Yes! You go and you can, weil du der Hammer bist!

#kann Spuren von Ironie enthalten

Habe mich in den letzten Monaten okay, gelogen… es waren Jahre, aber wer gibt denn das freiwillig zu und stellt sich ohne Not so ein Armutszeugnis aus?!  mit den Menschen beschäftigt, die anderen Menschen erklären, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen oder lang gehegte Träume in die Tat umsetzen können. Ich habe zu Büchern gegriffen, die vom Nährwert Mehrwert her so gehaltvoll wie Toastbrot waren. Und Websites besucht, auf denen einem im Sekundentakt das angenehm zurückhaltende Design ad absurdum führende Aufforderungen um die Ohren flogen. Etwa: „Werde Teil unserer tollen Community! Hier geht’s lang!“, „Fordere dein E-Book an, gratis!!“, „Ich verrate dir mein Erfolgsgeheimnis – abonniere jetzt meinen Newsletter!!!“ etc. blabla.

Dummerweise leide ich an einer schweren Holzhammer-Aversion sowie an einer heftigen Pop-up-Allergie. Äußert sich unter anderem darin, dass ich spätestens nach dem dritten Pop-up vergesse, was mich eigentlich auf die jeweilige Seite verschlagen hat. Und anstatt zu realisieren, dass die Entfaltung meines wahren Selbst nur noch ein E-Book entfernt ist, wähne ich mich plötzlich in einem Computerspiel, in dem es lediglich darum geht, mich reaktionsschnell gegen feindliche Pop-ups zur Wehr zu setzen und meine E-Mail-Adresse mit Klauen und Zähnen zu verteidigen. So wird das natürlich nichts mit mir, meinem großartigen Leben und meinem ent-falteten Selbst – strahlend, schön, rein und weise. Und natürlich liebevoll! Ich vergaß liebevoll, denn das ist sehr wichtig. Nicht ganz so wichtig hingegen kann ich sein, dass all diese Websites und Bestseller nur mir gelten können. Oder doch?

Nein. Komme also zu dem Schluss, dass nur wenige von uns ihr Potenzial voll ausschöpfen, was tragisch ist. Denn wer möchte schon freiwillig unter seinen Möglichkeiten leben? Zumal es ja auch gar nicht mehr so leicht ist, einfach still und leise unter seinen Möglichkeiten zu leben! Die dafür nötige Dickfelligkeit muss man sich doch erstmal hart erarbeiten! Stumpfsinniger Fernsehkonsum ist da sehr hilfreich. Für besonders zielführend halte ich u.a. das Beobachten von Bauern, die im Container ihre Frau gegen eine insektenfressende Bachelorette eintauschen, der hinterher von Heidi die Haare verschnitten werden. Wie beim Dosenwerfen knallen einem von allen Seiten „Verwirkliche dich selbst und lebe deine Träume“-Tipps an die Rübe und „das Netz“ spuckt im Minutentakt die Erfolgsstorys derer aus, die ihr Korsett gesprengt und die Businessklamotten an den Nagel gehängt haben. Lauter kleine Ent-faltete, deren wahres Selbst nun Bäume umhäkelt oder den Scherenschnitt perfektioniert hat und – quasi als Ritterschlag der Selbstverwirklichung! – in der Flow porträtiert wird. Okay, das war nicht liebevoll, sondern durch und durch giftbratzig. Shame on me.

Wünsch dir was…

Aber sagt doch mal: Seid ihr zufrieden mit eurem Leben? So richtig? Also ich meine: Lebt ihr eure Träume, folgt ihr eurem inneren Guru und gebt ihr überhaupt jedem Tag die Chance, der beste Tag eures Lebens zu werden? Nein?! Warum nicht?Ist doch heute einfacher denn je, dem Leben die entscheidende Wendung zu geben und Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen, wenn ihr sie erstmal eruiert habt. Ihr könntet beispielsweise:

