Affentheater.

#kann Spuren von Ironie enthalten

#ist evtl. giftbratziger als üblich

Ich lese ja fast alles und schrecke vor den Bekenntnissen eines Aufreißers ebenso wenig zurück wie vor Osho oder Kinderbüchern. Allerdings weiß ich ab sofort, was ich nicht mehr lesen werde: Nämlich Bücher von mehr oder weniger prominenten Frauen, die mal mehr und mal weniger tränendrüsig/selbstmitleidig/supiwitzig davon erzählen, wie schwer es ist, in dieser Welt in Würde zu altern. Wobei ich es immer wieder faszinierend finde, dass die Würde mit dem Alter verknüpft wird. Und mit Falten oder Winkeärmchen. Wie kommt man denn auf dieses schmale Brett? Tatächlich habe ich noch nie das vom Leben gezeichnete Gesicht einer 80-Jährigen betrachtet und gedacht, oh je, du arme, faltige, würdelose Frau.

Aber zurück zu diesem „Mimimi … ich werde älter“-Gedöns, was zu 95 Prozent von Frauen geschrieben wird, die ein Problem mit dem Älterwerden haben was ja logisch ist, da es für die Frauen, die kein Problem damit haben, auch kein Thema ist, weswegen sie es auch nicht thematisieren müssen, womit die Richtung schon mal klar vorgegeben ist: Älterwerden ist scheiße und früher war alles besser vor allem das Bindegewebe und die Figur. Warum möchte ich das nicht lesen? Weil es mir nichts bringt. Auch dann nicht, wenn dem Ganzen eine pseudowitzige Note verpasst wurde, die Verzweiflung und der Frust aber trotzdem aus jeder Zeile schreien. Ja, wir werden älter und bleiben nicht ewig fünfundzwanzig. Ja ist das denn zu fassen? Was ist denn die Alternative? Jung sterben und dabei toll aussehen und als Schönste von allen in die Grube fahren? 

Ich meide dieses „Mimimi … ich werde älter“-Gedöns noch aus einem anderen Grund. Ich will mich damit nicht befassen, denn was geschieht, wenn man an eine Sache total voreingenommen rangeht oder sich ihr mit einer Einstellung widmet, die … na sagen wir mal … so negativ ist, dass Lord Voldemort daneben wie ein Glücksbärchi erscheint? Richtig: Es wird zur Katastrophe und im Sinne der selbsterfüllenden Prophezeiung wäre ich ein Vollidiot, wenn ich mir literarische Ergüsse dieser Art weiterhin freiwillig reinziehen würde. Das ist zwischen zwei Buchdeckel gepresstes Gift, das langsam und schleichend jeglichen Optimismus zersetzt und einem mit fortschreitendem Verlauf mindestens ein paar graue Haare und Frustfalten beschert und außerdem den Verlust jeglicher Gelassenheit nach sich zieht. Genau das sind aber einige der entscheidenden Vorzüge, mit denen ich irgendwann zu punkten gedenke. Also mit Optimismus und Gelassenheit – weil Pfirsichteint und Knackarsch halt irgendwann aus sind.

Ebenso geht es mir gewaltig gegen den Strich, dass Frauen ab 40 in diesen Büchern gerne in Gruppen eingeteilt werden, von denen eine blöder als die andere ist. Ich versuche mal, das in eigenen Worten wiederzugeben:

  • Die hyperaktive Ziege: Klappert dürr und sehr angestrengt auf hip getrimmt durch die Weltgeschichte und knallt ein Selfie nach dem nächsten raus. Beliebtes Motiv: In Spitzenfummelchen, kuscheligem Cardigan und Overknees auf dem Bett liegend und mindestens eine Tasse Tee/Kaffee, eine Modezeitschrift sowie Markenteilchen in Griffweite. Hat große Angst vor der rätselhaften Krankheit, die alle Ü40erinnen befallen soll: Sie werden unsichtbar! Eben waren sie noch da und plötzlich … zack … weg. Unsichtbar für Männer jeden Alters es sei denn, sie sind Ü70 und sogar das Highlight des Tages – der Pfiff eines Bauarbeiters – bleibt ihr fortan verwehrt. Es ist grausam. So grausam. Steuert dem entgegen, indem sie diverse kosmetische und schönheitschirurgische Maßnahmen nutzt, da es keinen noch so winzigen Körperteil gibt, bei dem frau sich mit Halbheiten oder Abnutzungserscheinungen zufriedengeben muss – so sie schmerzresistent genug ist und darüber hinaus dazu bereit, so viel Geld bei der Kosmetikerin und den Beauty-Docs zu lassen, dass es umgerechnet für ein Châteaux an der Loire reicht. Wenn es der armen Frau aufgrund einer finanziellen Notlage nicht möglich ist, sich mit Hyaluron und Chanel aus dem Reich der Unsichtbarkeit zurückzubo(to)xen, muss sie zur Not die kurz vor dem Kollaps stehende Megäre geben, die stets Zeter und Mordio schreit. Nicht zu sehen, aber wenigstens hört man(n) sie… um dann schnell Reißaus zu nehmen und sich eine Frau zu suchen, die ein bisschen entspannter ist und nicht den Charme einer geladenen Handgranate besitzt .
  • Die Eso-Trulla: Verwandelt sich ab 40 schlagartig in eine Eso-Uschi sondergleichen. Fängt an zu batiken und zu töpfern und reist von einem Yoga- und Klangschalen-Workshop zum nächsten. Hortet tonnenweise Duftkerzen, ätherische Öle und Räucherstäbchen in der Wohnung, die mittlereweile wie das Warenlager von amazon meets Bhagwan aussieht. Außerdem ist sie seit dem vierzigsten Geburtstag ständig auf der Suche. Nach sich selbst. Sie hat sich nämlich irgendwann und irgendwo verloren und weiß nun nicht mehr, wer sie ist. Weswegen sie insgeheim hofft, sich irgendwo zwischen selbstgetöpferter Teetasse und nach untem schauenden Hund wiederzufinden. Hoffentlich ist sie nicht unsichtbar, denn dann wird das mit dem Wiederfinden sehr, sehr schwierig.
  • Die Kuh: Zieht gemächlich und ungestylt durch die Walachei und lässt alles, was nach Mode oder Trend schreit, an sich abprallen. Hüllt sich gerne in polyesternes oder baumwollenes Einheitsbeige oder eine ähnliche, von der Bestuhlung in Ämtern oder Krankenhäusern inspirierte Farben. Je formloser das Gewand, desto besser – innere Werte haben es nämlich nicht nötig, schamlos zur Schau gestellt zu werden und wer ihr wahres Wesen nicht durch das sackleinerne Hauszelt hindurch erkennt, der hat sie ohnehin nicht verdient. Oberflächlicher Arsch. Schmollt gelegentlich, weil sie ständig übersehen wird, zieht dann aber weiter gemächlich ihrer Wege und wartet auf jemanden, der sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lässt.

Ist ein bisschen überspitzt formuliert, lehnt sich aber sehr an das an, was mir in geschriebener Form unterkam und ich sag’s ja: eine Gruppe blöder als die andere. Wobei ich gestehen muss, dass es bisweilen sogar recht witzig zu lesen ist – wie immer, wenn jemand ordentlich in die Pfanne gehauen wird und man selbst nicht dieser Jemand ist. Nach kurzer Zeit rutscht mir allerdings meist das Grinsen vom Gesicht und ich fühle mich wie ein Schwamm, der sich versehentlich auf der Jahreshauptversammlung der Kackbratzen rumtreibt und nun alles aufnimmt, was ätzenderweise durch den Raum schwirrt. Nicht schön. Gar nicht schön. Und wenn ich sowas lese…

„Manchmal gehe ich mit meinen Freundinnen Mittagessen, und wenn ich mich dann am Tisch umschaue, stelle ich fest, dass wir alle Rollkragenpullover tragen. Manchmal haben wir auch alle Schals umgelegt wie Katharine Hepburn in „Am Goldenen See“. Manchmal tragen wir auch alle Stehkragen und sehen aus wie die weiße Version der chinesischen Damen in dem Buch „Töchter des Himmels“. Es ist komisch und traurig zugleich, denn wir gehen alle nicht neurotisch mit unserem Alter um. Keine von uns macht sich jünger, als sie ist, und wir ziehen uns auch nicht zu jugendlich an. Wir sehen alle gut aus für unser Alter, abgesehen von unseren Hälsen. Oh, die Hälse! Es gibt Hühnerhälse. Es gibt Truthahnhälse. Es gibt Elefantenhälse. Es gibt dünne Hälse und dicke Hälse, faltige Hälse und Hälse mit Jahresringen, schwabbelige Hälse und fleckige Hälse. Es gibt Hälse, die eine erstaunliche Kombination aus all dem oben Genannten sind. Laut meiner Hautärtzin verabschiedet sich der Hals mit 43, und daran lässt sich nichts ändern.“[1]

… dann kriege ich echt Hals und vermute, dass die arme Autorin an erster Stelle mal ordentlich Probleme mit ihrem eigenen Hals hatte und lieber an ihrer selektiven Wahrnehmung hätte arbeiten sollen. Nichtsdestotrotz war ich nach der Lektüre sensibilisiert genug, um für ein paar Tage auf weibliche Hälse aller Altersgruppen zu achten. Überraschung: Es verhält sich, so zumindest meine Beobachtung, mit den Hälsen ebenso wie mit dem Rest des Körpers – die Vielfalt ist riesengroß und jede hat ihren eigenen. Seid ihr beruhigt, nicht wahr?

Wenn ich Bücher lese, in denen Frauen so über Frauen reden schreiben, drängt sich mir eine Frage auf: Ob Frauen in anderen Kulturkreisen vielleicht wesentlich weniger Probleme mit dem Älterwerden haben, weil sie dort nicht als kurz vor dem Kollaps stehende und hormonell austickende Schreckschraube dargestellt und trotz ihres Alters geschätzt werden? Und weil sie wissen, dass alles seine Zeit hat? Unmöglich wäre es nicht.

