How to be angezickt.

#kann Spuren von Ironie enthalten

#(k)eine Rezension

Oder: Sind wir nicht alle Französinnen? [Wobei… wollen wir das überhaupt sein?] Was passiert, wenn frau, also ich, zu viele Style Guides oder ähnlich gelagerte Bücher liest, die sich damit beschäftigen, „der Französin“ ein Denkmal zu bauen, nur weil sie eine Französin ist? Dann übernimmt frau, also leider auch ich, irgendwann unweigerlich ein paar Verhaltensweisen ihrer Idole, die sie – man kann es gar nicht oft genug erwähnen, weil es so absurd ist, dass man es eigentlich niemandem erzählen darf – lediglich deshalb „vergöttert“, weil sie eben nicht in Sindelfingen, Brunsbüttel oder Castrop-Rauxel geboren wurden, sondern in Frankreich. Oder noch besser: in Paris!  Widmen wir uns deshalb erstmal dem Berliner Stil, der perfekt in diesen Post passt. Versteht ihr nicht? Macht nichts, das kommt noch. Versprochen.

In der Einführung „Die neue Berlinerin“ heißt es:

Die meisten Berliner sind „Zugezogene“. So wie ich […]

Ach ja, ist das so? Und nun soll ich mir  *arroganter Zickenmodus an* von einer Zugezogenen [sorry, ICH habe das nicht ins Spiel gebracht, hätte ich von mir aus auch nie getan!] erklären lassen, wie „wir Berliner“ modisch ticken? Wobei es ja genau genommen schon absurd ist, „die Berlinerinnen“ [Hallo?! 12 Bezirke und 96 Stadtteile – ein hehres Unterfangen, da einen Stil rauspressen zu wollen!] überhaupt alle über einen Kamm scheren zu wollen. Aber ich will und kann in diesem Punkt nicht kleinlich sein, da ich ja eben alle Stil-Ratgeber, in denen „die Pariserinnen“ – ach was, „die Französinnen“, und zwar alle! – über einen Kamm geschoren werden, inhaliere. Wer im Glashaus sitzt und so…

Allerdings darf ich wohl durchaus ein bisschen biestig werden, wenn ich erfahre, dass ich Frau Taschens Style Guide zufolge gar keine echte Berlinerin bin [und glaubt mir: nach 45 Jahren, in denen ich mich für eine hielt, ist das ein echter Schock! Mir hat ja nie einer was gesagt! Mannmannmann… Gut möglich, dass ich ein sehr persönliches Buch schreiben muss, um dieses Trauma zu verarbeiten!] und das nicht nur, weil „die Berlinerin ungeschminkt aus dem Haus geht, allenfalls roten Lippenstift trägt und ihr blond aus der Sprühflasche kommt“.

Blond? Roter Lippenstift? No Make-up? Oha. Nachtigall, ick hör dir trapsen. Habe nach dem ersten Durchblättern eigentlich keine Lust mehr, das Buch überhaupt noch zu lesen, tue es aber trotzdem, weil ich es bezahlt habe [warum eigentlich?! Andere bekommen Rezensionsexemplare!]  und wenigstens mal einen Blick reinwerfen möchte.

Berliner Chic vs Pariser chic. Oder: Déjà-hä?

Beim ersten Durchblättern mit Blick auf die Kapitelgestaltung gibt’s gleich mal ein Déjà-vu:

  1. Der Berliner Stil – ein modischer Leitfaden (S. 6 – 108)
  2. Natürlich schön! (S. 108 – 132)
  3. Die Berlinerin zuhause (S. 132 – 170)
  4. Angelikas Berlin (S. 170 – 229)

Habe ich doch so in der Art alles schon mal gelesen?! Natürlich. Nämlich im „Pariser Chic“ von Inès de la Fressange, die ihrerseits alle Pariserinnen in einen Sack steckt:

  1. Was trägt die Pariserin? (S. 9 – 115)
  2. Wie pflegt sich die Pariserin? (S. 115 – 129)
  3. Chez moi – die Pariserin zuhause (S. 129 – 161)
  4. Ines‘ Paris (S. 161 – 233)