  • Anderen dabei helfen, sich selbst zu verwirklichen, was dann auch eure Verwirklichung ist.
  • Als digitaler Nomade ein erfolgreiches Onlinebusiness aufziehen, das sich damit beschäftigt, anderen zu verraten, wie sie ein gigantisch gut laufendes Onlinebusiness aufziehen können, das monatlich ein fünfstelliges (passives) Einkommen abwirft, so dass der Mac [und es muss unbedingt ein Mac sein, der macht sich auf Instagram einfach besser!] nie mehr im Büro, sondern wahlweise in der Südsee, an der Ostsee oder in der heimischen Badewanne angeworfen wird. [Lässt einen atemlos zurück, nicht wahr? Und das liegt sicher nicht nur an dieser Mordsschachtelsatzkonstruktion, an der ich lange gefeilt habe.]
  • Als Mompreneur arbeiten und selbst gefilzte Deko-Objekte auf Etsy oder Dawanda verkaufen ein total erfolgreiches Onlinebusiness aus dem Boden stampfen. Ich selbst habe für einen Moment mit einem „Nettigkeiten for you“-Service geliebäugelt, weil die Welt ja immer unnetter wird und jeder jemanden haben sollte, der ihm täglich mindestens einmal versichert, dass er richtig klasse ist. Zur Wahl bei „Nettigkeiten for you“ stünden anfangs kleine Komplimente für 5 ct/Stück oder große für 10 ct/Stück – alternativ ein Monatsabo, das täglich eine herzerwärmende Nettigkeit oder ein zum Weinen schönes Kompliment ins Mailfach flattern ließe.

Gut. Habt ihr euer Wunschpflänzchen mit Gewalt ans Tageslicht gezerrt? Sehr schön. Nun wird’s Zeit, den Hintern hochzubekommen. Und da, das muss ich jetzt einfach mal so sagen, obwohl mir Größenwahn sonst völlig fremd ist, habt ihr großes Glück, dass ihr mich habt. Denn ich werde euch dabei helfen, diesen Wunsch mit Leben zu füllen. Gratis. Und ihr müsst weder mein E-Book noch meinen Newsletter bestellen, weil es weder das eine noch das andere gibt. Demzufolge dürft ihr auch eure E-Mail-Adresse für euch behalten, denn da ich nicht die Absicht habe, euch wie auch immer geartete Mails zu schreiben, habe ich keine Verwendung dafür, besitze genug eigene Mailadressen.

Habe die Lifecoaching-Weisheit nun zwar nicht mit Löffeln gefressen, denn wenn ich das getan hätte, hätte ich ja finanziell ausgesorgt und würde meine Blogposts nicht am Wohnzimmertisch sitzend schreiben, sondern aus einer sanft schaukelnden Hängematte heraus und meine einzige Sorge wäre die, dass mir keine Kokosnuss auf den Kopf knallt. So ist es nicht und das Ding mit der nicht wie ein Damoklesschwert über mir schwebenden Kokosnuss ist wahrlich mein kleinstes Problem. Viel problematischer ist die Tatsache, dass ich alles gratis verschleudere. Allerdings bin ich ein netter Mensch, weswegen ich euch einfach kostenlos [ich will nicht immer gratis sagen und umsonst ist es ja auch nicht] an dem teilhaben lassen möchte, was andere in E-Books quetschen was ich im Rahmen jahrelanger „Tschakka! You go, girl!“-Studien aufgesogen habe und genau darum bereite ich gequirltes Blabla jetzt mal für euch auf. Also… fertig für den Erfolg? Dann schnallt euch an und lasst euch kurz duzen.

Die ultimativen 5 Tipps: So wirst DU glücklich und erfolgreich!

Jeder hat Talent. Ja, auch du! Ich verspreche dir: Du wurdest mit mindestens einem wunderbaren Talent gesegnet, auf das die Welt nur gewartet hat und das dich einzigartig macht. Es ist vollkommen wurscht, was du zu bieten hast – du musst nur deine Zielgruppe finden, zur Not musst du halt ein bisschen tiefer graben oder dir eine Zielgruppe backen. Du kannst die weltschönsten Sockengespenster zaubern oder monumentale Skulpturen aus Zuckerwürfeln fertigen? Du strickst an deinem Wohnzimmertisch in deiner kleinen Manufaktur  zauberhaft gemusterte Socken für Weberknechte, die mit besonderen Saugnäpfchen für besseren Halt an der Zimmerdecke ausgestattet sind? Perfekt! Für alles gibt es Liebhaber, auch wenn sie ein bisschen spinnert sind.

