Erfolgreich bloggen – 11 Tipps

#kann Spuren von Ironie enthalten

Oder: Bloggen für Dummies. Bloggen um des Bloggens willen? Sehr ehrenwert, aber auch ein bisschen weltfremd. Wer bloggt, möchte gelesen werden. Nichts leichter als das, wenn die Texte lesenswert sind? Oh nein. Das ist zu einfach. Da habt ihr die Rechnung aber ohne die Mutter aller Suchmaschinen gemacht. Und ohne die Menschen, die ganz genau wissen, wie sich die Reichweite steigern, der Content optimieren und die Markenwirkung eines Blogs verbessern lässt. 

Einer von diesen klugen Menschen hat mir verraten, wie sich Blogposts optimieren lassen. Orientiert euch also an folgenden Hinweisen, wenn euer Blog durch die Decke gehen soll – aber wehe, ihr heult hinterher rum, weil das Bloggen vorher viel mehr Spaß gemacht hat und euch nun die Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Das Leben eines Erfolgsbloggers ist schließlich kein Ponyhof.

5 Tipps für erfolgreiche Blogposts

1. Kurze Titel sind gute Titel – Leser lieben kurze und knackige Überschriften!

  • Titel kurz halten! Die ideale Überschrift enthält 6 oder weniger Wörter  – alternativ 40 Zeichen inkl. Leerschlägen. (Wow, das gibt richtig spannende und abwechslungsreiche Überschriften à la „10 Tipps, wie du…blablabla“ oder „Meine 5 Beauty Must-haves“ und „weiße Hose zu schwarzem Shirt“. Toll. Das macht neugierig! Da habe ich doch gleich richtig Lust, den dazugehörigen Text zu lesen…schnarch…)
  • Außerdem: Schlagzeilen formulieren, die 2 oder weniger Wörter mit mehr als 7 Buchstaben enthalten. (Hmpf… wohl denen, die nie über den Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän schreiben müssen, der Probleme auf dem Rhein-Main-Donau-Großschifffahrtsweg hatte oder so. Und wie wird man bei der Onlineausgabe des Dudens reagieren? Sitzen die das aus?! Gut, da geht es nicht um Schlagzeilen, aber das Ding ist ja randvoll mit Wörtern, die einem bei google das Genick brechen und wenn ihr mal darauf achtet, dann taucht der Duden bei der Google-ei selten an erster Stelle auf.  Geht es nun Wörtern wie Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung,  Bundesausbildungsförderungsgesetz, und der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung oder eben dem Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän an den Kragen? Wegen google?! Hach…)

2. Wie lang ist der ideale Blogpost?  

  • Es kommt nicht auf die Länge an? Träumt weiter. Der ideale Text hat eine Länge von ca. 1.400 – 1.750 Wörtern. Länger sollte er nicht sein, denn nach einer Lesedauer von ca. 7 Minuten schaltet der Leser ab. (7 Minuten?! Scheint mir aber sehr großzügig bemessen zu sein…) [1] Vielleicht hat der ideale Blogpost aber auch eine Länge von 1000 Wörtern? [2] Oder ist die 1000er-Regel gar nur ein Mythos? [3] (Hm… möglicherweise hängt das auch einfach nur vom Schreiberling und dem Thema ab und es gibt gar keine allgemein gültige Regel? Wäre ja denkbar. Bin beim Recherchieren zu diesem „auf die Länge kommt’s an“-Punkt beispielsweise auf einen Post gestoßen,  der die reine Pest war. 873 aufgeblasene Wörter, die sich der optimalen Länge von Blogartikeln widmen und bei denen man dann ab Marke 800 W. erfährt, dass die meisten Blogger mit einer Länge von 500-800 W. gut fahren.  Toll. Rhetorische Frage: Wie groß ist wohl die Chance, dass ich dieses Blog je wieder besuche – obwohl die Texte die ideale Länge haben?)
  • Unabhängig von der Länge gilt: Die einzelnen Sätze auf 16 Wörter beschränken und möglichst wenig Wörter mit mehr als 7 Buchstaben nutzen. (Klasse. So wird aus dem Bloggen ein Scrabble-Spiel, yeah. Aber denkt dran… immer schön flüssig schreiben, denn der Textfluss ist extrem wichtig, sonst springen die Leser ab! Die sind ja auch echt verwöhnt… pfft.)

