeschwader mit „Pippi Langstrumpf“-Attitüde nervt mich. Wahrscheinlich bin ich dieser Kleinmädchenphase einfach entwachsen, was bitte nicht mit Desillusionierung gleichzusetzen ist. Manchmal ist es – bei allem Bestreben, die beste Version von uns selbst werden zu wollen – vielleicht sinnvoll, erstmal das zu akzeptieren, was gerade ist. Wozu auch gehört, das zu akzeptieren, was vorerst eben nicht ist und möglicherweise auch nicht sein wird – vielleicht sogar nie. Der Rest wird sich finden. Irgendwie und irgendwann. Aber da braucht’s mit Sicherheit ein bisschen mehr, als nur ein paar „You go, girl!“-Sprüche und ein bisschen Glitzer. Chakka…

 

Fröschli

 

Fotocredits: pixabay/pexels

23 Kommentare zu „Glitzer, glitzer, trallala…

  1. *streich übern kopf***
    (sonore stimme): entspann dich… irgendwas müssen die ja schreiben… für leere files kriegen die ja keine werbeverträge…. und mit schlichten „lebensweisheiten“ kriegt man die meisten leser…..
    ;-DDD
    so.
    natürlich ist niemand dran interessiert die menschheit wirklich zu erleuchten. weil dann würde ja keiner mehr den ganzen plunder kaufen, alle mal endlich eine vernünftige regierung wählen – ach was – gleich eine ganz neue art den laden zu organisieren, ohne behördenwasserkopf und industrielobby. strom, gas, wasser und ähnliche lebensnotwendige grossbetriebe werden verstaatlich – genau: volkseigentum! – keiner bekommt soviel macht dass er sich persönlich bereichern kann…….
    dann wird noch die lüge abgeschafft dass frauen soooo aaanders sind als männer (sollen männer eigentlich auch mit flitter um sich werfen, in diesen ratgebern die du da so liest???) – und auch der bürgerliche schwindel, dass man als frau nur eine daseinsberechtigung hat, wenn man geradezu narrisch auf kinder ist, wird auf den müllhaufen der geschichte gekarrt. genauso wie die angeblich angeborene opferbereitschaft der weiber.
    ausserdem: es wird wieder respektiert! die anderen, vor allem die natur, sich selbst.

    eine person, die sich selbst respektiert, wird einen teufel tun und sich glitzer überstreuen – ausser an sylvester!

    schön weiterschimpfen – steter troppen höhlt den stein 😀
    xxxxxx

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    1. Keine Ratgeber – ich war online unterwegs, in Sozialen Netzwerken, aber nicht nur dort und die Online-Magazine, in denen ich das aufgeschnappt habe, verstehen sich eben explizit nicht als „Ratgeber-Glitzer-Trallala“-Gedöns, die nehmen sich sehr ernst. Das finde ich komisch. Und die Sache mit dem Respekt gefällt mir ausnehmend gut. Sich selbst respektieren. Andere respektieren und da ist es für mich erstmal (fast) letztrangig, was für Klamotten sie tragen –
      es sind Menschen und wenn sie sich mir gegenüber fair u. respektvoll benehmen, habe ich keinen Grund, es nicht ebenso zu tun. Gestern diesbezüglich einen Post nebst enstprechender Kommentare gelesen und mich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder dafür geschämt, dass ich mich u.a. auch für Klamotten interessiere (und nein, kein Hinweis von mir auf diesen Post) und festgesellt, dass ich mit solchen selbsternannten Hütern des guten Stils nichts zu tun haben möchte.Ich verabscheue Engstirnigkeit mehr als komische Klamotten. (Sorry, hab Hals heute morgen – aber manche Dinge treiben mich schneller auf die Palme als dieses Glitzer-Gefasel. 😉 )

      LG Anna

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      1. nicht schämen weil du dich für plünnen interessierst – oder für einhörner oder erdbeerkuchen 🙂 wer das thema klamotten nutzt um andere runterzumachen wird schon sehen was er davon hat – what goes around comes around….
        gräm dich nicht. freu dich über deine eigenen klamotten und die der anderen. und über schicke schuhe und handtaschen. wenn dich das froh macht ist es richtig. weil frohe menschen brauchen wir hier!
        xxxx
        p.s.: klitzekleinen hinweis?? vll. verteile ich mal ein paar virtuelle watschen – auch ich bin nur schwaches fleisch ;-P

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        1. Ich bin ein Gänseblümchen. Ein Gänseblümchen [Klick]… *ommm* Ich konzentriere mich  nur auf das, was mich nicht stresst. Was interessiert mich mein Geschwätz aus dem Post. 😎