[Wie bitte? Du hast genau das in deinem Bauchladen, was das halbe Internet vor sich herträgt? Kein Problem- such dir deine Nische und beackere das Feld so, wie es bisher noch keiner beackert hat. Wie genau dir das gelingt und wie du dein Alleinstellungsmerkmal (USP) herausarbeiten kannst, erfährst du dann in einer 100-teiligen E-Book-Serie oder im persönlichen Intensiv-Coaching für 500€/Stunde.]

Leidenschaft! Du musst brennen!! Immer!!! Nur bitte nicht beim Wasserlassen. Tu das, was dich glücklich macht und folge deiner Leidenschaft. Es ist nämlich beinahe schnurzpiepegal, was dort draußen gesucht wird. Wenn du vor Leidenschaft für dein Thema brennst [aber du musst wirklich brennen! Und zwar so dermaßen heiß, dass sie dich nicht mehr in die Nähe irgendwelcher Eisberge lassen, weil die auch ohne dich schon genug Probleme haben] und dabei so richtig überzeugt von dir und deiner Sache bist, dann werden andere schnell merken, dass du genau das anbietest, wonach sie ein Leben lang gesucht haben. Leidenschaft wird immer belohnt. Und wenn nicht, dann musst du dich einfach ein bisschen mehr reinhängen und noch mehr brennen- dabei aber bitte immer schön locker bleiben, sonst hast du eine Leidenschaft, die Leiden schafft, weil du ausbrennst. Braucht keiner. Will keiner. Von daher: „Gehe in das Gefängnis. Begib Dich direkt dorthin. Gehe nicht über Los. Ziehe nicht DM 4000 ein.“ Das Leben ist nämlich ein Spiel und in diesem Fall ist es Monopoly.

Selbstzweifel? Vergiss sie. Du bist großartig! Du musst dich nur entsprechend verkaufen und das kannst du lernen – in der (Welt)Politik gibt es diesbezüglich hervorragende Beispiele, von denen du dir eine Menge abschauen kannst. Aber auch online wirst du fündig. Wirklich geschafft hast du es, wenn du total berühmt und in aller Munde bist, aber niemand so richtig weiß, was genau du eigentlich kannst oder machst. Letztendlich interessiert das allerdings auch niemanden, denn 1 Million Instagram-Follower können nicht irren. Auch die Frage, ob du in bestimmten TV-Formaten, in denen Container oder Insekten eine Rolle spielen, mitwirken möchtest, ist ein gutes Zeichen dafür, dass du auf dem richtigen Weg bist.

Miesmacher go home! Jemand redet dir in deine Pläne rein und bittet dich, verschiedene Dinge nochmal zu überdenken? Etwa die Sache mit den Zuckerwürfelskulpturen, die du gerne im Rahmen einer groß angelegten Open-Air-Ausstellung am Strand von St. Peter-Ording einem breiteren Publikum zugänglich machen möchtest? Vergiss diese Personen. Alle. Sage dich am besten komplett von ihnen los. Sie sind nicht an deinem Wohl interessiert. Das sind alles nur blöde Neider und fiese Miesmacher! Niemand versteht dich so gut wie dein Coach, mit dem du ohnehin am besten reden kannst. Etwa in einem dreistündigen Power-Coaching für 600€/Stunde, für das du jetzt viel Zeit hast, da du dich ja von allen Miesmachern losgesagt hast und das Ding mit den Zuckerwürfelskulpturen auch ins Wasser fiel. Kann ja keiner ahnen, dass Petrus so eine humorbefreite Miesmuschel mit einem Faible für Wetterkapriolen ist.