Zur Bewertung der textlichen und inhaltlichen Relevanz ist die Wortanzahl eines Textes erst einmal völlig egal. Google achtet und honoriert vielmehr einzigartige, hoch qualitative und unwiderstehliche, fesselnde und gute Inhalte. Das englische Wort „compelling“ trifft das Gemeinte schon eher, wobei es in der deutschen Sprache hierfür eine Reihe an Übersetzungsmöglichkeiten gibt. „Compelling content“ steht demnach stellvertretend für verlockende, unwiderstehliche, fesselnde, beherrschende und stringente Inhalte und meint schlicht und ergreifend „den besten Inhalt zu einem bestimmten Thema“. Quelle: sistrix.de

3. Wissenstransfer – werdet zu Wikipedia! Und linkt, was das Zeug hält: 

  • Schreibt lange Texte, seid euch aber darüber im Klaren, dass euer Geschwafel niemanden interessiert. Die Leser wollen Fakten, Fakten, Fakten. Darum viele Links zu relevantem Material setzen (obwohl ich anderswo mal gelernt habe, dass man die Leser un-be-dingt auf seiner Seite halten soll…hm…).
  • Besonders gut: Links zu externen Information zum Thema setzen (gelten amazon Affilate-Links? Nee, oder?), denn google berücksichtigt das in den organischen Suchresultaten und auch die Leser wissen das zu schätzen. (Ist das tatsächlich so? Wisst ihr es wirklich zu schätzen, wenn ich euch ein halbes Dutzend weiterführender Links um die Ohren knalle? Wenn ich mir die Statistik der aufgerufenen Links anschaue, dann habe ich da so meine Zweifel, aber vielleicht wisst ihr auch einfach nur nicht so gut wie google, was wirklich gut für euch ist…)

4. Leserbindung – verwickelt eure Leser in ein Gespräch und stellt ihnen Fragen:

Unbedingt die Kommentare beantworten – alle! Und den Lesern am Ende der Antwort unbedingt eine Frage stellen! In 20% der Fälle ist dadurch eine weitere Antwort des Lesers zu erwarten und das sorgt für mehr Dialog. Was vor allem dann interessant ist, wenn ihr in einem fragwürdigen Ranking gut platziert sein möchtet. (Praktisch wäre es natürlich, sich wirklich für seine Leser zu interessieren. *Ironie off* Nebenbei bemerkt sehe ich nun die Blogs, in denen auf Kommentare nicht geantwortet wird, mit anderen Augen, denn keine Antwort ist mir dann ehrlich gesagt immer noch lieber als eine Antwort, die nur dem Hintergedanken der Platzierung geschuldet ist.)

5. Post pushen – und zwar auf allen Kanälen: 

  • Nach der Veröffentlichung des Posts sofort Freunde einladen, den Post zeitnah zu kommentieren. Das sorgt dafür, schneller nachfolgende Kommentare zu erhalten.

Und weitere 6 Tipps für erfolgreiches Bloggen

So ein optimierter Post ist allerdings nur die halbe Miete, denn nach dem Veröffentlichen geht die Arbeit erst richtig los…

  • Den veröffentlichen Post zeitversetzt auf allen relevanten Social-Media-Kanälen (FB, Google+, Twitter, Pinterest, Instagram u. Snapchat) teilen, am besten mit identischer Wort- u. Bildsprache, damit selbst der merkbefreiteste Leser kapiert, dass ihr einen neuen Post veröffentlicht habt. Die Leser sind ja manchmal so schwer von Begriff… unfassbar ist das! Der Post muss selbstverständlich auch in allen sozialen Netzwerken geteilt werden und da könnt ihr die Leser ruhig explizit dazu auffordern, den Post zu liken/zu teilen. (So läuft das nun mal und weil eure Leser euch lieben, werden sie euch aus der Hand fressen und die Werbetrommel für eure Posts rühren. Es gibt schließlich auch Menschen, die sehr viel Geld für Markenkleidung auf den Tisch legen, um dann wie eine wandelnde Reklametafel durch die Gegend zu laufen, weil nur ein sichtbares Logo ein gutes Logo ist…)
  • Gewinnspiele veranstalten – aber nur solche, die von den Teilnehmern auf all ihren Social-Media-Kanälen geteilt werden müssen, um die Gewinnchance zu erhöhen. Alles andere könnt ihr euch sparen, denn die Leser, die sich eh schon regelmäßig bei euch rumtreiben, müsst ihr nicht auch noch belohnen. Immerhin stellt ihr ihnen ja gratis hochwertigen Content zur Verfügung, das muss reichen.
  • Ein „kleines“ E-Book erstellen, das die Leser kostenlos runterladen können, wenn sie euch dafür ihre E-Mail-Adresse geben. Wie geschnitten Brot laufen die Themen „Erfolgreich bloggen“ oder „Raus aus dem Hamsterrad – wie du online richtig Kohle verdienst“.
  • Ein käuflich zu erwerbendes Buch schreiben und sich so den Ruf als „Spezialist/in“ (für was auch immer) aufbauen. Themen, die immer gehen: „Erfolgreich bloggen“ und „Mit passivem Einkommen richtig Kohle machen“.
  • Einen Newsletter anbieten, um den Lesern regelmäßig zu erklären, wie sie erfolgreich bloggen können und/oder ein passives Einkommen und/oder Mindset erlangen, mit dem sie zu Millionären werden. Übrigens: Es heißt zwar NEWSletter, aber das müsst ihr nicht so wörtlich nehmen. Es ist vollkommen okay, die Leser  via Link aufs Blog zu locken, um ihnen dann aufgewärmten Kram zu präsentieren, den ihr bereits vor Wochen/Monaten/Jahrenverbloggt habt. Verkauft es einfach als „Best of“ und schon sind alle glücklich.
  • Geschickt netzwerken: Also anderswo kostenlos Gastartikel verfassen, um sich einen Namen zu machen oder zugkräftige Interviewpartner fürs eigene Blog finden,  denn die machen nachher logischerweise in ihrem eigenen Blog Reklame für das Interview, das in eurem Blog erscheint.