Keine Frage, das Buch von Inès de la Fressange ist höchst inspirierend und ich mag es gerne. Sehr gerne. Aber die Ähnlichkeit dieser beiden Bücher ist schon frappierend, um nicht zu sagen: ärgerlich. In weiten Teilen könnte man statt „die Berlinerin“ einfach „die Pariserin“ einfügen,  die Markennamen ändern sowie aus dem „Radfahren“ (angeblich typisch für Berlin) ein „zu Fuß gehen“ (angeblich typisch für Paris) machen und schon hätte sich die Berlinerin in eine Pariserin verwandelt. Ich verdeutliche das mal anhand einiger Beispiele die diesem Post dann auch den nötigen Mehrwert verleihen.

Lustiges Namedropping: Basics in Berlin u. Paris

Was die Basics angeht, muss es – vor allem in Berlin! – die richtige Marke sein! Während die Pariserin wenigstens bei der Wahl von Jeans, Lederjacke und kleinem Schwarzen freie Hand hat und sonst eben die Klassiker genannt werden, gibt es in Berlin strengere Vorgaben.

  • Es darf nicht irgendein Parka sein, es muss das Original der US Army sein. Oder ein Bundeswehrparka.
  • Auch gibt es in Berlin nur eine zulässige Jeansmarke: Acne – und hier nur die Wurstpelle Röhrenjeans.
  • Ebenfalls in de Schrank gehört die weiße Bluse von Acne. Da krieg ich Pickel, echt.

Stellt sich mir die Frage, warum es mit Acne gerade ein schwedisches Label sein muss, wo die Berlinerin doch angeblich die besten Läden der Stadt kennt, mit den Ladenbesitzern per Du ist und zugleich lokale Designer untersützt?! [Geständnis von mir: Ich habe noch nie im Leben eines dieser Marken-Basics besessen. Es wird immer schlimmer. Wahrscheinlich wurde ich adoptiert und stamme in Wirklichkeit aus irgendeinem Kaff, das so winzig ist, dass es in keiner Karte verzeichnet ist!]

Basics des Pariser Stils: 

  • Kleidung: Jackett (evtl. den Klassiker von YSL), Trenchcoat (am besten den Klassiker von Burberry), unifarbenes Tanktop (Klassiker ist von Petit Bateau), kleines Schwarzes, Jeans, Lederjacke (beste Wahl ist braun)
  • Schuhe: Ballerinas, offene Sandalen (z.B. den Klassiker), schwarze Pumps, Mokassins, Reitstiefel – außerdem liebt die Pariserin ihre Converse
  • Taschen: Tote Bag, Clutch, Umhängetasche, Damenhandtasche (neutrale Farbe wie beige, braun, schwarz), Strohtasche

Basics des Berliner Stils:  

  • Kleidung: Parka (s.o.), Jeans (s.o.), Blazer (YSL od. Stella McCartney), Strickpullover (nie verkehrt: schwarz mit V-Ausschnitt, sonst Grobstrick à la DIY), Lederjacke (schwarz, Biker-Stil), weiße Bluse (s.o.)
  • Schuhe: rote Ballerinas, Ankle Boots, Wedgepumps, Fancy High Heels, spitze Pumps, Cage Pumps, Sneaker (Nike, Adidas, Converse)
  • Taschen: kleine Umhängetasche, Clutch, Artsy Clutch, Alltagshandtasche, Shopper, Jutebeutel mit intelligenter Herkunft

[Hm… meine Lederjacke ist braun. Und ich würde niemals nie mit einem Jutebeutel rumlaufen – Herkunft egal. Aber ich liebe Strohtaschen! Ha! Ich bin keine Berlinerin, weil ich eine Pariserin bin! Wow… ich hatte ja keine Ahnung!]

 

Lässig geht’s besser…

Die Pariserin mag den effortless style und den erreicht sie nicht nur mit einem Lächeln und dem nötigen Selbstvertrauen, sondern auch mit ein paar Tricks. So trägt sie zum Abendkleid niemals eine Stola, sondern wirft einen Wollpullover über. Und zum Chiffonkleid kombiniert sie einen Parka – das nennt sich Stilbruch. Gerne trägt sie auch Männerhemden – natürlich aus seinem Schrank. Schnarch.