          Und richtig: Mehr glückliche Menschen braucht die Welt – wie willste sonst andere aufmuntern, wenn du selbst wie ein nasser Wäschesack in der Ecke hängst? 😉

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  2. Glitzer übers Haupt zu streuen mag ja auf den ersten Blick selbst für Business-Online-Magazine total gut funktionieren. Dumm nur: Nach der nächsten Dusche hängt der Glitzer überall rum, wo er nicht hingehört und du schrubbst dir nen Wolf, um den wieder wegzukriegen. Wobei – in der Villa Kunterbunt hat man für so profane Probleme vermutlich Personal 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

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  3. Ja, sehr gut gesagt! Auch ich will eine Mischung aus Glitzer und Ernsthaftigkeit! Ich gebe zu, dass ich fast mit der ganzen deutschen Frauen-Magazinwelt schon seit Jahren auf Kriegsfuß stehe, weil ich mich von ihnen systematisch unterfordert fühle.
    Ich investiere mein Geld inzwischen lieber am Kiosk in Italien. Modemagazine dort: halb so teuer, viermal so dick (weil mehr Werbung, die aber bei Mode auch sehr interessant ist). Neben den neuen Anziehtipps auszugsweise folgende Inhalte: ein drei Seiten langes Feature über Simone Veil, das hauptsächlich aus Text besteht (kleine! Buchstaben!), eine fünf Seiten lange Reportage über Frauen, die in Mossul dringend benötigte Hilfe leisten (mit Fotos) und eine Reportage über eine Non-Profit-Organisation, die jungen Mädchen weibliche Vorbilder für ihre Träume (Chirurgin, nicht Model) bieten möchte.
    Wenn mir ein Magazin diese Mischung in Deutschland bieten könnte, wäre ich sofort Abonnentin. Stattdessen gibt es immer wieder die neuesten „Places to be“, schamlose Produktwerbung und viele Wohlfühltipps mit Glitzer. Nicht mein angestrebtes Frauenbild. Und im Internet ist es nicht besser.

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    1. Na wenn das kein Grund ist, um italienisch zu lernen, damit hatte ich eh schon mal geliebäugelt… 😉 Und abonnieren möchte ich momentan echt gar keine Zeitschrift mehr. Hin und wieder bekomme ich einen Flitz und kaufe mir mal wieder irgendein Magazin und kurz darauf fällt mir ein, warum ich nur noch Bücher lesen wollte. Es sind ja durchaus mal 1-3 interessante Artikel drin (abhängig von der Zeitschrift), aber das ist einfach zu wenig bei dem Preis und der Masse an Werbung. Und online ist es fast noch schlimmer – die Websites der einzelnen Magazine sind zum Teil unlesbar – aber dazu schreibe ich demnächst noch was. Vielleicht bin ich als Leserin einfach zu… kompliziert… ich weiß es nicht…

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      1. Fremdsprachenkenntnisse erweisen sich manchmal auf völlig unerwartete Weise als nützlich. 🙂
        Ich glaube übrigens nicht, dass wir als Leserinnen zu kompliziert sind. Vielleicht nur als Zielgruppe zu klein. Oder eben schwieriger zu bedienen, weswegen die Magazin-Macher sich lieber auf den anderen Weidegründen tummeln.

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        1. Das mag wohl sein, dass wir als Zielgruppe zu klein sind. Vom Fernsehprogramm fühle ich mich auch nur noch selten angesprochen (immerhin gehöre ich zu denen, die Fußball schauen, anderenfalls hätte ich das Ding nur noch, damit ich hin und wieder meine DVDs anschauen kann) und nun kicken mich die Zeitschriften raus. Na bitte. Lese ich eben Bücher und träume vor mich hin. 😉

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  4. Ach Anna, ich versteh‘ Dich so gut und gehe mit den Kommentaren der Frau Bahnwärterin absolut konform.
    Du bist halt auch eine von denen, die weiter denken und auch um die Ecke denken können – dann gibt es die – und man könnte meinen, sie wären in der Überzahl – die nicht so weit denken und glauben, ihre oberflächlichen Lösungen seien für jedes Problem geeignet. Stichwort „man muss nur wollen“. Na klar.