Gut. Was lerne ich also daraus? Dass ich bestimmte Bücher, Magazine u.ä.  künftig meiden werde und stattdessen lieber zur Wolfsfrau greife und natürlich zu meinen liebsten DVDs, denn: mehr Miss Marple braucht diese Welt!  Die alte Lady ist ein tolles Vorbild und außerdem Kult. Und wie öde wäre eine Margaret Rutherford gewesen, die sich mit Falten anstelle von Verbrechern hätte rumschlagen müssen?

Und zum Abschluss gibt’s einen Paukenschlag. Zitiere nämlich eine Passage aus einem Buch, das ich allerdings nur häppchenweise und nicht in einem Rutsch wirklich gerne gelesenen habe. Ildikó von Kürthy schreibt in „Neuland“, nachdem sie die ersten vier Zeilen des Gedichts „Stufen“ von Herman Hesse zitiert hat, folgendes:

„Also nehmen wir doch die nächste Stufe, statt uns verzweifelt am Geländer festzuklammern und uns in die Scheiß-Zero-Jeans unserer Töchter zu zwängen. Ich lese immer wieder, dass alternde Schauspielerinnen sich darüber beklagen, dass sie nur noch alternde Frauen spielen sollen. Ja und? Was wollt ihr stattdessen spielen? Pippi Langstrumpf? Ihr seid nicht mehr die jugendliche Liebhaberin, überlasst anderen die Rollen, die nicht mehr zu euch passen. Das Leben geht weiter. Spielt doch, verdammt noch mal, die Rollen, die es jetzt zu spielen gilt. Und spielt sie gut! Seid wunderbare alte Frauen, seid für uns alle Vorbilder, an denen es so deutlich mangelt.“

Word. Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Außer: Ich möchte auch eine wunderbare alte Frau werden … wenn es an der Zeit dafür ist. 😉

Nachtrag: Auf Zeit.de kam mir ein schönes Interview mit Karl Lagerfeld unter. Befragt dazu, warum er seit 30 Jahren so aussehen würde, wie er es heute tut, antwortete er:

[…] „Und eine gute Umgebung von Leuten, die nicht über Krankheit und über das Altern sprechen. Ich kenne niemanden aus meiner Generation. Ich finde diese Leute entsetzlich. Selbst Jüngere sprechen nun schon von Kreislaufproblemen. 

Zum vollständigen Interview klickt ihr hier.

Würde oder würdelos? Hat sich vor einiger Zeit auch Fran gefragt. Würde ich mal reinklicken.  Und P.S: Ja, Männer dürfen wesentlich länger die Rolle des Liebhabers mimen. Das ist ungerecht. Und mitunter auch recht lächerlich. Aber mich fragt ja keiner.

Und noch eine kleine Anmerkung zu diesem Post: Ich gehöre wahrlich nicht zu den beneidenswerten Frauen, die alles an sich wunderschön finden. Habe ich nie und werde ich wohl auch nicht. Ich habe mich viele Jahre mit einer recht abenteuerlichen Selbst-u. Körperwahrnehmung herumgeschlagen. Eine wahrhaft hässliche Phase, in der ich buchstäblich kein gutes Haar an mir ließ. Aber irgendwann war es dann für mich an der Zeit, das anzunehmen, was ist. Der Leidensdruck wurde zu groß und das Leben macht ja auch gar keinen Spaß, wenn du dich permanent blöd und/oder hässlich findest. Ich habe hart daran gearbeitet, endlich mal eine andere Platte auflegen zu können und ein bisschen netter zu mir zu sein, weil ich es mir wert bin. Und obwohl es hin und wieder herbe Rückschläge gibt, denke ich doch, dass ich diesbezüglich auf einem guten Weg bin. Weswegen ich Posts wie diesen wohl nicht nur für euch schreibe, sondern vor allem auch für mich. 😉

[1] Nora Ephron: Der Hals lügt nie

Fotocredits: Beitragsbild Canva, Rest privat

41 Kommentare zu „Affentheater.

  1. Hihi ja sehr lustig. Geht mir auch auf den Trichter. Das ist wie mit dem Elefanten- denk bloss nicht dran….und in deinem Hirn ist nichts mehr ausser Elefant 🙂

    Wir kleiden uns nicht zu jugendlich? Hui….hui…..hui….aber die Sache mit dem Hals hat ja auch Nora Ephron verzapft in ihrem Buch damals. Die Gute. Aber, wenn irgendwo mehr Krampf abläuft in Sachen Altern als bei uns, dann ist das NYC und L.A. …mimmimiiii. Schönen Sonntag noch und LG Sabina

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    1. Das funktioniert bei mir nicht, ich könnte heulen! Soooo oft heißt es in einschlägigen Büchern: Denken Sie jetzt nicht an einen rosafarbenen Elefanten (oder an eine rote Maus) und das TUE ich in diesem Moment auch nicht. Was ist da kaputt? Aber egal. Sonst glaube ich sehr wohl an die Kraft der Gedanken und ich habe vor allem einige Negativbeispiele vor Augen, die mir eindrucksvoll zeigen, dass man sich besser auf das konzentrieren sollte, was man in sein Leben ziehen möchte. Und darum lese ich auch nur noch Bücher und Blogs, die mich diesbezüglich inspirieren. Also danke für dein Blog. 😉

      Herzlichen Gruß!