Die Berlinerin schätzt den ungezwungenen Chic. Und dafür kombiniert sie beispielsweise elfenhafte Maxikleider mit Lederjacken oder Boots und feine Wolloberteilchen mit zerrissenen Jeans – das nennt sich Stilbruch. Gerne trägt sie auch ein weißes Herrenhemd oder ein kariertes Flanellhemd – natürlich aus seinem Schrank. Gähn. Mannmannmann… ich will keine Almosen, ich will meine eigenen Klamotten!

Übrigens: Die Pariserin steht auf Flohmärkte und Secondhand-Klamotten. Die Berlinerin auch. Und beide finden auf Flohmärkten selbstverständlich immer die schönsten Designerteile zum Schnäppchenpreis, so als hätte noch nie jemand was von Secondhandshops im Netz gehört. 

No-Gos und Botox in Paris und Berlin…

Die No-Gos sind die üblichen Verdächtigen, die sich vermutlich in Style Guides weltweit finden. Also Markengeprotze, zu viel Bling-Bling, weiße Stiefel (mit Fransen) oder ein von Kopf bis Fuß durchgestyltes Outfit und ähnliches. Erlaubt sei die Frage, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem Bling-Bling, weiße Stiefel, zu enge/zu sexy Klamotten, Pelz, Markenprotzerei und plastische Chirurgie hoch im Kurs stehen? Playboy Mansion? Ballermann bei Nacht? Das Internet? Eine Ü16-Party in… na lassen wir das und wenden uns dem Style-Botox [nicht zu verwechseln mit Botox-Style, denn der ist ein No-Go!] zu.

Wenn die Pariserin ihrem Style schnell einen Kick verpassen will, krempelt sie einfach die Ärmel der Bluse über den Pullover. Wenn die Berlinerin ihrem Style schnell einen Kick verpassen will, krempelt sie auch die Ärmel hoch und … tadaa… sogar die Hosenbeine, weil Knöchel das neue Dekolleté sind. Na das erkläre mal jemandem, der aufs echte Dekolleté steht.

  • Mehr Style-Botox für Paris: Neugier bewahren, nicht blindlings Trends folgen, chic & cheap mischen, niemals Girlie spielen, Stilbruch wagen, Klischee-Fallen meiden, öfter mal den Schmuck wechseln, nicht nur außergewöhnliche Teile kaufen.
  • Mehr Style-Botox für Berlin: Be yourself, auf Wasser (von innen) und Sonnenschutz (von außen) setzen, gut essen, genügend Schlaf, Sport, keine plastische Chirurgie, angemessener Look (sich nicht an den Klamotten der 16-jährigen Tochter vergreifen, auch wenn die Figur es erlaubt), sich sexy denken, Bücher lesen (Esprit für den Geist).

Klingt, wie eingangs erwähnt, alles ein bisschen sehr ähnlich. Und das liegt natürlich nicht daran, dass der Knesebeck Verlag hier auf den Französinnen-Zug aufspringen und einen weiteren großen Wurf landen wollte -was natürlich völlig schwachsinnig wäre, denn dann hätten wir ja einen Style Guide, der „Sei ein Original!“ predigt und selbst der Abklatsch eines anderen Style Guides ist. Nee, nee. Tatsächlich sind wir alle Französinnen, yeah! OMG! Nur…

Wollen wir überhaupt Französinnen sein?

Selbstverständlich findet sich in meiner  „Die Französinnen sind die Überfrauen“-Bibliothek auch das Werk „How to be Parisian“ und wer das Buch kennt, ahnt sicher, worauf ich hinauswill. Das Buch ist nicht wirklich gehaltvoll, aber im Stil eines Frauenmagazins hübsch aufgemacht und nett anzuschauen. Die vier Autorinnen streifen alle Lebensbereiche und die kurzen Textbeiträge könnten so auch in einer Frauenzeitschrift oder in einem Blog stehen. Sprich: Kurzweilige Unterhaltung für die Kaffeepause oder für alle, die schon mit den Dreizeilern auf Instagram überfordert sind. 