    Deinen letzten Absatz mit der Akzeptanz unterschreibe ich voll und ganz. Und dieses „You go girl“ hat mich jetzt an eine ehemalige Kollegin erinnert – Christina, Ende 40, Amerikanerin. Die hatte das auch drauf – You go girl! Wie oft ich das gehört habe – noch ein bisschen weiter Clara, noch länger, noch härter arbeiten, noch mehr…. Und dann schwupps – Clara quasi kaputt und „You go girl“ verstummte – ich habe nie wieder was von ihr gehört, nachdem ich krank wurde. Aber ich bin mir sicher, sie hat die Karriere gemacht, von der sie träumte 😉

    Fühl Dich gedrückt, wenn Du magst.

    Lieben Gruss
    Clara

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    1. Na ja, wenn ich denken würde – oder so denken würde, dass was Gescheites dabei rauskommt – würde ich wohl alle Klassiker lesen, mir ein Abo für die Oper zulegen (*würg*) und andere, den Geist erfreudende Dinge tun, anstatt Frauenmagazine zu kaufen und mich dann darüber zu wundern, dass da (zum Großteil) nur Blabla drinsteht. Und das nicht zum ersten Mal. Es ist, als würde ich mir nen Goldfisch zulegen und ihn dann zur Sau machen, weil ihm auf ihm nicht durch den Wald galoppieren kann. 😆

      Dieses „Du musst es nur wollen und noch ein bisschen härter arbeiten…“ nun ja… einerseits ja richtig, aber andererseits eben auch absoluter Bullshit, den du so nicht verallgemeinern kannst… Und vielleicht ist es das, was mich am meisten nervt: diese Verallgemeinerungen und all die Gurus, die das vermeintliche Patentrezept in der Tasche haben. Vielleicht sind sie mit ihrem Rezept ja durchaus erfolgreich geworden, nur kannst du das eben nicht jedem überstülpen. Und es ist auch erschreckend, wie viele vermeintliche „Fachleute“ dir für viel oder ein bisschen weniger Geld unter die Arme greifen wollen und bei denen ich mich kopfschüttelnd frage: Und was genau qualifiziert dich jetzt, dich als Fachmann aufzuspielen? Zu viel Größenwahn unterwegs. Sollte ich mir dringend ne Scheibe von abschneiden… 😉

      ❤ lichen Gruß und ein schönes Wochenende für dich!

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  5. „Niemand nennt mich eine feige Sau!“ – hängt als Karte schräg über meinem Schreibtisch. Filme sind halt wichtiger als Glitter 🙂

    Warum machen wir nicht alle zusammen ein Frauenmagazin? Mit Glitzer UND Bahnhofsmission. Weil Menschen halt sehr ambivalent sein können.

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    1. Aaaah…. „Zurück in die Zukunft“ habe ich ja auch in meiner DVD-Bibliothek gespeichert. Geht immer. Macht immer gute Laune. Doc Brown ist mein Held. Was die Frauenmagazine angeht: Gab’s da nicht welche, die den Anspruch hatten, es eben anders zu machen und die alle schon wieder weg sind? Zumindest an ein Revival der Allegra erinnere ich mich (fand ich nicht mal so übel und habe sie auch gekauft, alleine schon aus nostalgischen Gründen), die hat aber auch nur ein Jahr überlebt. Denke, die Online-Konkurrenz ist einfach zu groß und da liest du alles für lau… eines Tages bricht und diese Umsonst-Mentalität noch das Genick…

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  6. Sagen wir mal so: An diesen Lebensweisheiten ist was dran. Man darf sie nur nicht als allein seeligmachend werten und sie zum Credo des eigenen Lebens erheben. Die Ansätze sind schliesslich richtig, kommt einfach drauf an, was man draus macht! Eine positive Lebenseinstellung mit der Maxime „Ich schaffe das!“ bringt einem vorwärts und beschwingt einem bestimmt mehr, als andauernd den Kopf hängen zu lassen und vom Gegenteil überzeugt zu sein. Aber man sollte bei diesem ganzen Euphorismus die Realität und vor allem die eigenen Möglichkeiten nicht aus den Augen lassen. Und was IMMER ebenso wichtig ist: Sich nicht zu viel vornehmen oder sich vor allem nicht einreden lassen, dass dieses und jenes in einem Leben errreicht werden sollte, damit man es als ein erfolgreiches und glückliches bewerten kann. Viele kleine Erfolge im Leben wiegen viel, überdimensionierte, die man andauernd anstrebt und schlussendlich nie erreicht, frustrieren auf Dauer total.
    Es kann nicht schaden, sich ab und zu ein wenig Glimmer aufs Haupt zu streuen; das eigene Selbstwertgefühl möchte ja schliesslich auch ein wenig betüddelt werden! Aber Glimmer über alles zu schmeissen, mit dem man sich eigentlich bloss nicht beschäftigen möchte, weil es anstrengend ist und unbequem und auch mal ernüchternd sein kann, das ist mit Sicherheit der falsche Weg. Und Selbstbetrug noch dazu.
    Aber ich sag ja immer: Jeder, wie er möchte. Das kann und muss ich akzeptieren. Ich erwarte ja schliesslich auch, dass man mich, meine Werte und Ansichten billigt. Ob notorisches Glimmerschmeisser allerdings von Erfolg gekrönt ist …..wer weiss das schon so genau? ;oD
    Hummelzherzensgrüsse!