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  2. Großartig! ! !

    Und du hast so recht. Nicht zu altern bedeutet auch immer, jung zu sterben. DAS ist nun wirklich keine Alternative.
    Ich selbst denke auch öfter darüber nach, weil in eineinhalb Jahren die 50 auf mich wartet ( das hoffe ich zumindest ). Aber zuviel Tamtam mache ich nicht, eben weil es alternativlos ist!

    Solche Bücher mag ich übrigens überhaupt nicht und auch keine Stories in Zeitschriften. Erst gestern wieder in Donna über Wechseljahre gelesen. .. schlimm!

    Schönen Sonntag für dich
    LG
    Sabine

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    1. Danke! Und dieses Donna-Ding wird in einem der nächsten Posts auch noch ewähnt – ich wollte die Zeitschrift erst kaufen und dann fiel mein Blick auf ebendieses Thema und zack… Schnauze voll. *g* Möglicherweise sollte man mir den Laptop wegnehmen und mir lieber eine Heckenschere in die Hand drücken – ich würde alles kurz und klein häckseln und in wenigen Stunden das schaffen, wozu andere Wochen brauchen. 😉

      Lieben Gruß!

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  3. Hach, schön wenn man den Sonntag gleich mit einem breiten Grinsen beginnen kann – auch wenn du deines für meines ein paar mal verlieren musstest 😀 Meiner Mama hab ich das auch gleich mal weitergeleitet, die ist nun schon jenseits der 50, aber regt sich auch immer kolossal über sowas auf (und trägt niemals Rollkragenpullover!)

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  4. Jap so ist es und es ist ätzend! Danke für diesen Post. Hälse! ja die schliiiimmen Hälse. Dafür hat Frau ja duese tollen Loopschals, falls sie mal krinen Rolli tragen möchte. Genauso toll sind – Achtung jetzt kommts – Oberarme! Ich glaube nich mehr Frauen verstecken ihre Oberarme! Diese fiesen häßlichen Anhängsel in der Nähe vom Hals. 🙂 Na ein richtig laaaaanger Schal könnte sogar Beidem Abhilfe schaffen, geht mir grad durch den Kopf. Ich glaub ich hätte sowas sogar;)
    tz aber wo käme ich da hin. Sehen wir also am nächsten Freitag wieder mal Tina, die mit den freien Oberarmen ü50 wedelt und der Welt zeigt was sie von Hälsen, der ist auch zu sehen, und Oberarmen hält. 🙂 . Übrigens bin ich sehr froh diese Körperteile zu haben! Daran sollte die Rollkragenfraktion mal denken!
    Weisst Du weshalb Männer nicht so einen Terz machen? Immer, immer egal wann und wie alt, sehen sie nur einen supertollen Hecht im Spiegel. Grins habs grad wörtlich als Kopfkino gesehen. :))
    Danke Anna, you made my sunday! Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag, nicht unterkriegen lassen!
    Liebe Grüße Tina

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    1. Stimmt. Oberarme sind ja noch schlimmer. Wobei ich diese knallhart durchtrainierten Arme ab einem bestimmten Alter eigentlich schon fast traurig finde. Klar, jeder Jeck ist anders. Aber es ist eine Sache, Sport zu treiben, weil Bewegung für dich einfach zum Leben dazugehört (dieser Typ bin ich) und eine andere, sich knallhart zu schinden, um nur ja die Figur nicht „verkommen“ zu lassen. Und wenn ich beispielsweise die Arme von Madonna (wobei, sind die noch sooo trainiert? Ich bin da nicht auf dem Laufenden) oder Sarah Jessica Parker sehe, dann denke ich eigentlich nur noch an die Arbeit und den Verzicht, die hinter diesem Aussehen stecken. Ein Selbstläufer ist jenseits der 30 gar nichts mehr. Wenn du im Rampenlicht stehst, dann musst du das Spiel (wohl) mitmachen – ich würde mich untrainiert auch nicht gerne über die Leinwand flimmern sehen. Aber im „normalen“ Leben? Nee. Irgendwann isses auch mal gut. Und ja, ich bin auch sehr froh, diese Körperteile noch zu haben. Sie sind gesund und funktionsfähig und ganz ehrlich: das weiß ich wirklich zu schätzen. 😉

      Herzlichen Gruß!