How to be Parisian. Oder: Neverending PMS wird zum Kult…

Kurzweiliger Zeitvertreib, dachte ich. Und fand das Buch ganz nett. Als ich einige Wochen später allerdings erneut zum Buch griff, war meine Stimmung irgendwie so gar nicht mehr „How To Be Parisian“-kompatibel. Plötzlich fiel mir auf, dass die Autorinnen – unabsichtlich oder bewusst? – ein Bild der Pariserin zeichnen, das schlichtweg unsympathisch ist.  Ihre Pariserin wirkt nämlich eigentlich gar nicht cool und lässig, sondern eher…

  • zickig,
  • anstrengend,
  • anspruchsvoll,
  • neurotisch,
  • und egozentrisch.

Sie benimmt sich dem Buch zufolge quasi  wie eine Frau, die dauerhaft von heftigen PMS-Schüben oder von einer besonders giftigen Form der Wechseljahre gebeutelt wird und die selbst noch den Gang zum Briefkasten so inszeniert, als befände sie sich auf einer Theaterbühne. Und anstatt irgendwann die Kurve zu kriegen, sich mal zu entspannen und ein bisschen sozialverträglicher zu agieren, mutiert diese „How to be Parisian“-Pariserin zur überanspruchsvollen Dauerzicke, die erwartet, dass man(n) ihr die Welt zu Füßen legt.

Weil sie nun aber in Paris und nicht in Sindelfingen, Brunsbüttel oder Castrop-Rauxel geboren wurde, ist sie eben keine von ihren Launen oder Hormonen gebeutelte Zicke, die sich nicht im Griff hat, sondern eine anbetungswürdige Frau, über die unzählige Bücher geschrieben werden. Und was bekommen wir, wenn wir uns so aufführen? So was wie das hier: Hilfe! Meine Frau ist in den Wechseljahren!

Mit Blick auf meine einleitenden Stänkereien sei darum gesagt: Ich war beim Schreiben nicht zickig, ich war lediglich sehr Französinnen-like drauf. Wissta Bescheid. Und was diese Klischee-Französinnen angeht: Vielleicht sind sie ein bisschen anstrengender als die „Durchschnittsfrau“ an einem schlechten Tag. Aber sie verkaufen das, was wir mit Yoga, Mediation oder dem Verzicht auf Koffein mühsam in Schach zu halten versuchen, extrem gut. Rechtfertigen sich nicht, erklären und entschuldigen nichts, sondern bauen sich stattdessen zu selbst einen Sockel und lassen sich anbeten. Chapeau. Von denen können wir tatsächlich einiges lernen. Kein Wunder, dass unzählige Bücher über sie geschrieben werden. 😉

How to be

[Kleine Anmerkung: Finde beide Style Guides für sich recht lesenswert, im Doppelpack machen sie dann aber schon deutlich weniger Spaß. Und genau genommen sind es für mich auch keine reinen Style Guides, dafür dürften sich beide Bücher gut als Shopping- u. Reiseführer machen. Schaut halt mal rein und bildet euch euer eigenes Urteil.]

P.S: Ich teile übrigens gerne meine Definition des Berliner Stils mit eucht: Ihr könnt mittags im Abendkleid an der Currywurstbude stehen, in der Jeans in die Oper gehen , im Elvis-Gedenklook durch die Stadt spazieren oder euch mit Taucherflossen und Schwimmbrille in den Park setzen – juckt hier niemanden. Und wenn doch, dann ist es kein Berliner…

Und wer sich jetzt fragt, warum ich überhaupt so viele „How to be Parisian“-inspirierte Style Guides kaufe, obwohl ich doch behaupte, dass es den Stil „der Französinnen“ (oder eher: der Pariserinnen) so nicht gibt, dem sei gesagt, dass das nicht wirklich was mit „den Französinnen“ zu tun hat. Sondern eher damit, dass diese Style Guides Fashion-Minimalismus in Reinkultur lehren. Allerdings mit sehr viel mehr Stil und Lässigkeit als diese drögen „Wirf alles weg und werde glücklich“-Bücher. Es ist also mal wieder, wie so oft, alles eine Frage der Vermarktung. 