Raus aus der Komfortzone!!! Sei nicht feige – leg einfach los! Das kann ja nichts werden, wenn du deine Komfortzone nicht verlässt. Du hast eigentlich noch gar keinen richtigen Plan? Macht nichts. Fang trotzdem an. Trial an error. Dabei kannst du dir den Ruf ruinieren? Macht nichts, fang trotzdem an. Trial and error. Wie bitte? Du kannst dabei übel auf die Schnauze fallen? So richtig? Um Himmels willen, hör endlich auf zu heulen und fang an und spiel vorher noch eine Runde Ratgebertitel-Bullshitbingo! Mach es einfach! Geht nicht, gibt’s nicht! Mach dein Leben außergewöhnlich und sei einzig, nicht artig! Das Universum steht hinter dir! Wecke die Diva, die Göttin und den Löwen in dir und vertraue darauf, dass das Wunder bewirken könnte und du im inneren Reichtum ankommen wirst, der sich dann selbstverständlich auch im Außen materialisiert.

Ups… hat nicht geklappt? Shit happens. Na gut, dann leg dir bitte eine neue Persönlichkeit zu – im Internet ist alles möglich – und wenn du schön mit Photoshop und tollen Filtern arbeitest, erkennt dich hinterher nicht mal deine eigene Mutter wieder. Und nun gehst du wieder zurück zu Tipp 1, denn du weißt ja: Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen.

Gut, hätten wir das auch geklärt. Ist doch alles ganz easy, oder? Also geht raus, erobert die Welt und schickt mir mal ne Postkarte.*

YougoFlip.jpg

[*Postkarten bitte an: WeibsWort, kuscheliger Sitzsack neben der Couch, Wunderland hinter den sieben Bücherbergen]

[Anmerkung: Dieser Post bedeutet nicht, dass ich Coachings generell für unnötig halte. Ich habe online durchaus einige Coaches „getroffen“, die ich sehr motivierend und in höchstem Maße inspirierend finde. Die Frage ist halt nur, wem man sich anvertrauen möchte. Und wenn mir jemand, ohne mich zu kennen, gleich eine Glücks- u. Erfolgsgarantie gibt oder mir vorhersagt, wie viele Kunden ich ab sofort monatlich haben werde, dann… nun ja… dann entstehen Posts wie dieser. 😉 ]

Fotocredits: gratisography

26 Kommentare zu „Yes! You go and you can, weil du der Hammer bist!

  1. Dazu fällt mir eine Weisheit ein, von einem Mönch, den ich mal traf. Es ging um Buddhismus und wie schön es doch ist, an einem (überteuerten) Seminar über buddhistisches Meditieren (für Manager only) zu besuchen, um sich danach wieder topfit in den Job zu werfen. Der Mönch hat dazu gesagt: Buddhismus erkennen sie daran, dass er umsonst ist! Also, wer Ratgeber kauft und Seminare besucht, die einem etwas vorgaukeln hat es nicht verstanden 😉

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    1. Na ja, oft wird einem suggeriert, dass es so eine Art „Geheimrezept“ gibt. Noch dieser Kurs, dieses Buch, dieses Was-weiß-ich und dann endlich… dann zackbummpeng… die Glöckchen erklingen und die Engelchen singen und du bist erleuchtet oder hast ES endlich erreicht. Glaube mittlerweile eher, dass du nichts bekommst, sondern mehr und mehr weglässt. Und das fängt mit unnützen Büchern an. 😉

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  2. Weisst Du Anna, ich sehe das heute etwas differenzierter. Der Markt für diese Dinge ist da und da jeder Mensch an einem anderen Punkt steht, kann es ja durchaus sein, dass es der einen Persönlichkeitsstruktur hilft und der anderen eben nicht. Das sind alles so verallgemeinernde Tipps, die man per Werbespruch um die Ohren geprügelt bekommt – aber Wachstum findet dort statt, wo man Widersprüche in sich vereinen kann und das bringen einem diese oberflächlich gehaltenen Bücher usw. natürlich nicht bei. Aber es gibt Leute, denen hilft das tatsächlich und es gibt die, die brauchen eben „Futter“ bzw. „Input“ und wollen einfach tiefer gehen und müssen es oft sogar.

    Ich habe nie erwartet, dass ich mein Glück allein dadurch finde, dass ich Ratgeber lese – da braucht es doch schon tiefergehendes, das an die Substanz des bisher aufgebauten geht und auch weh tut. Oft bedeutet sich etwas aufzubauen, dass man sich selbst erstmal aufbauen muss – aus der Tiefe heraus. Und das erreichst Du nicht mit einem Tchakka-Spruch. Du weisst, wovon ich schreibe.