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  5. Moin liebe Anna 🙂
    Schreckschraube, genial das Wort habe ich schon ewig nicht mehr gehört und dabei hab ich es früher gerne gesagt 😀
    Hab dann mal nach meinem Hals geschaut, jup sieht noch gut aus, so mit Hühnerschrumpelig, hätt auch echt ein Problem wenn ich den nicht mehr mögen würde, ich kann nix Hochgeschlossenes am Hals ertragen °o° also zeig ich den wie er ist 😀
    Wie gut das du solche Sachen gelesen hast 😀 sonst hätten wir ja nicht so eine schöne Sonntagslektüre zu lesen gehabt 🙂
    LG Aurelia

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    1. Ich beäuge meinen Hals seither auch ganz genau. Noch sieht er super aus, also trage ich sicherheitshalber jetzt noch schnell die Ausschnitte, die ich in ein paar Jahren vielleicht nicht mehr tragen kann. Hals-Alarm. *g* Wobe ich mit Rollkragenpullovern auch ein Problem habe – vor allem dann, wenn sie sehr eng anliegen. Geht nicht. Bekomme ich Beklemmungen. Allerdings bin ich eh so eine Prinzessin auf der Erbse, schlimm ist das. Wolle auf der Haut? Geht gar nicht. Neckholderoberteile (oder Bikinis)? Geht noch weniger als Rollkragen, dieser Knoten im Nacken schnürt mir gefühlt die Luft ab, selbst wenn er so locker sitzt, dass ich eine Hand drunterschieben kann. Habe schon gejuxt, dass ich in einem früheren Leben wahrscheinlich mal eine Schinge… äh… na egal. Möglicherweise muss ich eines Tages tatsächlich diese formlosen Hauszelte tragen, weil ich nichts anderes mehr vertrage. 😎

      Lieben Gruß!

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      1. Wolle oje nee die kann ich auch nicht ab, da fängt gleich alles an zu kratzen /o\
        das mit der Schlinge, hmm ja könnt durchaus sein, das wär ne Erklärung, Neckholder
        geht bei mir auch nicht, ham wir vielleicht zusammen gebaumelt? ich mein so in grauer Vorzeit?
        *gg… ich glaub wir lassen das lieber…. *schmunzel….
        Liebe Grüße

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  6. Bin gerade zum Spiegel getapert und habe mir meine Hals angesehen. Siehste, es funktioniert 😉 Ich bin ja immer noch fest davon überzeugt, dass das Altern für ganz viele Frauen eigentlich gar kein Thema ist. Weil Bücher, Zeitschriften und Blogs für die Generation Ü50 das Thema zu einem machen, steht es da plötzlich rum und nervt.
    Ich glaube, ich spar mir das gesamte Ziegen-Kuh-Eso-Truthahnhals-Gejammer und kaufe gleich das Weingut an der Loire. Oder eine Wohnung in Barcelona. Und dann werde ich mit einem festgemeißelten Grinsen faltige 80 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. *mauahaha* Oh ja, es funktioniert. Ich war selbst erstaunt, wie sehr ich danach auf anderer Frauen Hälse geachtet habe – nur auf die der Frauen, wohlgemerkt. Die „Makel“ der Männer waren mir schnuppe. Echt bescheuert. Die Idee mit dem Weingut an der Loire gefällt mir allerdings ausnehmend gut. Brauchst du Mitarbeiter? Ich kann nicht viel. Nur blödes Zeug schreiben und Finger in Wunden legen. Anpacken kann ich allerdings auch. 😉

      Lieben Gruß!

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  7. Also, mein Hals gefällt mir tatsächlich nicht besonders, weil er ohne Creme herumknittert, und die Schwerkraft war auch nicht untätig – hätt ich nur beizeiten Im Fledermausstil geschlafen. Und wenn ich Krampfadern hätte, würde ich die auch nicht zeigen. Womöglich ist das nicht nur ein PLÖTZLICHES Altersdings, sondern mit unalterlichen Figurhadernissen vermengt. Wenn man mal von widerlichen Menschen begafft und belästert wurde, dann kann nicht jeder pflichtgemäß seine gesunde Drüberstehpsyche raushängen lassen. (Muss ich ja auch nicht, falls jemand mit dem Muss!-Argument kommen möchte.) Und Männermakel sehe ich sehr wohl. Ganz besonders bei denen, die beim Tratschen und Lästern über Frauen das Fleißkärtchen voll haben.
    Wenn ich andere Frauen „begutachte“, dann fällt mir auf, dass ich Dinge an mir nicht schrecklich finde, die ich bei anderen harmonisch finde. Auch das ist keine Alterssicht, sondern die Folge schlechten Selbstbewusstseins, lange bevor ich alterte.

    LG
    gann

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    1. Na ja, ich nutze auch Cremes, treibe Sport und färbe/töne mir die Haare. Spricht ja nichts dagegen, trotzdem nett aussehen zu wollen. Und zu den beneidenswerten Frauen, die alles an sich wunderschön finden, gehöre ich nun wahrlich nicht. Habe ich nie. Ich hatte viele Jahre eine recht abenteuerliche Selbst-u. Körperwahrnehmung und habe buchstäblich kein gutes Haar an mir gelassen. War keine schöne Phase. Aber irgendwann wird es dann einfach mal Zeit, das anzunehmen, was ist. Gibt ja (meines Wissens nach) nur dieses eine Leben und ich habe (innerlich) echt hart daran gearbeitet, endlich mal eine andere Platte auflegen zu können, das kannst du mir glauben. Meistens mag ich mein Äußeres jetzt- obwohl ich kein Model bin, sondern nur eine ganz „normale Frau“. Und ich käme trotzdem nicht auf die Idee, bauchfrei rumzurennen und es gibt zweifelsohne Klamotten, die eine bessere Figur machen als andere. Macht für mich aber einen Unterschied, ob ICH bestimmte Körperteile nicht „auf den Präsentierteller “ legen möchte oder einen bestimmten Kleidungsstil wähle , weil ich mich dann einfach besser fühle oder ob es heißt: das ist unästhetisch, „schließ das weg“. Und im Zusammenhang mit Falten oder einer sich verändernden Figur von Würde zu sprechen, empfinde ich schlicht als daneben.