Die Bücher findet ihr u.a. anderem auf amazon: Pariser Chic – der Style Guide* von Ines de la Fressange, Der Berliner Stil – die besten Looks, Geheimtipps und Adressen* ausgesucht von Angelika Taschen sowie How to be Parisian * von Anne Berest, Audrey Diwan, Caroline de Maigret und Sophie Mas.

Infos & Leseklicks: 

*Bei diesen Links handelt es sich um einen Affiliate-Links. Bedeutet: Für dich ändert sich rein gar nichts am Preis und ich erhalte eine winzige Provison, wenn du etwas über diese Links kaufst. Wenn du das nicht unterstützen möchtest, ignoriere die Links einfach und such dir die Bücher bitte anderweitig raus. Falls du einen der Links nutzt: ❤ lichen Dank! 

Fotocredits: Beitragsbild erstellt mit Canva, Rest privat

19 Kommentare zu „How to be angezickt.

  1. Oh neeein, so langsam aber sicher schlittere ich in eine Identitätskrise… Komme aus München, trage am liebsten 24/7 meinen Acne Schal, ne Lederjacke besitze ich nicht (schwanke derzeit zwischen: kauf sie – style comes first und ach nee, lass mal – ökologischen Bedenken), stricken kann ich nicht (also auch nix mit lässigem Strickpulli), hach alles nicht so einfach. Was machen wir denn nur, wenn es nicht für jede Stadt ein „how to be a xyz“ gibt?!

    Danke für den kurzweiligen Start in unsere 10h Autofahrt nach Südfrankreich 😉

    Liebste Grüße, Sarah

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    1. Du fährst nach Südfrankreich? Wie passend! Vielleicht findest du dort raus, wer du bist und woher du kommst. 😂

      Schöne Tage wünsche ich dir und ich schau mal auf Insta, was ihr so macht. 😉

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  2. Haha Anna, ich bin froh dass es Blogs gibt und ich in Zukunft keine dieser Bücher mehr kaufen muss. Zur Not gibt’s Rezensionsexemplare 😉 Haste eins gelesen, kennst du alle. Ausnahme: DU schreibst einen, den kauf ich dann! :)) Nennst es dann “ DER echte Berliner Style von einer Nichtzugezogenen!“ :))
    Und jetzt frag ich mich grade ob ich in Mannheim Acne tragen dürfte? Schumacher wäre wohl für Mannheim passender, allerdings gibt’s das nicht in meiner Größe.hm…..
    Du hast mich grade super unterhalten Anna. Danke und einen schönen Donnerstag, liebe Grüße Tina

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    1. Mein(e) Blog(s) sind doch ein einziges „How to“. How to be inkonsequent und giftbratzig. Und mit wirklich individuellem Styling (nicht nur dieses Basics-Gedöns) kennst du dich sehr viel besser aus, du Königin der Accessoires. 😉

      Lieben Gruß!

      P.S: Mail bekommen?

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    1. 😂😂😂Aber da habe ich sie hingeschickt. Warte, ich probier’s noch mal.

      Und: gerne. Ich schrieb es schon und das meine ich auch so. Tiffany &Co lassen mich kalt. Aber wenn du deinen Schmuck mit Affiliate-Links versehen würdest…dann könntest du bald Holly Golightly spielen … und zwar nicht nur vor dem Schaufenster. 😇

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  3. Moin Anna, ich muss so fett grinsen…. Jep, das klingt alles irgendwie abgekupfert. Ich war gerade im Buchladen und stellte fest, dass da zig Bücher mit ein und demselbem Thema lagen – kennste eins, kennste alle. So what. Wir haben hier ja Gott sei Dank Dich, die uns über die Sachlage im Stylingland aufklärt und ich sage auch – schreib endlich ein Buch. Dazu brauchste nur die Texte Deines Blogs mal bei einem Verlag einschicken – das wird garantiert publiziert.