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    1. Dein letzter Absatz: „Jeder, wie er möchte. Das kann und muss ich akzeptieren. Ich erwarte ja schliesslich auch, dass man mich, meine Werte und Ansichten billigt.“ Genau das – und das ist es auch, was mir mal kurz abhanden kommt, wenn ich Posts wie diese schreibe. Allerdings ist es ja auch ruinös und blogversenkend, wenn man voll mit sich im Reinen ist, worüber schreibste denn dann? Arschkarte, wenn du besser giftbratzen, als kochen, backen oder handarbeiten kannst. 😆

      Und sonst unterschreibe ich deinen Kommentar. Mal wieder. Natürlich haben diese Sprüchlein ihre Berechtigung und natürlich ist da auch was dran. Es hängt eben nur wieder davon ab, was du daraus machst und das, was online daraus gemacht wird, ist mir zu simpel. Wenngleich man jetzt natürlich darüber streiten könnte, warum es eben nicht simpel sein darf. *g* Es gibt ja durchaus Verfechter der Theorie, dass das Leben einfach sein darf/einfach ist und dass wir einfach nur hier sind, um Spaß zu haben. Ich habe mich dieser Theorie immerhon schon mal dahingehend angenähert, als dass ich nicht mehr jedes Buch sofort zuschlage, in dem das behauptet wird. Glaube, ich muss mal wieder Osho aus dem Bücherregal kramen. Über den kann man ja sagen, was man möchte, aber mich erdet er, wenn ich zu sehr im Oberstübchen unterwegs bin. 😉

      Herzliche Grüße zurück!

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      1. Nüjaaaa. Ich denke, wer nach diesen Lebensweisheiten lebt und auch noch denkt, dass sie sich in jedem Fall bewahrheiten, den wird das reale Leben früher oder später sowieso auskurieren! ;oD Und ich bin ja eine grosse Verfechterin des einfachen Lebens, allerdings unter anderen Vorzeichen, *gg*. Eine gutes Mass an Leichtigkeit im Leben kann nicht verkehrt sein, aber wie ich schon schrieb: Man sollte dabei den „Ernst des Lebens“ nicht aus den Augen verlieren. Im Sinne von: empathisch und realistisch zu bleiben und die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Dann ist alles okay!
        Ach, und wer ist dieser Osho?
        Drüüücker!

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        1. Das ist Lebenskunst, Frau Hummel. Die nötige Leichtigkeit an den Tag legen, dabei aber den Ernst des Lebens nicht aus den Augen verlieren… 😉

          Osho? Freigeist, Querdenker, cleverer Geschäftsmann – wenn man ihn positiv betrachten möchte – aber das ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Nämlich der, der mir reicht, da ich nur drei Bücher von ihm besitze und es dabei zu belassen gedenke. 😉

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  7. Und darum konsumiere ich seit einiger Zeit nur noch ab und zu Zeitschriften, in denen es jede Menge leckere Rezepte samt dazugehöriger Deko gibt. Wie man an meinem momentan brach liegenden Blog erkennen kann, bin ich von dieser oberflächlichen „gscheidwascheligen“ dahin dümplenden Glitzer-Glitzer Erdbeerwelt sowas von genervt. Ergo lese ich schon seit Wochen keine Onlinemagazine bzw. bestimmte Foren, sondern beschränke mich auf 400 Seiten Buchwälzer. Auf Instagram verfolgen einen diese notorischen Glitzerwerfer sowieso noch täglich.
    Grüße aus den Bergen Österreichs *winks*

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    1. Die Buchwälzer stehen hier auch gerade hoch im Kurs. Philippa Gregory treibt sich mal wieder am englischen Königshof rum und dazu habe ich gerade die Biographie von Coco Chanel am Wickel („Die Kunst, Chanel zu sein“) und auch die (Plural) von J.K.Rowling. Und noch ein paar andere Bücher. Ich habe doch gar keine Zeit, mich online mit dem zu befassen, was mich nervt. Vielleicht sollte ich mir mal ein paar Scheuklappen basteln… aber mit viel Glitzer. 😆

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