      Lieben Gruß!

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    1. Geht mir übrigens auch so: ich bin mir selbst gegenüber sehr viel kritischer, manchmal sogar gnadenlos. Ich arbeite daran, netter zu mir zu sein. Zu anderen bin ich schließlich auch nett.

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      1. Und dann werde ich immer noch sagen, dass jedes Jahr meines Lebens ein wertvolles war und ich stolz bin es erlebt zu haben. Egal wie alt ich geworden bin 🙂 Ich habe schon so viel Leid und Krankheiten gesehen und habe selbst eine „Behinderung“. Ich bin froh, dass ich lebe und wie ich leben kann! Und das sollte jeder sein 🙂

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  8. Da ich mich schon seit Jahren (!) allen Ratgebern, Zeitschriften und Pseudo-Biografien ausgeklinkt habe, darf ich überhaupt nicht mit reden.
    Außer vielleicht: mein Hals hat keine Falten. Mein Dekolletee hat Fältchen. Und ich schmiere äußerst großzügig alles mit Vitamin E auf die Hautpartien, die ich für zu dellig oder zu faltig halte.
    Ich färbe meine Haare, weil ich nicht grau sein will. Und ich will mich nicht zu jugendlich kleiden, allerdings fällt mir das leicht, weil es total ätzende Jugend-Klamotten gibt, die ich nur peinlich finde……
    Alt sein ist nachher voll doof, weil man das eine oder andere nicht mehr machen kann. Aber nicht weil das Gesäß bisschen schlabberig ist.
    So weit sind wir aber noch nicht. Also beides: Schmerzen und Schlabber-Arsch.
    Noch nicht!

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    1. Aber natürlich darfst du mitreden – du liest das Zeug zwar nicht, aber älter wirst du auch – und ich bin froh, dass du mitredest, denn mir fällt jetzt spontan eine Verwendung für meine Vitamin E-Kapseln ein. 😉

      Ab einem gewissen Alter ist das Alter wohl in der Tat… gewöhnungsbedürftig. Und richtig, der Nicht-Knackpo ist da das geringste Problem. Die Vorstellung, dass mein Körper nicht mehr so will, wie ich das will, die ist viel schlimmer. Und darum höre ich seit geraumer Zeit auf meinen Körper – der zeigt mir nämlich ziemlich deutlich, was ihm gefällt und was nicht. Er braucht Licht, Luft, Liebe und Bewegung. Und gutes Essen – nicht zu spät und nicht zu viel. Und ich setze dann noch das drauf, was mir gefällt. Ne nette Haarfarbe und Klamotten, um die ich mich nicht mit einer 15-Jährigen prügeln muss (ich stehe ja eh mehr auf zeitlosen Kram). Und so sind wir ziemlich gute Freunde, mein Körper und ich. Möge das so bleiben. Möglichst lange. 😉

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  9. Affentheater machen meiner Erfahrung nach meist die Frauen, die es gar nicht nötig haben – so richtige Hingucker-Frauen nämlich, die es gewohnt sind, dass sich alle nach ihnen umdrehen und plötzlich wird das mit der Umdreherei weniger, ganz einfach weil jüngere Hingucker-Frauen nachrücken. 😉
    Ist man diesbezüglich nicht ganz so verwöhnt, lebt es sich eindeutig leichter … vor allem im Alter und insbesondere dann, wenn man es schafft auf seinen Körper und sein Inneres zu hören, so findet man ganz entspannt seinen eigenen Stil.
    Mit 56 bekomme ich mehr Komplimente als jemals zuvor, also … take it easy!
    🙂

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    1. Musste lachen, als ich deinen Kommentar gelesen habe. Mannmannmann…wie oft habe ich mir früher (vor 20 Jahren) gewünscht, so eine Hingucker-Frau zu sein. Weißt schon, diese Art von Frau, die man(n) einmal sieht und dann spukt sie ihm tagelang im Kopf rum. Heute bin ich verdammt froh, dass ich nie diese Art von Frau war. 😉