    Hab einen schönen Tag 🙂

    Lg
    Clara

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    1. Kennste eins, kennste alle – das dachte ich bei diesen Romanen, in denen die Protagonistin geheimnisvolle Briefe/alte Tagebücher auf dem Dachboden findet, daraufhin irgendwo in die Pampa reist und ein Familiengeheimnis aufdeckt. Und meist erbt sie auch noch ein Haus/Cottage und findet ihre große Liebe. Ach ja. Seither betrachte ich alten Papierkram mit anderen Augen, das kann ich dir sagen… ich will auch alte Tagebücher finden und ein Cottage bekommen. Ich stell mir das mal ganz fest vor und dann schaue ich, was passiert. 😇

      Bin gerade ein bisschen rot geworden. Danke. Die Frage ist nur… welches Blog nehme ich? Es gibt ja so viele… 😂😂😂

      Lieben Gruß!

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      1. Welchen Blog Du nimmst? Na, Du hast immerhin zwei jetzt ganz aktuell, die viel guten Content enthalten 😉
        Hör mir auf mit diesem „Finde-alte-Briefe-und-erbe-ein-Cottage-und-einen-Liebhaber-Geschichten“. Es ist so langweilig, ich gehe – ich gestehe – um die meisten dieser Liebesgeschichten (nix anderes ist das) nur noch in einem großen Bogen drumherum. Neulich begegnete mir die Biografie von Thomas Edison, die fand ich allemal spannender als diese ganzen ranzigen Lovestories. Wobei ich gute Chicklit liebe – aber das hier ist ja kein Chicklit sondern irgendwas anderes (ich bin vermutlich nur ein Banause und habe keine Ahnung).

        Lieben Gruss 🙂

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        1. Ich liebe „leichte Romane“ ja auch, aber müssen sie deswegen alle so vorhersehbar sein? Wobei ich glaube, dass es sehr viele und sehr gute Manuskripte gibt, die maximal in Eigenregie veröffentlicht werden können, weil kein Verlag sie haben will. Grund. Sie passen nicht ins Schema. Und was ist das Resulatat? Siehe oben. Briefe, Cottage, blablabla. 😉

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  4. Also Anna, ich meine, das auch schon mal so ausgeführt zu haben, aber meine Meinung zu dem Thema hat sich zwischenzeitlich nicht verändert: Ich finde es einigermassen befremdlich, dass zwar alle nach Individualität schreien, dabei aber dann doch kritik- und bedingungslos irgendwelchen seltsamen Vorbildern nacheifern. Wer bitte entscheidet denn eigentlich, welche Attribute frau erfüllen muss, damit sie als eine typische Parisienne (oder aber auch Berlinerin) wahrgenommen wird? Ich bin mir sicher, in Paris/Berlin/Timbuktu rennen so viele verschiedene Typen von Frauen rum, die in keiner Weise einem Klischee entsprechen- dieses Trenchcoat/Jeans/Ballerina/Tote Bag-Ding ist so jenseits (ich musste erst mal googeln, was ich denn unter einem Tote Bag überhaupt zu verstehen habe….und nein, es hat wahrhaftig NICHTS mit einem Leichensack zu tun…! 😂). Das ist ungefähr so stereotyp wie die Annahme, dass die Schweiz nichts anderes zu bieten hat als das Matterhorn, Schoggi, Uhren, Trachten und Käse. Hmpff……
    Wäre ich Französin, ich wäre einigermassen angesäuert, wenn ich auf die paar Eigenschaften und Erkennungsmerkmale reduziert würde. Und überhaupt: ich würde einfach GAR NICHT schubladisiert werden wollen. Ich bin ich, und gerade deshalb muss ich nicht das anziehen/tun/lassen, was andere meinen, dass ich es typischerweise anziehen/tun/lassen sollte.
    Aber dank dir habe ich nun tatsächlich erkannt, dass ich den effortless style (hä??) auf die Spitze treibe. Denn ich trage den Wollpullover nicht zum Abendkleid, sondern die Handstrickstola aus dicker rosa Flauschwolle zum bodenständigen Leinenkleid und Doc Martens. HA!!
    Mein Tag ist gerettet, mein Dasein als Antifashionista auch. Und wer weiss, vielleicht lichtet man mich eines fernen Tages sogar für so einen Style Guide ab, weil ich, in Ermangelung von Trenchcoat, Lederjacke, weisser Bluse und Tote Bag frei von der Leber weg meine Klamotten kombiniere und unter Umständen aus reinstem Versehen einen dernier cri etabliere………😂 So à la: „How to be a Zentralschweizer Meitli“. Falls ich nicht vorher schreiend zusammengebrochen bin. Angesichts solcher Druckerzeugnisse…..
    Aber dicken Kuss für diesen höchst amüsanten Post! Haben diese Bücher doch ein Gutes: Sie liefern Stoff dafür!
    Allerherzelichste Hummelzgrüsse!