    Wie immer ist das natürlich genial geschrieben und ich habe sehr schmunzeln müssen 🙂

    Lieben Gruss
    Clara

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    1. Das stimmt. Das, was dem einen hilft, bringt dem anderen gar nichts. Und das, was für dich das höchste Glück ist, mag andere völlig kalt lassen. Da muss jeder seinen ganz eigenen Weg finden und sich seine kleinen Glückspuzzleteilchen selbst zusammensuchen. Mir sträuben sich allerdings die Nackenhaare, wenn mit einer „Gelinggarantie“ geworben wird. Das mag vielleicht beim Thermo*mix funktionieren (wobei ich keinen besitze), aber sonst eher nicht. Wobei ich gerade einige recht oberflächliche Bücher lese, die ein wunderbarer „Tritt in den Allerwertesten“ sind. Alles zu seiner Zeit. 😉

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  3. Toll beobachtet und beschrieben! Dieses Selbstverwirklichungszeug kann wirklich merkwürdige Ausläufer mit sich bringen. Es ist ja gut und schön, wenn man sich immer mal wieder fragt, ob man sein Potential besser ausleben kann und was man ändern könnte, um zufriedener zu sein und das vielleicht auch mit Hilfe von Coaching! Aber wie alles im Leben kann man es übertreiben. Dann wird der eigentlich gesunde Versuch, sich zu entwickeln oder Träume und Wünsche zu erfüllen zu Selbstoptimierungswahn und Egozentrismus deluxe – und ich glaube, das führt zu permanenter Unzufriedenheit.

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    1. So sehe ich das auch. Das Leben ist Weiterentwicklung (und somit auch Ent-faltung) bis fast zum letzten Atemzug und natürlich sollte man sich hin und wieder kritisch fragen, ob man dort, wo man steht, wirklich glücklich ist u. evtl. auch Hilfe in Anspruch nehmen. Allerdings ist es auch eine Kunst, das Glück zu erkennen, wenn es vor einem steht und zum eigenen Glücksmodell zu stehen – was zugegebenermaßen recht schwer ist, wenn es sehr von dem abweicht, was (verkaufswirksam) als das ultimative „Glücks- und Erfolgsmodell“ angepriesen wird. 😉

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  4. Hihi ich hab mich köstlich amüsiert! Total genial. Ich liebe Deinen ironischen Humor und wo hast Du nur diese Ideen her. Bei welchem Coaching lernt man das :)) ?
    Ich bin jetzt halt die die wirklich nix von Coaching hält. Zumindest nicht für mich, andere dürfen ja machen was sie wollen.
    Schönen Dienstag, liebe Grüße Tina

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    1. Danke dir. Ich mag ihn auch, den giftbratzigen Humor – andere hassen ihn und ich versteh das. Wäre manchmal auch lieber zuckersüß und „auf genau die richtige Art weichgespült“ und wenn es ein Coaching gäbe, in dem ich das lernen könnte, dann käme ich echt in Versuchung. 😉

      Wie, du hältst nichts von Coachings?! Gar nichts? Wirklich nichts?! Boah, du bist mutig, das einfach so zuzugeben. 😛

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  5. Herrlich geschrieben! Mit solchen Texten bist du bei mir immer richtig \o/
    Lesen tu ich solche Webseiten mitunter auch, aber nur ausgewählte die nicht mit Pop ups und Newsletter Einblendungen nerven, ansonsten bin ich da auch schnell weg *brrr…. Aber irgendwas bringen tun sie nicht, ich bin wohl zufrieden so wie es sich entwickelt hat bis jetzt 🙂 einzig die Gesundheitsseite da könnt sich ja mal was tun in Richtung alles weggezaubert, aber das gibt es nicht oder ich hab den ultimativen Zauberspruch dafür noch nicht gefunden 😀
    Lg Aurelia

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    1. *hüstel* Ich lese sie ja auch, sonst hätte ich den Post ja nicht schreiben können. Und es gibt wirklich Seiten, die ich als motivierend empfinde. Aber andere… ohne Worte. Die lässt du mal kurz auf dich wirken und dann bist du weg. Also in mehrfacher Hinsicht. *g* Ich bin weg und schau mir das nie wieder an und außerdem bin ich hin und weg angesichts dieser Dreistigkeit, mit der da „Turn shit into gold“ betrieben wird (bisschen mehr davon stünde mir ja extrem gut zu Gesicht). Und was den ultimativen Zauberspruch angeht: Ich bitte dich… such nur noch ein bisschen weiter und dann findest du ihn, denn er existiert ganz sicher auf irgendeiner dieser Seiten. 😉

      Schönes WE wünsche ich dir!