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  10. Anna….ich bin mal ganz ehrlich: Ich würde nie, nie mehr 20 sein wollen. Man mag mich für verrückt erklären, aber es ist so! Okay, die Jugend hat ihr Schönes, man kann alles ausprobieren, verrückte Dinge tun, muss sich um nix scheren. Das hab ich voll und ganz ausgelebt. Aber weisst du was? Auch jetzt, im „fortgeschrittenen Alter“ von 52 Lenzen, hat sich daran nichts geändert. Ich ziehe weiterhin mein Ding durch, tue nur (noch) das, was ich für richtig halte (auch wenn ich damit manchmal ganz schön anecke!) und fühle mich s..gut dabei! Im Gegenteil: Gerade der Umstand, dass man nicht mehr „auf dem Markt ist“ erleichtert einem (mir!) das Leben auf eine ganz unglaubliche Weise. Und dass ich noch NIE, auch mit 20 nicht, das Attribut „Superweib“ für mich in Anspruch nehmen konnte, noch nicht mal wirklich hübsch zu nennen war, hat von vornherein verhindert, dass ich mir da gross Gedanken drum gemacht hab. Oder dass ich heute heule und zaudere, weil die Schwerkraft auch an mir erfolgreich ihr Werk tut, die Leibesmitte fülliger und der Po dafür runzliger wird…..Ich war und bin so, wie ich eben bin! Punkt.
    Ueber deine Typ-Beschreibungen oben hab ich ziemlich gekichert und festgestellt, dass ich wohl von jeder n’Bisschen was in mir trage! Ich wandle in meinen Flatterkleidchen durch die Walachei, ich liebe Kerzen und Windspiele und hab grade gestern das Programm unseres Freizeitzentrum studiert und nach einem Töpferkurs geguckt. Ich schaue zwar nicht nach unten zum Hund, aber nach oben in die Augen meiner Ponys. Und das Chateau an der Loire (oder aber auch das Cottage in Ireland! ;oD) würde ich mir so-fort unter den Nagel reissen……*ggg*!
    Oooch. Eigentlich wird das Älterwerden erst dann zum Problem, wenn man ihm zuviel Aufmerksamkeit schenkt. Einfach nicht beachten und fluffig alles mitnehmen, was das Leben Schönes zu bieten hat!
    Ich zitiere ja immer gerne meine liebe Oma, und die hatte auch zu diesem Thema einen Spruch parat: „Jedes Alter hat sein Schönes!“. Recht hatte sie. Wie immer.
    Ich hoffe, ich werde mal wie meine Oma!
    Liebe Grüsse!

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    1. Ich möchte um Himmels willen nicht mehr 20 sein! Aber das ist ein persönliches „Ding“. Habe damals eine Art der Trauerbewältigung „gewählt“ (na gut, mir fiel keine andere ein und ich hatte auch niemanden, der mir da auf die Spünge hätte helfen können oder wollen), die komplett auf das Aufrechthalten der Fassade setzte. Rückblickend attestiere ich mir eine Wahnsinnsleistung, meine Fassade war über Jahre hinweg top, aber frag nicht, wie es innen aussah… Ich muss das nicht noch einmal haben und es war echt nicht die glücklichste Zeit in meinem Leben. Jetzt ist eine sehr viel bessere Zeit. Aber eigentlich sollte JETZT immer die beste Zeit sein. 😉

      Ich bin auch eine Mischung aus allen drei Typen. Mal so, mal so und an manchen Tagen alles auf einmal. *g* Und selbstverständlich registriere ich im Spiegel die Veränderungen – ich bin ja nicht blind oder blöd. Es wäre gelogen, wenn ich jetzt sage, dass mir das schnurzpiepegal ist. Nee, ist es natürlich nicht. Ich sehe – im Rahmen meiner Möglichkeiten – gerne so gut wie möglich aus, Andererseits weigere ich mich, meinen Wert, meine Lebensfreude, mein Glück und was weiß ich vom Zustand meiner (gesunden!) Oberarme oder meines (sonst unversehrten) Hinterns abhängig zu machen. Das empfände ich als ziemlich armselig und das hat nichts mit der Frau zu tun, die ich sein möchte. Und mit dem Älterwerden ist es so wie mit allen potenziellen Problembären: Sie werden dann zum Problem, wenn du dich darauf fokussierst. Und wer fokussiert sich denn auf seinen Hintern? 😎

      Lieben Gruß!

      Nachtrag: Frau Hummel, wir müssen reden. Was schreibst du denn da?! Zitat: „noch nicht mal wirklich hübsch zu nennen war“. Hallo?! Ich habe Fotos von dir gesehen. Dezember 2016. Verkauf dich mal nicht so unter Wert! 😉

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      1. Janäää….nicht im Sinne der gängigen, allgemein „anerkannten“ (sprich in der Medienwelt verbreiteten!) Vorstellung einer wirklich hübschen Frau! Aber ist mir ja eh‘ Wurscht. Und dein Satz „andererseits weigere ich mich…..“ drückt so haargenau das aus, was das Älterwerden für mich zu so gar keinem Problem macht! Ich hab da immer meine Oma vor Augen. Mit 90 war die noch so niedlich anzuschauen, mit ihren Runzeln, den sommerhimmelblauen Augen, der sorgsam zurechtgesteckten Silberhaarfrisur und ihrem runden Bäuchlein unter dem einfachen, aber sehr kleidsamen Wollkleid. Sie hat so viel Zufriedenheit ausgestrahlt, so viel Abgeklärtheit und Lebensfreude trotz ihrer Wehwehchen- SO möchte ich auch sein und werden! Die Wehwehchen, die sind schon vorhanden- ich hoffe, der Rest folgt! ;oD
        Liebe Grüsse!