Klar soweit? Schön. Und nun arbeitet ihr euch bitte noch durch die unten verlinkte (lesenwerte!) Auswahl an Posts und setzt das dann für euch um. Ach ja, und nicht vergessen:

Beim Bloggen ist es sehr wichtig, sich die Leichtigkeit zu bewahren und unbedingt authentisch zu bleiben! Capiche? 

blick1

Quellen u. Infoklicks: 

Fotocredits: Beitragsbild – pixabay/kaboompics u. Gratisography

 

12 Kommentare zu „Erfolgreich bloggen – 11 Tipps

  1. Guten Morgen,
    am besten lese ich jeden Morgen ein Beitrag von dir, damit ich schmunzeln in den Tag starten kann 😀
    Also du sagst, ich soll ein Buch schreiben? -Natürlich! Über was?-Egal! 😀 Hauptsache Buch.. Ich kann ja über Einhörner schreiben, weil jeder so verrückt danach ist (außer ich, weil ich scheinbar komisch bin!).

    Ich wünsche dir einen tollen Tag!
    Linni von http://www.linnisleben.de

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    1. Das wäre ein Traum – also dass jemand schmunzelnd in den Tag startet, nachdem er hier vorbeischaut hat. Aber einigen wir uns auf 1-2x/Woche. 😉 Und jep, du musst ein Buch schreiben. Vielleicht ein E-Book-Shortie über Einhörner? Mir sind die Viecher auch ein bisschen suspekt, aber dein Buch würde ich lesen. 😉

      Herzlichen Gruß!

      Gefällt 1 Person

      1. Na gut, dann eben 3-4 Mal die Woche 😉 Man sollte doch Kompromisse schließen können! Also ran ans Tippen! 😀
        Nee, um ein richtig krasser Blogger zu werden, muss ich nicht nur ein Buch schreiben. Ich muss auch ein ganz neues elektronisches Ding erfinden, womit man nur das Buch lesen kann. Nur dann, werde ich richtig reich, weil jeder Blogger ist reich! 😀

        Gefällt 1 Person

  2. OMG I love you und das ist keine Floskel! Ich habe so laut gelacht, dass meine Kinder gucken kamen (ich habe sonst nicht so viel zu lachen, weil ich meine Posts SEO optimiere und dabei aussehe wie Jack Nicolson in „Einer flog übers Kuckucksnest“)…
    Wir sollten uns vielleicht gegenseitig interviewen! Das gibt an dem Tag TRAFFIC!!!! Und dann macht man einen Screenshot von den Unique Reader Zahlen bei Google Analytics, der dann ins Mediakit kommt. Hehe. Braucht ja keiner wissen, dass sonst nur die Hälfte der Leute den Blog besucht 🙂
    Habe ich erwähnt, dass ich dich liebe?!
    Love, Doro
    Von http://www.nowshine.de (Ein guter Blogger schreibt das unter jeden Kommentar!)

    Gefällt 1 Person

    1. 😂😂😂Doro, ich weiß…. wir lieben uns doch alle und ich gebe das mit dem Lachen mal direkt zurück. Großartiger Kommentar. Und ich werde dich ab sofort Jack nennen. 😎

      Die allerliebsten Grüße an dich!

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