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  6. Oh-oh…..du bist ja sooo pöööse!! ;oD Aber das ist genau meine Art von Humor, und deshalb versteht mich auch die halbe Menschheit immer falsch. *ggg* Hab mich grad sehr amüsiert beim Lesen!
    Also, ich sach mal so, ne: Wem diese Art von Coachings was bringt- biddeschön. Man sollte einfach darauf achten, dass da auch Menschen dahinterstecken die wissen, wovon sie sprechen. Und dass man nicht irgendwelchen selbsternannten Gurus die Taschen füllt. Denn es gibt sie ja tatsächlich, diese Fachleute, die auf der Basis verbuchten Wissens ihre Erfahrungen und Ratschläge unters Volk bringen. Und wenn die einem dann wirklich weiterbringen, einem bestärken in dem was man tut oder einem aber auch auf neue, verheissungsvolle Pfade leiten, dann ist ja alles okay! Wichtig dabei finde ich einfach, trotz aller Begeisterung für das, was man da gerade an sich heranlässt, doch immer ein wenig wachsam zu bleiben, wie sehr man sich dem Ganzen ausliefert.
    Für mich ist und bleibt auch die Frage essentiell, ob man sich und sein Leben denn andauernd immer noch mehr „verbessern“ und optimieren will und muss. Könnte man nicht auch einfach mal zufrieden sein mit dem, was man ist und tut? Ich glaube, viele Menschen sind extrem getrieben davon, sich immer neu zu erfinden und zu defininieren. Und das stresst auf Dauer ungemein……Ich z.B. mag meine Komfortzone unglaublich gerne und sehe wenig Grund, sie andauernd zu verlassen und ihre Grenzen auszutesten! Und ich mag mir auch nicht alle Naselang eine neue, vermeintlich noch bessere und attraktivere Persönlichkeit zulegen. Ich mag meine nämlich ganz gerne leiden. Auf jeden Fall geht es mir sehr gut in meiner Gesellschaft!
    Das Leben ist ja eine einzige Weiterentwicklung- man muss nur Augen und Ohren offenhalten und es einfach machen lassen. Da kommt täglich so viel an einem heran, das einem in irgendeiner Form weiterbringt- aber wahrnehmen muss man das!
    Himmel. Ich höre mich ja selber schon wie so ein Guru an. Ich beende das hier besser mal…..! ;oD
    Liebe Grüsse! ❤ ❤ ❤
    PS: Die Gottesanbeterin ist ja sooo niedlich!
    Ha. Das ist auch sowas. JEDER andere findet die grauslich. Nur ich nicht….. *gg*

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    1. Du bist ja auch ein Guru. *g* Was glaubst du, wie viele Stunden andere auf Yogamatten und Meditationskissen verbringen, um so zu werden, wie du es bist? Hatte ja auch mal eine Phase, in der ich relativ verbissen meine Yogamatte ausgerollt habe, um „ein besserer Mensch“ zu werden. Und kaum, dass ich die Matte zusammengrollt habe, war ich grantig und so gar nicht liebevoll. Zum Glück ging mir schnell das Licht auf, dass das ziemlich dämlich ist. Und dass die wahre Herausforderung nicht die ist, sich möglichst elegant zu verknoten, sondern die, sich im Alltag anders zu verhalten. Manchmal gelingt es mir. Manchmal nicht. Und manchmal fällt mir ein Motivationssprüchlein ein, das mir irgendwo auf Instagram unterkam: „Be the person you want to fall in love with.“ DAS ist an manchen Tagen ein formidabler Tritt in den Allerwertesten. *g*

      Ich schrieb es ja schon: Ich bin nicht generell gegen Coachings. Die haben durchaus ihre Berechtigung (denke ich, ich hatte noch keins). Aber ich würde auch sehr, sehr, seeehr genau schauen, auf wen ich mich da einlasse und was diese Person dazu befähigt, mir Rat-schläge geben zu können/zu dürfen. Bin da eh ein bisschen… nun ja… eigensinnig. Und die Frage, ob man sich denn immer weiter optimieren muss… joa… wäre zig eigene Posts wert. Aber wir liegen da sehr auf einer Wellenlänge, denke ich. 😉

      ❤ lichen Gruß zurück!