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        1. Na ja. Kannst es drehen und wenden wie du willst: Für mich bist du hübsch. So. Und wie du das jetzt verarbeitest, ist dein Ding. *g* [Das Überreichen von Nettigkeiten muss ich noch üben. Bisher läuft das unter dem Motto „Friss oder stirb“, das ist jetzt auch nicht sooo schön, aber der Wille zählt. 😎 ]

          Genau das isses! Zufriedenheit, Abgeklärtheit und Lebensfreude – trotz ihrer Wehwehchen… ich habe so eine Dame im Altersheim getroffen. 99 Jahre, stets „nett zurechtgemacht“, die starken Schlupflider mit einem Pflaster fixiert und auch sonst nicht frei von Gebrechen, aber eine wahnsinnig positive Ausstrahlung. Fängt jetzt wieder mit dem Rauchen an, denn… wenn nicht jetzt, wann dann? Und stimmt. Wer würde es ihr jetzt noch verbieten wollen… 😉

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  11. Ach. Das verkrafte ich grade noch so, *gg*! Soooo hotzenplotzig finde ich deine Nettigkeiten gar nicht! ;oD
    Mit Pflaster fixierte Schlupflider? Ich schmeiss mich weg…..Die Frau hat Ideen! Und was das Rauchen anbelangt: Es wird sie nicht (mehr) umbringen. Wahrscheinlich schmeisst irgendein anderes Organ vorher das Handtuch, ich tippe da eher auf’s Herz. Also kann man ihr die Freude getrost lassen!

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    1. Gut. Dann kannst du mit Nettigkeiten ja schon sehr gut umgehen. 😉 Und jep, in dem Alter kann man ihr die Freude getrost lassen. Den Tod fürchtet sie (meines Wissens nach) nicht mehr und nun stell dir mal vor, wie furchtlos du dann leben kannst. Wer sollte dir da noch was anhaben können… 😉

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  12. hab Dank für diesen wunderbaren Artikel!

    Mir fiel spontan beim Lesen der Clip von Aretha Franklin ein. Und am Ende steht sie da, in ihrer ganzen Pracht, mit Winkefleisch und Truthahnhals. Und jedes mal denke ich mir, was für eine tolle und wunderschöne Frau.
    https://www.youtube.com/watch?v=diwF1-xJwZM (funktioniert das mit dem Link?)

    Meine „Ich-werde-älter-Stelle: Faltige Knie. Der Hals dagegen top – bisher. Daher mein Vorsatz: in zwei, drei Jahren werde ich mit Minirock und Rollkragenpullover durch die Gegend schlendern.

    Ich räume allerdings ein, als ich das erste Mal die Falten an den Knien feststellte, mir dachte „oh herrje, jetzt gibt es nur noch eine Richtung und zwar bergab.“ Und fing an, mit Ausdauer die Kniee einzuölen. Irgendwann dachte ich mir dann, es gibt wahrhaftig Wichtigeres in meiner Welt als einen Kampf gegen Falten, Besenreiser etc. zu führen.
    Es ist wie mit dem Kampf gegen Staub und Schmutz, dieser Kampf ist von vorneherein aussichtslos. Daher analog nur noch einmal die Woche intensive Kniepflege!

    Liebe Grüße

    Charlotte

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    1. Liebe Charlotte, ich bin froh, dass ich mit diesem Post ein paar meiner Leser anspreche. Der musste mal raus, das musste mal raus. Und wie ich an Frau Hummel schrieb: klar möchte ich so gut wie möglich aussehen, wer möchte das nicht? Aber ich bin eben nicht mehr 25. Sondern 45. Und ich möchte verdammt nochmal nicht für die nächsten 20 Jahre so tun müssen, als wäre ich keinen Tag älter als 30, auch wenn ich mein Alter nun nicht ständig vor mir hertragen muss. Es widerstrebt mir einfach, um eine Zahl so ein Bohei zu machen. Ich möchte das Leben einfach auf mich zukommen lassen. Ohne Jahre zu verleugnen oder permanent darauf rumzureiten, dass es ab jetzt nur noch bergab geht und das schreckliche Wechseljahresgespenst an die Wand zu malen. Das schreibe ich jetzt. Ich hoffe, dass ich das in 5-10 Jahren ähnlich sehe. Ich bin gespannt… 😉

      Liebe Grüße
      Anna

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  13. Alter ist geil! Wir haben viel Lebenserfahrung (das haben wir den Jüngeren voraus), sind weise, erfahren/er, haben sicher mehr Krisen überwunden, spüren das nichts ewig ist….und wenn wir dabei noch ne gute Figur machen (bespreche ich mit meinem Spiegelbild), dann steht uns auch etwas Arroganz ganz gut! Das ist Leben und Leben im JETZT!!!…auch mit Falten!!!

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