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    1. Oh ja, diese Bücher liefern Stoff. Aber sie zeigen auch, dass ich ein bisschen dämlich bin. Ich sag’s mal so: Wer kommt denn auf die Idee, individuellen Stil in einem für die Masse geschriebenen Buch zu suchen? Und wer, der Individualität schätzt und Verallgemeinerungen wie die Pest hasst, kauft immer wieder Bücher, in denen Millionen von Frauen über einen Kamm geschoren werden? Ich denke mir immer wieder, dass ein Psychologe wahrscheinlich seine große Freude an mir hätte. 😂

      „Schubladisiert“ – großartige Wortschöpfung. Darf ich die in meinen Wortschatz aufnehmen? Ich mach das einfach. Weil ich dir nämlich zu der Erkenntnis verholfen habe, dass du den „Effortless Style“ auf die Spitze treibst und in Wahrheit eine Fashionista bist. Sind wa quitt. 😎

      Herzlichen Gruß zurück! 😉

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      1. Abba jadoch. Nur ist das Wort nicht von mir, das ist hier so gebräuchlich. Man will sich ja nicht mit fremden Federn schmücken, nüchwahr??
        Und: Ich würde mitnichtenundneffen behaupten, dass du dämlich bist. Du bist halt nur so grosszügig und gibst allem und jedem nochmal eine Chance. Es nutzen sie halt nicht alle effektiv, *ggg*!

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  5. Ich hab`s immer noch nicht geschafft, eine der üblichen Stil-Bibeln zu lesen. Und ich fürchte, nach deinem Artikel werde ich das auch nicht mehr tun. Ich schreibe eine 🙂 How to survive in a tiny Village in Northern Germany. Die Keypieces: Gummistiefel, Friesennerz und Trecker. Dann werde ich reich und berühmt und ziehe nach Paris. Dort werde ich zickig und gefeiert. Danke, du hast mich inspiriert 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Wie? Hast du nicht? Und dann nennst du dich Modebloggerin?! Fran… *kopfschüttel* Dein „How to“ würde ich aber lesen. Eine Verarsche auf alle Style Guides dieser Welt. Darf ich das Vorwort schreiben? Dann werde ich vielleicht auch ein bisschen berühmt und bekomme mein Cottage. Ich will nämlich gar nicht nach Paris… ich zicke lieber in einem Cottage rum. 😉

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  6. Super cool geschrieben! Komme selbst aus Berlin und stimme dir vollkommen zu: Es interessiert hier niemanden, wie man rumläuft. Außer natürlich einen selbst! Damit wäre ist die ganze Sache dann doch wieder nicht so nebensächlich, wie es für Außenstehende vermutlich erscheint …
    Ich wünsche noch einen angenehmen Abend!

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    1. Ich danke dir für das Feedback. Habe zwischendurch kurz überlegt, ob es vielleicht doch eine „Uniform“ gibt, die mir entgangen ist, aber nein… es schert tatsächlich niemanden, wie du rumläufst. Ich liebe das. 😉

      Herzlichen Gruß
      Anna

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