      P.S: Auf Bildern finde ich die auch toll!

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  7. Vielen Dank für diesen Blogbeitrag!

    Mittlerweile ertrage ich diese Selbstverwirklichungs-Perfektionsmaschinerie in so ziemlich allen Bereichen (Beruf, Wohnung, Kinder, Ernährung, Nachhaltigkeit, Sport, und, und) kaum noch.

    Es kommt mir vor, als ob die Leute bei diesen ganzen Aktivitäten vor allem vermeiden wollen, mal innezuhalten und zu schauen, was bei ihnen und in ihrer Umgebung wirklich los ist. Notebook mal offline, dafür Hirn mal online als Alternative? Ich folge, ich like, also bin ich?

    Sorry, ich hatte gerade Kontakt mit einer Nachbarin, die sich als Coach „wie verkaufe ich mich am besten“ verdingt. Ihre FB-Seite kommt mir vor, „Einmal Hirn weichgespült mit garantiertem Frischegeruch.

    Da ist dein Beitrag Balsam für mich!

    Charlotte

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    1. Sehr gerne und danke dir ganz herzlich für dein Feedback! Eigentlich denke ich mir ja, dass jeder nach seiner Fasson selig werden soll und wende mich den Dingen zu, die mich inspirieren (und nicht stressen). Aber manchmal… na das liest du hier… muss ich Dampf ablassen. Vielleicht treibe ich mich in den falschen Ecken (online, Zeitschriften) rum und habe deshalb das Gefühl, dass dieser Optimierungs/Selbstverwirklichungswahn überhand nimmt. Und ich musste sehr lachen über dein „Hirn mal online als Alternative“. So wahr… 😉

      Liebe Grüße!

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  8. guten abend… schöne beobachtungen…, aber das beste und leider schon selten geworden: kein einziger (na gut ein leerzeichen fehlt…) rechtschreibfehler in dem wust verschachtelter -vorsicht ironie-… macht freude beim lesen…

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  9. *hechel*… bin angekommen…. mannomann…. gefühlt hetze ich Dir und Deinen neuen Blogs seit 15 Jahren hinterher…
    Gott sei Dank habe ich dabei immer was zu lachen. Was mich natürlich noch atemloser macht.

    Frau Hummel hat mir sehr aus der Seele gesprochen…..“ Für mich ist und bleibt auch die Frage essentiell, ob man sich und sein Leben denn andauernd immer noch mehr „verbessern“ und optimieren will und muss. Könnte man nicht auch einfach mal zufrieden sein mit dem, was man ist und tut? Ich glaube, viele Menschen sind extrem getrieben davon, sich immer neu zu erfinden und zu definieren“
    Ich musste unwillkürlich an Madonna denken.

    Es gibt so viele Coaches oder Lebensberater, die sich eine goldene Nase mit Sex-Ratgebern, Selbst-Optimierungsideen und was weiß denn ich verdienen und dabei wirklich Schaden anrichten können.
    Es gibt nicht für jeden einen Ponyhof mit weißen Einhörnern….. Wenn man dem immer hinterher laufen würde, dann verpasst man doch das eigentliche Leben.

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    1. Hömma, wenn du so böse Sachen sagst, dann schmeiße ich dich wieder raus! Wie jetzt?!? Es gibt nicht für jeden einen Ponyhof mit weißen Einhörnern? Wer sagt das? Beweise. Ich will Beweise. Und für dich stelle ich gleich mein liebstes Frühstücksbrettchen auf Instagram ein. Erst das Pony, dann das Einhorn und weil du nicht daran glaubst, nehme ich dein Einhorn auch. So. 😎

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